Die Kinder der Mark
Moderator: Gamemasters
- Kranek
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Die Kinder der Mark
((Da wir für die Kinder keine Chars erstellen dürfen, werden das Traumpaar der Nordmark und die POs der Nachwuchsdrachen ihr Rollenspiel hier im Forum mit euch teilen. Und ihr habt keine Wahl! *g*))
Der Schlaf war wunderbar. Das Bett weich, die Frau an seiner Seite warm, die Luft rauchig und frei von Insekten, das Stroh roch frisch und die Felle waren auch frisch gebürstet. Nur das zunehmende Gewicht auf seinem Gesicht störte Vigalf in seinem Schlaf. Besonders als dieses Gewicht anfing hin und herzukrabbeln und an seiner Nasse rumzukauen blieb ihm nichs anderes übrig als die Augen zu öffnen, sich aufzurichten und Ylva von seinem Gesicht runterzuheben. An weiteren Schlaf war nciht zu denken. Als die Kleine merkte dass ihr Vater wach war, fing sie an laut zu kichern und strecke ihm die Hände entgegen. Seufzend stand Vigalf mit dem Kind auf seinem Arm auf und sah sich im Langhaus um...
Der Schlaf war wunderbar. Das Bett weich, die Frau an seiner Seite warm, die Luft rauchig und frei von Insekten, das Stroh roch frisch und die Felle waren auch frisch gebürstet. Nur das zunehmende Gewicht auf seinem Gesicht störte Vigalf in seinem Schlaf. Besonders als dieses Gewicht anfing hin und herzukrabbeln und an seiner Nasse rumzukauen blieb ihm nichs anderes übrig als die Augen zu öffnen, sich aufzurichten und Ylva von seinem Gesicht runterzuheben. An weiteren Schlaf war nciht zu denken. Als die Kleine merkte dass ihr Vater wach war, fing sie an laut zu kichern und strecke ihm die Hände entgegen. Seufzend stand Vigalf mit dem Kind auf seinem Arm auf und sah sich im Langhaus um...
- Rhianna Morgan
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Das Kichern entlockte der Mutter ein unwilliges Brummen. Nicht schon wieder... dachte sie müde, braucht die Kleine überhaupt keinen Schlaf?
Ihr Bauch wölbte sich zwischen ihr und Vigalf, als sie dankbar feststellte dass zumindest diesen Morgen keine Übelkeit ihrer harrte. Der Tee schien doch endlich zu wirken. Warm war es unter den dicken Felldecken, und eigentlich wäre nichts schöner als an einem solchen Morgen aufzuwachen... auf einem Lager das sie erst gestern gereinigt hatte... mit ihrem Mann an ihrer Seite.
Und in diesem Moment stand er auf, und liess die kalte Luft zu ihr durch. Herrlich.
Schlaftrunken richtete sich auf Rhianna auf, als ein festes Ziepen an einem ihrer langen, jetzt unordentlichen Zöpfe ihr keine Wahl mehr liess. Harald.
Er konnte wirklich kräftig ziehen, das musste man ihm lassen. Vor allem wenn er - wie jetzt - von seiner Schwester geweckt worden war und ihm sofort klar wurde dass er Hunger hatte. Wer nur konnte da abhelfen? Na klar - die Mama. Aber dazu hätte er mal ihren Zopf loslassen müssen...
Rhianna fluchte unterdrückt, bis sie ihre Haare aus der kleinen, aber starken Faust gefriemelt hatte. Am liebsten wäre sie zurück auf die Felle gefallen und hätte weiter geschlafen, aber das konnte sie schlecht machen. Vigalf kümmerte sich schon um Ylva... sie konnte ihm nicht auch noch Haralds Quengeleien zumunten.
Und so stand sie auf, ihren dicken Bauch mitschleppend, und begann alles für ein Familienfrühstück vorzubereiten, indem sie den allmorgendlichen Babybrei aus Hafergriess, Wasser, Schafsmilch und geräuchertem Fisch, den sie zerdrückt hatte, zubereitete... immer auf der Hut, dass ihr Sohn nicht zu nah ans Feuer krabbelte.
Ihr Bauch wölbte sich zwischen ihr und Vigalf, als sie dankbar feststellte dass zumindest diesen Morgen keine Übelkeit ihrer harrte. Der Tee schien doch endlich zu wirken. Warm war es unter den dicken Felldecken, und eigentlich wäre nichts schöner als an einem solchen Morgen aufzuwachen... auf einem Lager das sie erst gestern gereinigt hatte... mit ihrem Mann an ihrer Seite.
Und in diesem Moment stand er auf, und liess die kalte Luft zu ihr durch. Herrlich.
Schlaftrunken richtete sich auf Rhianna auf, als ein festes Ziepen an einem ihrer langen, jetzt unordentlichen Zöpfe ihr keine Wahl mehr liess. Harald.
Er konnte wirklich kräftig ziehen, das musste man ihm lassen. Vor allem wenn er - wie jetzt - von seiner Schwester geweckt worden war und ihm sofort klar wurde dass er Hunger hatte. Wer nur konnte da abhelfen? Na klar - die Mama. Aber dazu hätte er mal ihren Zopf loslassen müssen...
Rhianna fluchte unterdrückt, bis sie ihre Haare aus der kleinen, aber starken Faust gefriemelt hatte. Am liebsten wäre sie zurück auf die Felle gefallen und hätte weiter geschlafen, aber das konnte sie schlecht machen. Vigalf kümmerte sich schon um Ylva... sie konnte ihm nicht auch noch Haralds Quengeleien zumunten.
Und so stand sie auf, ihren dicken Bauch mitschleppend, und begann alles für ein Familienfrühstück vorzubereiten, indem sie den allmorgendlichen Babybrei aus Hafergriess, Wasser, Schafsmilch und geräuchertem Fisch, den sie zerdrückt hatte, zubereitete... immer auf der Hut, dass ihr Sohn nicht zu nah ans Feuer krabbelte.
- Kranek
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Während dem verlassen des Langhauses fiel Vigalf auf, dass seine Kleine entweder massiv schwitzte, auslief oder einfach wieder die WIndel voll hatte. Dennoch strahlte sie ihn an. War da ein Funken Schadenfreude in ihren Augen? Verdutzt schüttelte Vigalf seinen Kopf. Sooo frühreif wird sie wohl kaum sein...oder?
Langsam ging er in die Werktstatt und versuchte zu vermeiden Ylvas Beitrag im Hof zu verteilen.
Mit einer Hand zog er ein Stück Stoff hervor, legte es auf die Werkbank und versuchte sich daran Ylva die WIndel auszuziehen ohne dass diese dabei davonkrabbelte.
Eine Erinnerung an sich selbst notierend, dass er Haltebänder anbauen müsse, schaffte er es endlich die Kleine von der Windel zu befreien und sie mit einem Tuch aus einer der Wasserschüsseln, die inzwischen überall standen, sauberzumachen. Nach weiteren Minuten war er endlich fertig und hatte die Kleine gewickelt. Nur die volle Windel harrte noch seiner Taten...
Langsam ging er in die Werktstatt und versuchte zu vermeiden Ylvas Beitrag im Hof zu verteilen.
Mit einer Hand zog er ein Stück Stoff hervor, legte es auf die Werkbank und versuchte sich daran Ylva die WIndel auszuziehen ohne dass diese dabei davonkrabbelte.
Eine Erinnerung an sich selbst notierend, dass er Haltebänder anbauen müsse, schaffte er es endlich die Kleine von der Windel zu befreien und sie mit einem Tuch aus einer der Wasserschüsseln, die inzwischen überall standen, sauberzumachen. Nach weiteren Minuten war er endlich fertig und hatte die Kleine gewickelt. Nur die volle Windel harrte noch seiner Taten...
- Rhianna Morgan
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Endlich wurde der Kessel heiss, und Rhianna rührte eifrig das Wasser, als es zu kochen begann. Vorsicht mit dem Hafergriess und der Milch, das kannte sie schon, wenn das anbrannte...
Einen Augenblick merkte sich nicht auf, und Harald krabbelte hinter sie.
Einen vorsichtigen Blick warf sie in seine Richtung, konnte ihn aber nirgends mehr entdecken. Wo war der kleine Schlingel hingekrabbelt???
Sie hängte den Kessel ab, ihren Rock als Schutz gegen den glühenden Griff nutzend, und machte sich auf die Suche nach dem Kind, um zu verhindern dass es noch mehr Marker weckte.
Gerade als sie schon erwog, halblaut zu rufen, hörte sie das Geräusch. Nur ein leises Lachen, Haralds Stimmchen... aber dieses mal brabbelte er nicht etwa wie sonst vor sich hin.
Sie fuhr herum, und erst als er es wiederholte, verstand sie was er gerade gemacht hatte. In einem halbhohen Fellbündel hockte das Kleinkind, sah sie mit ernsten, zweifarbigen Augen an und wiederholte ernsthaft:
"Ma--ma!"
Einen Augenblick merkte sich nicht auf, und Harald krabbelte hinter sie.
Einen vorsichtigen Blick warf sie in seine Richtung, konnte ihn aber nirgends mehr entdecken. Wo war der kleine Schlingel hingekrabbelt???
Sie hängte den Kessel ab, ihren Rock als Schutz gegen den glühenden Griff nutzend, und machte sich auf die Suche nach dem Kind, um zu verhindern dass es noch mehr Marker weckte.
Gerade als sie schon erwog, halblaut zu rufen, hörte sie das Geräusch. Nur ein leises Lachen, Haralds Stimmchen... aber dieses mal brabbelte er nicht etwa wie sonst vor sich hin.
Sie fuhr herum, und erst als er es wiederholte, verstand sie was er gerade gemacht hatte. In einem halbhohen Fellbündel hockte das Kleinkind, sah sie mit ernsten, zweifarbigen Augen an und wiederholte ernsthaft:
"Ma--ma!"
- Kranek
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Das frisch gewickelte Kind auf dne Boden setzend sah Vigalf sich um. Wieder nichts zum festbinden in der Nähe. Nach kurzem Überlegen griff er die Windel und ging aus der Werkstatt. Er würde ja nur kurz weg sein...was sollte schon passieren?
Schnell ging er auf das Ufer zu und suchte den WÄschekorb den seine Frau ins Wasser gehängt hat. Eilig wars VIgalf das Bündel in den nassen Korb und ging in Richtung Werktstatt.
Wenige Meter vor der Tür bewegte sich etwas im Türschatten. Ylva konnte es nicht sein, dafür war der Schatten zu hoch. Alarmiert zog Vigalf den kleinen Dolch aus seiner Armschiene und ging auf die Werkstatt zu. MIt erhobener Waffe ging er durch die Tür und sah in die strahlenden Augen seiner Tochter. Die frei vor ihm stand und auf ihn zulief...
Schnell ging er auf das Ufer zu und suchte den WÄschekorb den seine Frau ins Wasser gehängt hat. Eilig wars VIgalf das Bündel in den nassen Korb und ging in Richtung Werktstatt.
Wenige Meter vor der Tür bewegte sich etwas im Türschatten. Ylva konnte es nicht sein, dafür war der Schatten zu hoch. Alarmiert zog Vigalf den kleinen Dolch aus seiner Armschiene und ging auf die Werkstatt zu. MIt erhobener Waffe ging er durch die Tür und sah in die strahlenden Augen seiner Tochter. Die frei vor ihm stand und auf ihn zulief...
- Rhianna Morgan
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"Ma--ma!"
Für eine Sekunde hielt die Zeit an, und die junge Mutter stand sprachlos vor ihrem Sohn. Ein Wort, das erste Wort!
Verwirrt streckte der Kleine die Ärmchen nach ihr aus, rief sie wieder, wollte dass sie kam und wunderte sich wieso sie da so starr stand. Ihm schon beinahe Angst einflösste.
Drei Schritte, und sie riss ihn hoch in ihre Arme, ihm wieder und wieder das Gesicht küssend, vor Freude. Ihr Herz schlug ebenso schnell wie in dem Augenblick als er das erste Mal die Augen geöffnet und sie angesehen hatte. Ihr kleiner Junge. Ihr Sohn.
"Harald... mein Kleiner..."
Noch ein Kuss auf seine Stirn, während er das Wort wieder und wieder sagte. Mama.
Glückschauder gingen durch sie, als sie zur Langhaustür hinaushastete, nicht mehr an den Schlaf der andern Marker denkend.
"Vigalf!" rief sie laut nach ihrem Mann. "Vigalf? Wo bist du? Komm schnell her!"
Für eine Sekunde hielt die Zeit an, und die junge Mutter stand sprachlos vor ihrem Sohn. Ein Wort, das erste Wort!
Verwirrt streckte der Kleine die Ärmchen nach ihr aus, rief sie wieder, wollte dass sie kam und wunderte sich wieso sie da so starr stand. Ihm schon beinahe Angst einflösste.
Drei Schritte, und sie riss ihn hoch in ihre Arme, ihm wieder und wieder das Gesicht küssend, vor Freude. Ihr Herz schlug ebenso schnell wie in dem Augenblick als er das erste Mal die Augen geöffnet und sie angesehen hatte. Ihr kleiner Junge. Ihr Sohn.
"Harald... mein Kleiner..."
Noch ein Kuss auf seine Stirn, während er das Wort wieder und wieder sagte. Mama.
Glückschauder gingen durch sie, als sie zur Langhaustür hinaushastete, nicht mehr an den Schlaf der andern Marker denkend.
"Vigalf!" rief sie laut nach ihrem Mann. "Vigalf? Wo bist du? Komm schnell her!"
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Als er die Rufe seiner Frau hörte machte Vigalf langsam die Werktstatttür auf und sah zu ihr. Er war etwas blass, hatte einen schockierten Gesichtsausdruck
"Rhia....Rhia...die Kleine..."
Er ging auf sie zu. Und hinter ihm kam die Kleine dahergelaufen. Als sie ihre Mutter sah lief sie ihr freudig entgegen, ein breites lächeln auf dem Gesicht.
"Liebste...wir brauchen...dringend Leinen...für die Kleine..."
"Rhia....Rhia...die Kleine..."
Er ging auf sie zu. Und hinter ihm kam die Kleine dahergelaufen. Als sie ihre Mutter sah lief sie ihr freudig entgegen, ein breites lächeln auf dem Gesicht.
"Liebste...wir brauchen...dringend Leinen...für die Kleine..."
- Rhianna Morgan
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Harald noch auf dem Arm, der aufgehört hatte zu reden, blieb Rhianna die Antwort im Halse stecken. Wortlos ging sie in die Knie, und streckte Ylva eine Hand entgegen, die diese strahlend mit den letzten Schritten ergriff, sich dagegenplumsen lassend und dann mit dem Hosenboden zuerst auf dem Boden landend. Lautes Kichern konnte man von der Kleinen hören, die sich sofort versuchte an Mamas Knie wieder aufzustützen. Harald starrte seine Schwester mit grossen Augen an, und zupfte dann an seinem Lieblingszopf der seiner Mutter mal wieder über die Schulter nach vorne gerutscht war.
"Ma-ma..." erklärte er voller kindlichem Ernst, seine Schwester noch immer anstarrend. "Ya! Mama da Y-a!"
"Ma-ma..." erklärte er voller kindlichem Ernst, seine Schwester noch immer anstarrend. "Ya! Mama da Y-a!"
- Kranek
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- Rhianna Morgan
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"Harald kann sprechen... und Ylva laufen." Lachend stimmte seine Frau ihm zu.
"Ja, sieht wirklich so aus als wärs mit der Ruhe in der Mark endgültig vorbei!" Glücklich küsste sie erst jedes ihrer Kinder auf den Kopf, und dann ihren Mann. Die ganze Zeit über brabbelte Harald in seiner Fantasiesprache vor sich hin, ab und an ein wirklich existierendes Wort einbauend, während Ylva zappelnd versuchte weiterzulaufen.
Nur Rhiannas Finger, eingehakt in Ylvas Kleidchen, hinderten sie...
"Ja, sieht wirklich so aus als wärs mit der Ruhe in der Mark endgültig vorbei!" Glücklich küsste sie erst jedes ihrer Kinder auf den Kopf, und dann ihren Mann. Die ganze Zeit über brabbelte Harald in seiner Fantasiesprache vor sich hin, ab und an ein wirklich existierendes Wort einbauend, während Ylva zappelnd versuchte weiterzulaufen.
Nur Rhiannas Finger, eingehakt in Ylvas Kleidchen, hinderten sie...
Herr Tadulus...
Dies ist Herr Tadulus. Und seit neuem fühlt er sich wieder ein wenig besser. Kann es sein, das er hier in der Einöde die Ruhe und Ungestörtheit finden kann, welche ein Mann seines Schlages benötigt? Zu aller erst hat es ihn ja gefreut, den Herr Tadulus, als er den Sumpf endeckt hatte. Musste darauf hin aber fesststellen, dass die Mücken dort mit Sicherheit ein wenig zu groß für seinen Geschmack wahren, und dies musste Herr Tadulus wörtlich nehmen.
Nun jetzt, gerade eben hockt Herr Tadulus in einer warmen Ecke. Schmunzelnd beobachtet er wie das kleine Mädchen voller Eifer die großen Humpen unter der Theke hervorhohlt. Ganz zum Verdruss des Wirtes, vom dem Herr Tadulus glaubte er hieß Heger oder so. Die Zunge im Mundwinkel, die blonden Haare errinnern lediglich an den schönen Zopf den die Mutter mühevoll geflochten hatte, mit beiden winzigen Händchen die Humpen stemmend. Ihr Kleidchen ist völlig verschmuzt und an den stellen wo die Knie sind scheint bereits zarte ros Haut durch die Löcher im Stoff.
Herr Tadulus mochte das kleine Mädchen.
Ganz tapfer begann Herr Tadulus' Herz laut zu pochen, das Mädchen erinnerte ihn an Früher. Früher, bevor er all diese Warzen hatte. Erst Gestern endeckte er eine weitere am Rücken. Im besten Alter, Schustererlehrling, von den Damen heiß begehrt. Naja, das letzte war gelogen. Aber die Damen im Hafenviertel waren immer nett zu ihm gewesen. Und immer hatte er Kinder gemocht. Doch einestages tauchte dieses junge Gör neben seiner Werkbank auf. Was er denn da mache? Ausgehungert werden, das mache er hier. So sprach er zur Tochter irgendeines Adeligen, der wohl die Hand über des Meisters Geschäftheit hatte. Das Gör fackelte nicht lange und nun, viele Jahre später, hüpfte Herr Tadulus nach einer schrecklichen Seefarht auf einer abgelegenen Insel umher.
Es tschepperte und krachte, die Humpen purzelten übereinander. Herr Tadulus musste lachen.
QUAAAK!
Der Wirt schimpfte, das Mädchen ergriff kreischend die Flucht. Und bevor sie zur Tür hinaus gestolpert war, fiel ihr Blick auf Herr Tadulus, der in der Ecke hockte.
'aK, nuschelte das kleine Mädchen und grabtschte Herr Tadulus beidhändig. Schnell einen Blick über die Schulter, der Wirt wankt bedrohlich Nahe heran. Und er bemerkt noch das er in die eingenähte Bauchtasche des Mädchens gestopft wird. Dann wird es Finster für Herr Tadulus. Aber es ist wohlig warm und weich. Er hört das kreischen des Mädchens, als sie ihre Flucht vortsetzt...
Herr Tadulus mochte das kleine Mädchen doch nicht.
Dies ist Herr Tadulus. Und seit neuem fühlt er sich wieder ein wenig besser. Kann es sein, das er hier in der Einöde die Ruhe und Ungestörtheit finden kann, welche ein Mann seines Schlages benötigt? Zu aller erst hat es ihn ja gefreut, den Herr Tadulus, als er den Sumpf endeckt hatte. Musste darauf hin aber fesststellen, dass die Mücken dort mit Sicherheit ein wenig zu groß für seinen Geschmack wahren, und dies musste Herr Tadulus wörtlich nehmen.
Nun jetzt, gerade eben hockt Herr Tadulus in einer warmen Ecke. Schmunzelnd beobachtet er wie das kleine Mädchen voller Eifer die großen Humpen unter der Theke hervorhohlt. Ganz zum Verdruss des Wirtes, vom dem Herr Tadulus glaubte er hieß Heger oder so. Die Zunge im Mundwinkel, die blonden Haare errinnern lediglich an den schönen Zopf den die Mutter mühevoll geflochten hatte, mit beiden winzigen Händchen die Humpen stemmend. Ihr Kleidchen ist völlig verschmuzt und an den stellen wo die Knie sind scheint bereits zarte ros Haut durch die Löcher im Stoff.
Herr Tadulus mochte das kleine Mädchen.
Ganz tapfer begann Herr Tadulus' Herz laut zu pochen, das Mädchen erinnerte ihn an Früher. Früher, bevor er all diese Warzen hatte. Erst Gestern endeckte er eine weitere am Rücken. Im besten Alter, Schustererlehrling, von den Damen heiß begehrt. Naja, das letzte war gelogen. Aber die Damen im Hafenviertel waren immer nett zu ihm gewesen. Und immer hatte er Kinder gemocht. Doch einestages tauchte dieses junge Gör neben seiner Werkbank auf. Was er denn da mache? Ausgehungert werden, das mache er hier. So sprach er zur Tochter irgendeines Adeligen, der wohl die Hand über des Meisters Geschäftheit hatte. Das Gör fackelte nicht lange und nun, viele Jahre später, hüpfte Herr Tadulus nach einer schrecklichen Seefarht auf einer abgelegenen Insel umher.
Es tschepperte und krachte, die Humpen purzelten übereinander. Herr Tadulus musste lachen.
QUAAAK!
Der Wirt schimpfte, das Mädchen ergriff kreischend die Flucht. Und bevor sie zur Tür hinaus gestolpert war, fiel ihr Blick auf Herr Tadulus, der in der Ecke hockte.
'aK, nuschelte das kleine Mädchen und grabtschte Herr Tadulus beidhändig. Schnell einen Blick über die Schulter, der Wirt wankt bedrohlich Nahe heran. Und er bemerkt noch das er in die eingenähte Bauchtasche des Mädchens gestopft wird. Dann wird es Finster für Herr Tadulus. Aber es ist wohlig warm und weich. Er hört das kreischen des Mädchens, als sie ihre Flucht vortsetzt...
Herr Tadulus mochte das kleine Mädchen doch nicht.
- Kranek
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Vigalf genoß die Ruhe...das Stroh war trocken, die Felle warm...und seine Frau lag neben ihm...und kein Gewicht auf seinem Gesicht weckte ihn. Zufrieden seufzend drehte er sich auf die Seite, seine Frau umarmend. Er wollte sich gerade an sie schmiegen, als er vom Dorf her lautes Gefluche hörte. Gefluche durchsetzt mit diversen Schimpfwörtern die selbst Vigalf unangenehm waren. Wer hatte sich da wohl mit Hagar angelegt?
Den Gedanken verwerfend genoß Vigalf wieder die Ruhe und drückte sich an seine Frau.
Bis ein Gedanke aufkam der ihm nicht behagte. Ylva weckte ihn nicht...und Hagar schimpfte...bestand da ein Zusammenhang?
Widerstrebend öffnete Vigalf die Augen und durchsuchte den Schlafsaal. Von Ylva keine Spur...dafür war die Tür halb offen...
"Woooo verdammt is Ylva?"
Den Gedanken verwerfend genoß Vigalf wieder die Ruhe und drückte sich an seine Frau.
Bis ein Gedanke aufkam der ihm nicht behagte. Ylva weckte ihn nicht...und Hagar schimpfte...bestand da ein Zusammenhang?
Widerstrebend öffnete Vigalf die Augen und durchsuchte den Schlafsaal. Von Ylva keine Spur...dafür war die Tür halb offen...
"Woooo verdammt is Ylva?"
- Rhianna Morgan
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Rhianna hatte die Nase voll. So schön geschlafen hatte sie, nachdem der kleine Drachen die ganze Nacht gegen ihre Bauchinnenseite getreten hatte. Es war noch so früh am Morgen, sicher hatte sie nur zwei oder drei Stunden zuvor endlich die Augen schliessen können... Und jetzt DAS.
War ihr Mann von Sinnen? Erstens, er stand auf und setzte sie somit der Kälte des Schlafsaals aus. Zweitens, er rumorte überall herum. Drittens...
ARGH, dachte sie nur, und raffte sich hoch, den Bauch wie ein dickes Paket vor sich hertragend. Kaum kam sie auf ihre geschwollenen Beine. Sie hasste den neunten Mond, jetzt erinnerte sie sich. Zwar war es weit weniger anstrengend als noch beim ersten Mal, aber dennoch war diese Schwangerschaft ihr eher lästig als dass sie sich darüber freuen konnte. Sie wusste, sie würde in ihr drittes Kind ebenso vernarrt sein wie in die andern. Aber die lange Phase des Entstehens... uff.
Ja, wo war Ylva? Verwirrt blickte Rhianna sich um, und beteiligte sich nach einem mürrisch gebrummten *Moin* an der Suche. Wenigstens Harald schlief noch. Einen Moment lang beneidete sie ihren Sohn zutiefst.
War ihr Mann von Sinnen? Erstens, er stand auf und setzte sie somit der Kälte des Schlafsaals aus. Zweitens, er rumorte überall herum. Drittens...
ARGH, dachte sie nur, und raffte sich hoch, den Bauch wie ein dickes Paket vor sich hertragend. Kaum kam sie auf ihre geschwollenen Beine. Sie hasste den neunten Mond, jetzt erinnerte sie sich. Zwar war es weit weniger anstrengend als noch beim ersten Mal, aber dennoch war diese Schwangerschaft ihr eher lästig als dass sie sich darüber freuen konnte. Sie wusste, sie würde in ihr drittes Kind ebenso vernarrt sein wie in die andern. Aber die lange Phase des Entstehens... uff.
Ja, wo war Ylva? Verwirrt blickte Rhianna sich um, und beteiligte sich nach einem mürrisch gebrummten *Moin* an der Suche. Wenigstens Harald schlief noch. Einen Moment lang beneidete sie ihren Sohn zutiefst.
- Kranek
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Halb verschlafen stand Vigalf in der Schlafsaaltür und blickte auf den kleinen Hof. Nirgends war Ylva. In der Hecke kein Loch, der Brunnen zugedeckt wie es sich gehört, und die Tür zur Werkstatt ebenfalls zu. Dann kam ein Windstoß und das Tor ins Freie schob sich auf. Mit nackten Füßen überquerte Vigalf den Hof und ging durch das Tor. Hagars Geschrei im Süden und die kleinen Fußspuren im Schlamm am Torhaus klärten dann die Situation. Nur...was hatte die Kleine angestellt dass sie Hagar dermaßen in Rage brachte??
- Rhianna Morgan
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Noch stand sie, nur mit einem langen Hemd bekleidet, inmitten des Schlafsaals. Die Kälte setzte ihr beinahe sofort zu. Da trat der kleine Drachen wieder von innen gegen ihren Bauch, wie es schien. Der Schmerz setzte genau danach ein, ein anhaltendes Ziehen. Die erste Wehe.
Rhianna konnte einen leisen Aufschrei mehr vor Schreck, als vor Schmerz, nicht ganz unterdrücken. Ihr erster Gedanke war: Katarine kommt erst heute gen Nachmittag. Der zweite Gedanke war, dass Vigalf und die Kinder ihr weniger nutzen konnten als jeder der in Sachen Gebären unfähigen Marker um sie herum, von denen womöglich - in den Fellen war das nie so sicher auszumachen - noch welche hier vor sich hin träumten, das Schnarchen der vorherigen Nacht nur eingestellt.
Sie presste die Hand auf ihren Unterleib, und sah verstört zu ihrem Mann hin, in der Hoffnung er hatte den Aufschrei nicht als das bewertet was er war.
Wortlos deutete sie auf ein Bündel auf dem chaotischen Boden, als habe sie sich daran gestossen. Hoffentlich verstand er die Geste so wie er sollte und ging ihre Tochter suchen... Statt ihr hier besorgt im Weg herumzustehen.
Rhianna konnte einen leisen Aufschrei mehr vor Schreck, als vor Schmerz, nicht ganz unterdrücken. Ihr erster Gedanke war: Katarine kommt erst heute gen Nachmittag. Der zweite Gedanke war, dass Vigalf und die Kinder ihr weniger nutzen konnten als jeder der in Sachen Gebären unfähigen Marker um sie herum, von denen womöglich - in den Fellen war das nie so sicher auszumachen - noch welche hier vor sich hin träumten, das Schnarchen der vorherigen Nacht nur eingestellt.
Sie presste die Hand auf ihren Unterleib, und sah verstört zu ihrem Mann hin, in der Hoffnung er hatte den Aufschrei nicht als das bewertet was er war.
Wortlos deutete sie auf ein Bündel auf dem chaotischen Boden, als habe sie sich daran gestossen. Hoffentlich verstand er die Geste so wie er sollte und ging ihre Tochter suchen... Statt ihr hier besorgt im Weg herumzustehen.
- Kranek
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Bevor er losgehen wollte meldete sich dann seine Frau zu Wort. Oder eher ihr Aufschrei. Mit einem Blick erfasste er klar die Situation. Er wusste was er tun sollte. Diese Strohbündel lagen auch einfach immer im weg rum...
Schnell ging er Richtung Torhaus, die Hand nervös an seinem Schlüsselbund nestelnd. Endlich hatte er das Torhaus geöffnet und durchquert. Auf der Brücke stehend sah er sich um. Wo war Ylva?
Schnell ging er Richtung Torhaus, die Hand nervös an seinem Schlüsselbund nestelnd. Endlich hatte er das Torhaus geöffnet und durchquert. Auf der Brücke stehend sah er sich um. Wo war Ylva?
- Rhianna Morgan
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Er war draussen, den Göttern sei Dank, und Rhianna beeilte sich vorzubereiten was sie so vorbereiten konnte. Sie kramte mit bebenden Händen in ihrer Truhe, fand schliesslich ein grösseres Stück Leder, und schnitt sich einen langen Streifen heraus, diesen mehrfach als Bissstück faltend. Sie ging hinüber zum Lager, die guten Decken herunterfegend und umständlich alte Felle obenauf legend. Sie hatte EINMAL alles frisch gemacht, das brauchte sie nicht nochmal. Die Sauerei wenn das Blut kam kannte sie schon.
Leider war ihr nur zu bewusst dass sie kein Wasser holen konnte um es zu erhitzen. Man kann sich beim Gebären nicht selber assisstieren.
Als sie zu diesem ermatteten Schluss gekommen war, mit der Überzeugung dass ihr Schicksal nun in den Händen der Götter lag, die Katarine eine schnelle Reise schenken, oder sie unnötig aufhalten konnten, wollte sie sich hinlegen.
Und bemerkte dass ihr Sohn aufgewacht war, sie ansah, und dann gemütlich verkündete:
"Mama!"
Er zeigte auf seine Windel, zwischen den Beinen einen leicht dunklen Fleck. Nur zu klar was er sagen wollte als er ihr mitteilte:
"Da - ELF!"
Leider war ihr nur zu bewusst dass sie kein Wasser holen konnte um es zu erhitzen. Man kann sich beim Gebären nicht selber assisstieren.
Als sie zu diesem ermatteten Schluss gekommen war, mit der Überzeugung dass ihr Schicksal nun in den Händen der Götter lag, die Katarine eine schnelle Reise schenken, oder sie unnötig aufhalten konnten, wollte sie sich hinlegen.
Und bemerkte dass ihr Sohn aufgewacht war, sie ansah, und dann gemütlich verkündete:
"Mama!"
Er zeigte auf seine Windel, zwischen den Beinen einen leicht dunklen Fleck. Nur zu klar was er sagen wollte als er ihr mitteilte:
"Da - ELF!"
Knurrend warf der Wirt die Türe zu, nachdem er Vigalf noch einen vielsagenden Blick zugeworfen hatte.
In der Zwischenzeit erblickte Herr Tadulus wieder Tageslicht. Doch wollte Herr Tadulus das? Bestimmt nicht. Auch wenn man einen, nun, etwas weicheren Körper hat, bedeutet das nicht, das es angenehm ist gedrückt zu werden. Patsch! Klatsch! Quetsch! Forschten die kleinen Kinderhände an Herrn Tadulus umher. Die glubschigen Augen wurden ein wenig glubschiger, der weiche Körper wurde duchgedrückt. Herrn Tadulus wurde langsam schlecht, zusätlich zum Schwindel, der während der turbulenten Flucht einsetzte. Er wollte sich übergeben und es ging nicht. Frösche können sowas nicht.
'ak! 'ak! befahl das kleine Mädchen.
QUAAAK!, ertönt es daraufhin hinter dem schmuddeligen Brunnen vor dem Wirtshaus.
In der Zwischenzeit erblickte Herr Tadulus wieder Tageslicht. Doch wollte Herr Tadulus das? Bestimmt nicht. Auch wenn man einen, nun, etwas weicheren Körper hat, bedeutet das nicht, das es angenehm ist gedrückt zu werden. Patsch! Klatsch! Quetsch! Forschten die kleinen Kinderhände an Herrn Tadulus umher. Die glubschigen Augen wurden ein wenig glubschiger, der weiche Körper wurde duchgedrückt. Herrn Tadulus wurde langsam schlecht, zusätlich zum Schwindel, der während der turbulenten Flucht einsetzte. Er wollte sich übergeben und es ging nicht. Frösche können sowas nicht.
'ak! 'ak! befahl das kleine Mädchen.
QUAAAK!, ertönt es daraufhin hinter dem schmuddeligen Brunnen vor dem Wirtshaus.
Katarine hatte in höchster Eile einige notwendige Dinge zusammen gepackt und war mit ihrer Tochter Lana, hastig im Morgengrauen aufgebrochen.
Um Zeit zu sparen, hatten sie in ein Portal zum Leuchtturm investiert.
Rhiannas Zeilen hatten besorgt geklungen und so wollte sie keine kostbare Zeit verlieren, wenn gleich sie eine lange Wanderung mit ihrer Tochter durch die Wälder, genossen hätte.
So aber war Katarine in sich gekehrt und schweigsam.
Unablässig grübelte sie über die möglichen Gefahren unter der Geburt.
Gut, sie hatte schon einmal einer Geburt beigewohnt, aber doch mehr als Zuschauerin, nun aber schien es, als solle ihre Beteiligung eine wesentlich aktivere sein.
Ihre Hand legte sich kurz auf den kleinen Lederbeutel, während sie noch einmal gedanklich alle Utensilien durchging: Zwei Scheren, ein sehr sauberes Messer, ein kleines Fläschchen Alkohol, viel sauberen Stoff.
Leicht seufzend tastete sie nach Lana's Hand. Die tröstliche Wärme ihrer Hand spürend, fasste Katarine neuen Mut.
Sie würde ihre Freundin nicht alleine lassen. Um keinen Preis der Welt.
"Komm Lana, lass uns rasch laufen, ich will rechtzeitig vor dem Einsetzen der Wehen da sein, damit ich mit Rhia Einzelheiten absprechen kann."
Um Zeit zu sparen, hatten sie in ein Portal zum Leuchtturm investiert.
Rhiannas Zeilen hatten besorgt geklungen und so wollte sie keine kostbare Zeit verlieren, wenn gleich sie eine lange Wanderung mit ihrer Tochter durch die Wälder, genossen hätte.
So aber war Katarine in sich gekehrt und schweigsam.
Unablässig grübelte sie über die möglichen Gefahren unter der Geburt.
Gut, sie hatte schon einmal einer Geburt beigewohnt, aber doch mehr als Zuschauerin, nun aber schien es, als solle ihre Beteiligung eine wesentlich aktivere sein.
Ihre Hand legte sich kurz auf den kleinen Lederbeutel, während sie noch einmal gedanklich alle Utensilien durchging: Zwei Scheren, ein sehr sauberes Messer, ein kleines Fläschchen Alkohol, viel sauberen Stoff.
Leicht seufzend tastete sie nach Lana's Hand. Die tröstliche Wärme ihrer Hand spürend, fasste Katarine neuen Mut.
Sie würde ihre Freundin nicht alleine lassen. Um keinen Preis der Welt.
"Komm Lana, lass uns rasch laufen, ich will rechtzeitig vor dem Einsetzen der Wehen da sein, damit ich mit Rhia Einzelheiten absprechen kann."
Tief und fest schlafend, war Lana diesen Morgen von ihrer völlig besorgtem Mutter geweckt worden. Sie wusste zwar, das eine Freundin ihrer Mutter ein Kind bekam, doch wusste sie nicht, warum sie so besorgt war. Sie entschied sich nicht danach zu fragen, um ihre Mutter nicht noch aufgeregter zu machen. Schnell zog sie sich an und packte noch einige Sachen ein: Einen kleinen Kessel, einen Eimer und etwas Poviant. Wie sie wusste, hatte ihre Mutter den Rest dabei und so machten sich beide auf den Weg.
Noch etwas verschlafen und verwundert, warum ihre Mutter wohl so schweigsam war waren beide durch ein Portal am Leuchtturm angekommen
"Komm Lana, lass uns rasch laufen, ich will rechtzeitig vor dem Einsetzen der Wehen da sein, damit ich mit Rhia Einzelheiten absprechen kann.", hörte sie ihre Mutter sagen und beschleunigte ihren Schritt zu einem flotten Laufschritt.
Immer mal wieder musste sie innehalten, denn ihre Mutter mit dem schweren Gepäck kam nicht so schnell nach, doch diese paar Momente genoß sie, um sich in der Wildnis umzusehen. So kamen sie relativ rasch voran und es war schon Mittag, als sie den ersten Schatten eines Gebäudes am Horizont ausmachten.
Noch etwas verschlafen und verwundert, warum ihre Mutter wohl so schweigsam war waren beide durch ein Portal am Leuchtturm angekommen
"Komm Lana, lass uns rasch laufen, ich will rechtzeitig vor dem Einsetzen der Wehen da sein, damit ich mit Rhia Einzelheiten absprechen kann.", hörte sie ihre Mutter sagen und beschleunigte ihren Schritt zu einem flotten Laufschritt.
Immer mal wieder musste sie innehalten, denn ihre Mutter mit dem schweren Gepäck kam nicht so schnell nach, doch diese paar Momente genoß sie, um sich in der Wildnis umzusehen. So kamen sie relativ rasch voran und es war schon Mittag, als sie den ersten Schatten eines Gebäudes am Horizont ausmachten.
- Kranek
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Hagars entnervter Gesichtsausdruck und die zerbrochenen Krüge machten Vigalf schnell klar, dass man für Ylva auch Nachts dringend eine Leine brauchen würde.
Relativ ratlos, wo der Jungdrache zu finden sei, stand er nun vor der Taverne, die Umgebung mit den Augen absuchend. Dann hörte er ein seltsames Geräusch.
'ak! 'ak!
Das klang irgendwie nach der Kleinen. Und irgendwie kam es aus Richtung des Brunnens...
Während er darauf zulief ertönte ein neues Geräusch. Ein Geräusch dass ihm Sorgen bereitete.
QUAAAK!
Was machte die kleine da?
Relativ ratlos, wo der Jungdrache zu finden sei, stand er nun vor der Taverne, die Umgebung mit den Augen absuchend. Dann hörte er ein seltsames Geräusch.
'ak! 'ak!
Das klang irgendwie nach der Kleinen. Und irgendwie kam es aus Richtung des Brunnens...
Während er darauf zulief ertönte ein neues Geräusch. Ein Geräusch dass ihm Sorgen bereitete.
QUAAAK!
Was machte die kleine da?
Mit stolzen Gesicht wackelt das kleine Mädchen hinter dem Brunnen hervor, als sie ihren Vater erblickt kommt sie erfreut kreischend auf ihn zugestürmt. Den Frosch dabei in ihren beiden Händen, der vor Übelkeit bestimmt grün im Gesicht wäre, wäre er das nicht soundso.
Papa! 'ak, 'ak! Erzählt sie ihm stolz und präsentiert ihm den Frosch.
Papa! 'ak, 'ak! Erzählt sie ihm stolz und präsentiert ihm den Frosch.
- Kranek
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Etwas verdutzt hob Vigalf das kleine Mädchen auf, wobei er es vermied den Frosch ins Gesicht gedrückt zu bekommen. Leider war das bei einem gequetschten aufgeblähten Tier etwas schwer, so dass Vigalf den Tier einen unfreiwilligen Kuss gab. Schnell streckte er seine Arme aus und hielt das Mädchen damit auf Abstand.
"Kleine...was...woher...hast du denn den Frosch her?"
Ein Blick auf die aufgequollenen Augen brachte eine weitere Frage hervor:
"Un was haste mit dem gemacht?"
"Kleine...was...woher...hast du denn den Frosch her?"
Ein Blick auf die aufgequollenen Augen brachte eine weitere Frage hervor:
"Un was haste mit dem gemacht?"
Herr Tadulus nützte seine chance und drückte seine langen grünen Beine kräftig durch. Es flutschte, der Druck von seinem Bauch wich, er entschwebte in die Freiheit... Wie ein klumpen Erde segelte Herr Taddulus ins Wasser unter der Brücke.
Dann begann das kleine Mädchen klagend zu schreien und schluchzte wie ein Wasserfall.
Aa.. * sie hohlte Luft* iiiiiiiiiii~>
Dann begann das kleine Mädchen klagend zu schreien und schluchzte wie ein Wasserfall.
Aa.. * sie hohlte Luft* iiiiiiiiiii~>
- Rhianna Morgan
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Entnervt sah Rhianna ihren kleinen Sohn an. Seine Windel wechseln. JETZT. Nicht gerade ein günstiger Zeitpunkt...
Eilig sah sie sich um, und hoffte dass vielleicht doch in einem der Fellbündel ein schlafender Norodaj auffindbar wäre... dem sie ihren Kleinen auf den Arm drücken konnte. Sollte Vigalf sich um diese Windelsache kümmern, auch wenn sei riskierte dass er sie wieder ungereinigt in der einweichenden, fast sauberen Wäsche entsorgen würde. Einen Aufschrei unterdrückend, presste sie eine ihrer Fäuste auf den Unterleib.
Ein paar Stunden, und sie war dreifache Mutter...
Eilig sah sie sich um, und hoffte dass vielleicht doch in einem der Fellbündel ein schlafender Norodaj auffindbar wäre... dem sie ihren Kleinen auf den Arm drücken konnte. Sollte Vigalf sich um diese Windelsache kümmern, auch wenn sei riskierte dass er sie wieder ungereinigt in der einweichenden, fast sauberen Wäsche entsorgen würde. Einen Aufschrei unterdrückend, presste sie eine ihrer Fäuste auf den Unterleib.
Ein paar Stunden, und sie war dreifache Mutter...
- Kranek
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Interessiert beobachtete Vigalf den Wandel im Gesichtsausdruck seiner Tochter. Von glücklich (guck mal was ich hab) über überrascht (das bewegt sich ja) zu unendlichem Leid (er is weg!).
Als dann ihr Organ beim letzten ankam und sich lautstark meldete wusste Vigalf dass es Zeit war schnell zu handeln.
Das strampelnde Kind mit einem Arm an sich gedrückt wühlste er in seiner Tasche. Vor 2 Tagen hatte er es noch. Es konnte nicht weg sein. Hoffte er.
Doch da war es. Klein, aus Eisen und mit Holz, zog er seufzend das Spielzeugmesser aus der Tasche. Er hatte es für die Kleine geschmiedet. Die Schneide war so scharf die Hagars Verstand und so spitz wie seine Zunge. Also gar nicht.
Bangend drückte er der Kleinen das Spielzeug in die Hand...
Als dann ihr Organ beim letzten ankam und sich lautstark meldete wusste Vigalf dass es Zeit war schnell zu handeln.
Das strampelnde Kind mit einem Arm an sich gedrückt wühlste er in seiner Tasche. Vor 2 Tagen hatte er es noch. Es konnte nicht weg sein. Hoffte er.
Doch da war es. Klein, aus Eisen und mit Holz, zog er seufzend das Spielzeugmesser aus der Tasche. Er hatte es für die Kleine geschmiedet. Die Schneide war so scharf die Hagars Verstand und so spitz wie seine Zunge. Also gar nicht.
Bangend drückte er der Kleinen das Spielzeug in die Hand...
- Kranek
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((Aufgrund von verzögerungen hier eine Zusammenfassung vom Tag))
Glücklich schleppte Vigalf das Feuerholz ins Langhaus. Während er sich vollbepackt seinen Weg bahnte, lies er den gestrigen Tag nocheinmal Revue passieren. Laut seuzfte er vor Erleichterung. Als seine Frau ihn gestern aus dem Langhaus schickte nachdem er mit Ylva zurückgekehrt war, war er doch erschrocken gewesen. Vorallem dass er sich als neuer Jarl so hilflos vorkam machte ihn fertig.
Erst als er am anderen Ufer Katarine und ihre Tochter erblickte die gekommen waren um Rhianna beizustehen schöpfte er wieder Hoffnung.
Nachdem er beide in die Borg gelassen hatte, eilten sie ins Langhaus. Und blieben dort. Erst nach 2 Stunden kamen sie wieder heraus.
Erschöpft, doch auch sichtlich erleichtert. An den beiden vorbeistürmend rannte er ins Langhaus an das Lager seiner Frau. Und in ihren Armen hielt sie ein kleines Bündel. Und dieses Bündel nuggelte glücklich an ihrer Brust.
Glücklich schleppte Vigalf das Feuerholz ins Langhaus. Während er sich vollbepackt seinen Weg bahnte, lies er den gestrigen Tag nocheinmal Revue passieren. Laut seuzfte er vor Erleichterung. Als seine Frau ihn gestern aus dem Langhaus schickte nachdem er mit Ylva zurückgekehrt war, war er doch erschrocken gewesen. Vorallem dass er sich als neuer Jarl so hilflos vorkam machte ihn fertig.
Erst als er am anderen Ufer Katarine und ihre Tochter erblickte die gekommen waren um Rhianna beizustehen schöpfte er wieder Hoffnung.
Nachdem er beide in die Borg gelassen hatte, eilten sie ins Langhaus. Und blieben dort. Erst nach 2 Stunden kamen sie wieder heraus.
Erschöpft, doch auch sichtlich erleichtert. An den beiden vorbeistürmend rannte er ins Langhaus an das Lager seiner Frau. Und in ihren Armen hielt sie ein kleines Bündel. Und dieses Bündel nuggelte glücklich an ihrer Brust.
- Rhianna Morgan
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Rhianna genoß die folgenden Tage an denen Katarine und Lana zu Besuch in der Mark waren. Und sie war froh über jede Hilfe die ihr zuteil wurde, wenn es darum ging ihre drei Kinder aufzuziehen.
Ylva, Harald und Wulfgar. Eine Tochter und zwei Söhne. Sie dankte Tanora in ihren Gebeten für den reichen Segen den ihr die Götter geschenkt hatten.
Ylva, Harald und Wulfgar. Eine Tochter und zwei Söhne. Sie dankte Tanora in ihren Gebeten für den reichen Segen den ihr die Götter geschenkt hatten.
Mit viel Begeisterung hatte Katarine Rhianna geholfen, ihren Sohn auf die Welt zu bringen.
Die Tage vergingen wie im Flug, die Nächte waren unruhig und dennoch voll heiterer Gelassenheit.
Als die Zeit der Abreise für Katarine und ihre Tochter Lana gekommen war, umarmten sie sich herzlich und gelobten bald wiederzukommen und so machten sich auf die Heimreise nach Varshikar.
Die Tage vergingen wie im Flug, die Nächte waren unruhig und dennoch voll heiterer Gelassenheit.
Als die Zeit der Abreise für Katarine und ihre Tochter Lana gekommen war, umarmten sie sich herzlich und gelobten bald wiederzukommen und so machten sich auf die Heimreise nach Varshikar.