An Tialdin, König von Silberbrand, Herrscher der Zwerge

General roleplaying - No OOC-posts, please! / Allgemeines Rollenspiel - Bitte keine OOC-Posts!

Moderator: Gamemasters

Post Reply
Willhelm von Krähenweiden
Posts: 36
Joined: Fri Oct 17, 2003 10:59 pm
Location: Northerot
Contact:

An Tialdin, König von Silberbrand, Herrscher der Zwerge

Post by Willhelm von Krähenweiden »

Ein Mann mittleren Alters marschiert auf die Pforten Silberbrands, der Stadt der Zwerge, zu. Sein mißmutiger Blick zeigt selbst dem oberflächlichen Betrachter, dass der Grund seines Gange kein erfreulich ist. An seinem Ziel angekommen überreicht er einer der Wachen
einen Brief welcher mit "An Tialdin deyn Keynig von Sylberbrand" adressiert ist - sein Inhalt - der in einem der Dialekte des Festlandes verfasst ist- lautet:



Ehrn'wertr Tialdin, Keynig von Sylberbrand, Herrscher der Zwerge,

verzeyht, dass ych der Schrift eyrer Sprache nycht ganz meychtig byn.
Der Grund meynes Schreybens yst eyn jener, vor eynygen Monden hattet, yhr Tialdin, Tialdin, Keynig von Sylberbrand und ych, Willhelm von Krähenweiden, Byrger von Northerot eyn handgreyflich's Aufeynandertreffn, yn welch's myrs entfuhr zu behauptn ich sey eyn Vogt.
Dys ist nun der Sachn folgend von Rychtygkeyt, doch byn ych nycht wye von eych angenommen "Voght Northerots", abr ych byns hyngegen g'wesen, bys Bauernvolk und Pöbel meynen damal'gen Leyhnsherrn, Heinrich von der Fellenweide verjag'dn und ych das Land verlass'n musst.
Nunmehr byn ych vom Range eynes eynfach Byrgers des Keynigreich's Northerot. Auf Geheys meynes Herrn, seine Emynenz Darlok, Keynig von Northerot, byn ych yn Pflycht dyes yn klarer Form zu bekund'n

Solltet yhr Tialdin, Keynig von Sylberbrand, fyr meyn freyvlerysch's Verhaldn Satisfaktyon verlang'n so wendet eych myttls eynes Schreybns an mych yn welch'm yhr den Ort bestymmt.

Es grysst eych,

Willhelm von Krähenweiden

User avatar
Tialdin
Posts: 521
Joined: Sun Dec 02, 2001 10:59 pm
Location: Silberbrand

Post by Tialdin »

Eine Wache betritt den Thronsaal zu Silberbrand während der König über seinen täglichen Schriften sitzt. „Mein König dies wurde am Tor für euch abgegeben“ Der König nimmt den Brief an und öffnet ihn. Während des Lesens sieht man den Schalk in seinen Augen blitzen.

Zur Wache gewandt spricht er: „So etwas ließt man selten auf dieser Insel, trotz schlechter Schriftkenntnisse hervorragend formuliert aber sagen werde ich ihm das natürlich nicht. Dennoch ist es einer Antwort würdig“

So setzt der König eine neue Feder in seine goldene Schreibfederspitze und beginnt zu schreiben.


Wehrter Bürger Willhelm,

Euer gebaren an jenem Tage hatte seine Folge in einer öffentlichen Züchtigung, damit sollte der Ehre genüge getan sein.

Dennoch erwarte ich in Zukunft ein höfischeres gebaren als ehemaliger Lehnsmann eines Adeligen sollte es doch im Bereiche eurer Erfahrung liegen sich gegenüber höhergestellten entsprechend zu verhalten oder ist es auf dem Festlande üblich einem König den Ellenbogen in die Seite zu rammen um vorbeizugelangen? Oder in einem Gespräch Verachtung zu zeigen und auszuspuken? Oder am Ende von dannen zu schreiten und Drohungen auszusprechen? Wenn ja wundert es mich nicht das euer Lehnsherr verjagt wurde.

In eurem Angebot der Satisfaktion für euren Frevel sehe ich eine Entschuldigung ich gehe davon aus das ihr euch in Zukunft außerhalb der Burg Northerot besser aufführen werdet.

Ferner muss ich darauf hinweisen, dass sich Darlok nicht König von Northerot sondern Lord Monarch nennen lässt. Nur eine Feinheit auf die zu achten ich und er doch wert legen.

Die Insel hat nur einen anerkannten König, den König von Silberbrand.

Unterzeichnet von

Tialdin, König von Silberbrand, Träger des Amuletts Irmoroms, Ratsherr von Lyrenzia, Ehrenältester des grauen Lichtes, Meister der 4444 Ringe und Tavernenwirt


Der König setzt die Feder ab, rollt das Pergament zusammen versieht es mit einer Banderole in den Farben Silberbrands und steckt es in ein Ledernes Rohr. Das Rohr verschließt er mit dem königlichen Siegel.

Wieder zur Wache gewandt: „Gib dies einem der Boten und lasse sie nach Northerot tragen und Herrn Willhelm von Krähenweiden überreichen.“
Willhelm von Krähenweiden
Posts: 36
Joined: Fri Oct 17, 2003 10:59 pm
Location: Northerot
Contact:

Post by Willhelm von Krähenweiden »

Willhelm von Krähenweiden lehnt gerade an einem Apfelbaum und ist dabei sein Schwert zu ölen, als sein Kamerad Nerevar Schattenaxt zu ihm tritt und ihm eine versiegelte Depesche reicht. "Die hat mir ein Zwerg übergeben", meint er grinsend, "...muss wohl für Dich sein...".
Willhelm, blickt fragend auf das Lederrohr in seiner Hand. Als er das Siegel König Tialdins sieht erbleicht er sichtlich. "So wichtig nimmt er diese Angelegenheit also...", entfährt es ihm und er ist dankbar, dass Nerevar, der bereits wieder seine Patrolliengänge aufgenommen hat, ihn nicht hören kann.

Als er die Stelle, welche sich um die Satisfaktion dreht, erreicht wischt er sich erleichtert den kalten Schweiß von der Stirn, zu deutlich sind ihm harten Schläge Tialdins und seiner Begleiter noch im Gedächtnis.

Nachdem er sich etwas beruhigt hat liest er den mittleren Teil nochmals durch und denkt bei sich: "Es sind komische Sitten in diesem Lande, bei uns pflegte nicht einmal der Herr Graf mit dem gemeinen Volke zu sprechen, doch hier steht ein König der Zwerge auf dem Marktplatz und ist sich nicht zu schade mit Elfen und dem gemeinen Pöbel zu scherzen... was für erbärmliche und würdelose Zustände. Aber dennoch erwarten sie, dass man in ihnen einen König erkennt..."

Die Passage,
Ferner muss ich darauf hinweisen, dass sich Darlok nicht König von Northerot sondern Lord Monarch nennen lässt. Nur eine Feinheit auf die zu achten ich und er doch wert legen.
liest er sich ebenfalls mehrfach durch und schüttelt dann mehrfach den Kopf, da in den Dialekten des Festlandes beide Begrifflichkeiten für "König" Synonyme sind.

Mit den Worten, "Ich fürchte ich werde noch eine Menge über diese sonderbare Insel lernen müssen...", verstaut er das Pergament bei seinen persönlichen Unterlagen und ist froh Darloks Befehl ausgeführt zu haben.
Post Reply