Eine Winböe heulte durch die Gänge des halbverfallenden Leuchtturms, allein eine Gestalt stand auf der obersten Plattform und liess ihren Blick über den Nordwald schweifen, einige Blätter, von der Sommersonne schon welk, trieben über dem Waldboden, ehe sie letzendlich ihr feuchtes Grab im Meer oder in dem Sumpf fanden.
Die Brise prallte gegen die lächelnde Gestalt, welche eine unscheinbare kleine Flasche in ihrer Hand hielt, ihre blonden Haare wurdem von Wind zu einem Spiel eingeladen und wirbelten hinter ihr in die Luft, während die klammen Finger zugleich an ihrem Umhang zerrten, am Horizont zerbrachen die ersten Sonnenstrahlen die graue Wolkendecke und tauchten die Insel ins Licht.
Seufzend betrachtete die junge Frau die schillernde weiße Flüssigkeit, welche sich in dem gläserndem Gefäß befand, sie blickte just in dem Moment auf, als ein Sonnenstrahl von dem Glas reflektiert wurde und kurz ihre Sicht blendete, ihre Augen schlossen sich für eine Weile, allein und ungeschützt im Strom des Windes stehend.
Ein stechender Geruch fuhr in ihre Nase Zerstörung..nein Feuer konnte man diesen urtypischen Geruch zuordnen, das Element was jedes Wesen fasziniert, der Lebensspender Feuer und der Zerstörer Flammen, beides war nötig um den Kreislauf in Schwung zu halten, jedoch war die Harmonie der Insel schon seit Monaten gestört, sie fühlte es mit jedem Schritt, das ferne Pochen der verfluchten Quelle, die flüsternden Stimmen in ihrem Kopf, sie alle liessen nur eine Schlussfolgerung zu, die Burg musste erneut zerstört werden und sie würde jene Hand sein, unter dem das Mauerwerk zebrach, die Quelle erneut verschüttet wurde.
Lächelnd schlug Pellandria ihre Augen auf, sie blickte gen Kumdah oder vielmehr zu dem Juwel welches in dem Schoße der Ogerberge und der Wüste lag, Varshikar und dort lag die verfluchte Burg, thronte erneut über die Stadt und warf ihren Schatten in die Gassen und Straßen, doch wie schon in Darloks Zeiten, als dieser Ort noch einen anderen Namen trug, würde nur böses aus jener Erde hervorgekrochen kommen, ihre Worte waren verschwendet, sie kamen nicht zu den Köpfen der Narren, waren sie denn alle so verblendet, das sie den wahren Weg nicht mehr fanden?
Erneut ertönte ein leises Seufzen von ihren Lippen und sie wand sich ab, ihre Hand schloss sich um die Flasche, es würde nicht mehr lange dauern, fast alle Teile ihres Planes waren bereits gesammelt, sie musste sie nur noch zusammenfügen und dann würde die Burg in einem letzten Feuersturm untergehen, aber es war noch Zeit, noch würde die Sonne ihre Bahnen ziehen, der Wind durch die Berge pfeifen und die Tage verinnen, aber ihre Stunde würde kommen.
"Mögen die Götter mir dabei helfen" murmelte sie leise, ihren Blick in den grauen Himmel gerichtet "Ja...die Zeit wird kommen" ihre Hand streckte sich nach der Statue auf der Plattform aus...
Der Pfad der Zerstörung
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- Pellandria
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Das leise Rauschen des Regens erfüllte die Ohren der jungen Frau, ein Lächeln schmückte ihr Gesicht, während ihre Finger weiter ihre Arbeit machten, Sprengsätze mit Zündschnur herstellen, sie stopft gerade eine Schnur in das Loch, welches sie in den Propfen auf der Flasche gebohrt hatte.
Kaum ist die Schnur durch den Korken gewandert, zog Pellandria vorsichtig den Korken aus der Flasche und griff nach einen recht groben Pinsel, die Borsten jenes Pinsels tauchte sie in eine kleine Schüssel, welche sich auf ihrem Tisch befand, darin befand sich eine dicke zerstampfte Pflanzenmasse, einige Donfblätter lagen noch neben Gefäß, wohl um die Masse zu erneuern, sobald sie verbraucht ist.
Der Pinsel sank für einige Momente in die klebrige Masse, ehe Pellandria ihn wieder herrauszog, sie bestrich das Ende der Zündschnur mit dem Pinsel und brachte somit den behelfsmäßigen Kleber auf, ein kurzer Ruck mit ihren Arm und der Korken bohrte sich mit Schnur in ein kleines Fässchen, das gefüllt war mit einer schwarzen Pulvermischung, ein kleiner Kohlesack und einige Blätter getrockneter Disteln lagen um das Fässchen vestreut.
Pellandria hob den Korken zu ihren Mund und drehte ihn sacht, dabei auf die eben aufgebrachte Schicht pustend um die ganze Sache trocknen zu lassen.
Diese Prozedur wurde nun mehrmals wiederholt, erst den Kleber anbringen, dann die Schnur in das Fässchen tauchen, dabei entstand langsam aber sicher eine Kugel unter dem Korken, nachdem Pellandria ihre eigene Arbeit abgenickt hat, stopfte sie den Korken wieder auf die Flasche, dabei peinlich genau darauf achtend, das die Kugel nicht die weisse Flüssigkeit innerhalb der Flasche berührt, dann wickelte sie die Zündschnur vorsichtig auf um die Flasche neben den anderen auf den Tisch zu stellen, ihr Blick fiel auf die deutlich schrumpfende Anzahl von weißen Flaschen, die auf der anderen Seite des Tisches Platz fanden,.
Pellandria hob ihre Hand und strich zärtlich über die Flaschenwand, ihre Augen nahmen einen liebenden schon fast sehnsüchtigen Blick an "Ihr seid der Weg..zum meinem Ziel" murmelte sie leise, ihre von Kohle verschmierten Finger hienterliessen einen verschmierten Fingerabdruck auf der Flasche, ehe sie seufzte und sich wieder an die Arbeit machte, mittlerweile ging ihr die ganze Sache gut von der Hand, Zündpulver auf einen langen Wolldraht aufbringen, Schnur befestigen und am Ende eine kleine Kugel aus Zündpulver in der Flasche anbringen.
Die erbarmunslose Uhr der Welt drehte sich weiter, während aus Minuten Stunden wurden, der Regen wich der Dämmerung und einer düsteren wolkenverhangender Nacht, endlich erhob sich die junge Frau, die Akademie lag ruhig und totenstill unter ihr, war heute überhaupt jemand hier oder trieben sich nur wieder alle auf der Insel umher, sie wusste es nicht, sie war sich sicher das ihr kleiner Gast in den Schlafquartieren der Studenten immer noch wartete, während das unheilige pulsieren einer fremden Macht aus dem gesicherten Bereich der Akademie selbst jetz noch seine verfaulten Finger nach den Geistern der Schüler und Lehrer ausstreckte, aber dies war ein notwendiges Übel und eines um das sie sich später kümmern müsste, nun ging es erstmal darum die Flaschen zu verstauen, dazu holte Pellandria eine Kiste unter dem Bett hervor, nicht einmal Fin noch irgendwer anderst wussten von der Existenz jener Holztruhe, grinsend klappte sie die Truhe auf und holt etwas von der Wolle, die die Truhe ausfüllte, herraus, ehe sie damit begann die Sprengsätze in die Kiste zu stellen, sorgsam drauf achten das sie nicht zu nahe standen.
Die Kiste füllte sich mit der Wolle und den Flaschen, bis sie die letzte Flasche in der Hand hielt, immer noch prangerte der schwarze Fingerabdruck an der Flaschenwand, ihr Daumen legte sich auf dieses Mal und verwischte es, ehe sie die Flasche auf den Tisch zurückstelle, nein für jene würde sie noch etwas anderes vorhaben.
Die Truhe wurde wieder vorsichtig unter ihr Bett geschoben und in eine Nische unter den Brettern, die Kiste sank langsam in das Loch und schloss perfekt mit dem Boden ab, niemand würde die Truhe sehen, geschweige denn finden können, natürlich ausser man wusste, wo man zu suchen hat.
Pellandria erhob sich und streckte ihre Arme von sich, sie betrachtete ihren Tisch und ihre Werkzeuge, jene musste sie noch entsorgen, sie würde keine Beweise hinterlassen, niemand würde je wissen was wirklich geschehen ist.
Die Schüssel, der Pinsel und die Reste von Zündschnuren landeten in dem Fass, ehe sie nach dem letzten Sprengsatz griff und diesen zur Tür trug, siedrehte sich noch einmal um und schnippste mit ihren FIngern, eine Windhose zog sich über ihren Tisch und saugte Pulverreste und Pflanzenrückstände auf, um diese dann aus demFenster zu befördern, in jener dunklen Nacht müsste man wohl unter Pellandrias Fenster stehen um dieses Geschehen mitzubekommen.
Alles war erledigt, die Truhe sicher, die Beweise verflogen gerade im Wind und das Fässchen hielt sie starr mit ihrer Hand fest, ihr Weg führte sie durch die stille Akademie und nach Gobiath, sie ging durch den Nordwald, dabei jeden Beobachter aus dem Weg gehend, bis die Kupferberge in ihr Sichtfeld tratten.
Ein eisiger Wind pfiff seine ganz eigene Musik durch die Felsspalten, während die schwarzen Wolken des Nachthimmels nicht einmal die zerklüfteten Bergspitzen freigaben, seufzend machte sich Pellandria auf den Weg in dieses Steingefägniss.
Angewidert rümpfte Pellandria die Nase, der intensive Geruch von ~Tier~, dieser unverkennbare herbe Gestank, traf sie als sie durch die anscheinen natürlich entstandene Höhle ging, sie hatte die Höhle bei ihrem Streifzug durch die Berge entdeckt und sieals perfekten Übungsort erkannt, bis sie näher tratt und sie sah das jene Höhle wohl mal jemanden oder vielmehr etwas als Zuhause diente, Knochen lagen verstreut auf dem Fußboden, einige Felle, die aussahen als wären sie schon als Bett benutzt wurden, als das Tier, was es damals trug, noch lebte.
"Hmm sicherlich ein Orc..oder ein Oger.. der Geruch ist noch da, der Bewohner nicht mehr" murmelte sie, langsam durch die Höhle schreitend, die Höhlenwände im hinteren Teil der Höhle schienen von Werkzeugen behandelt wurden zu sein, jedoch sah es eher so aus als hätte der ehemalige Bewohner die Spitzhacke stumpf gegen die Wand geschlagen, also könnte es auch ein Wutanfall gewesensein, statt einer sorgfältig bedachten Erweiterung dieser schnuckeligen Höhle.
Erneut verliess ein Seufzen ihre Lippen, als sie eine Nische in der Mauer entdeckte, ein primitiver Trophäenraum mit unzähligen Schädeln von verschiedenen Tieren und Kreaturen, neben Wölfen und Hasen sind auch andere Schädel erkennbar, die kleinen Goblinschädel prangern hervor neben einigen Menschenschädeln, welche wohl von Banditen oder unvorsichtige Wanderer stammten, jedoch starrten sie allesamt mit ihren fleischlosen Grinsen auf Pellandria, Bilder kochten für einen Moment hoch und sie schüttelte nur schnell den Kopf um die Bilder zu verjagen.
Leider sind nicht alle vollends von Fleisch befreit, Haut und Haarreste bieten einigen Fliegen einen leckeren Schmaus, während sich eine undefinierbare Masse aus ~Resten~ auf dem Boden ansammelte, der süßliche Gestank von Verwesung ging von dieser Nische aus, wie faules Obst in der Sonne.
Pellandria betrachtete noch eine Weile die Schädel, ehe ein ekelhaftes Reissen die stille Luft erfüllte, sie blickte durch die Schädel und langsam löste sich das restliche Fleisch von den blanken Knochen und mit einem überlkeitserregenden Flatschen traf das Fleisch auf den Resteberg dabei eine Meute Fliegen aufscheuchend, angewidert schüttelte Pellandria ihren Kopf und stellte das Faß in die Nische, jene versiegelnd, nachdem sie das Faß selbst angezündet hat, dicker Rauch bildete sich in dem versiegelten Raum und hüllte die leeren Augen der Toten ein, Ruß setzte sich auf den blanken Knochen ab.
Jedoch hatte Pellandria anderes im Sinn als sich darüber Gedanken zu machen, wie wohl angeschwärzte Knochen aussehen mögen, ihre Finger tasteten vorsichtig über die Wand, immer wieder klopfte sie ihre Knöchel gegen das Gestein, bis ein hohles Geräusch wiederhallte, sie hatte das gefunden was sie wollte, mit einigen murmeln riss die dünne Gesteinsplatte über die Aushöhlung.
Dunkelheit erwartete Pellandria als sie in die Aushöhlung blickte "Wenn du in den Abgrund starrst...starrt er zurück" murmelte sie leise, dabei aufkichernd über diesen dummen Spruch, wahrlich diese winzige Höhle hinter einer dünnen Gesteinsschicht war kein Abgrund, jedoch würde dies nur ein Schritt zu einem anderen reißenden Abgrund sein, einer der nicht durch Klüfte oder Wände bestimmt ist.
Langsam und vorsichtig platzierte sie den Sprengsatz in die Aushöhlung und nahm die Zündschnur, diese hinter sich herziehend, da sie selbst nicht wusste wie groß der Keller der Burg war, hatte sie mehr als genug Zündschnur an jede Flasche angebracht und hätte wohl fünf Mal in der Höhle umhergehen können, ehe ihr die Schnur ausging, da sie jedoch nur vorhatte die ganze Sache zu testen, ging sie direkt zum Augsang.
Rauch drang schon aus den feinen Ritzen der verschlossene Ritze, langsam füllte der Brandgeruch und kämpfte gegen den Verwesungsgeruch in der Höhle an, aber niemand würde den Rauch sehen, denn die Zündschnur brannte bereits, vebreitete zischend kleine Rauchwölkchen in der dunklen Höhle.
Pellandria betachtete das Spektakel von dem Höhleneingang das kleine Flämmchen, welches über die Schnur wanderte, spiegelte sich in ihre Augen nieder, ein breites Grinsen setze sich auf ihre Lippen, während sie die Flamme in der dunkeln Aushöhlung verschwand, sie beobachtete das Licht noch in der Luft tanzen, ehe es in dem Korken versank, dann folgte nur das grelle Aufblitzen der Kugel, was Pellandria die Augen zukneifen liess.
Die Funken de Kugel fielen in die weiße Flüssigkeit, innerhalb von Sekundenbruchteilen entzündete sich das Gemisch und eine brüllende Stichflamme schoss aus der Öffnung, wenige Momente später folgt Brocken, dicker als Männerfäuste, die aus dem Gestein selbst gesprengt wurden und in das Höhleninnere flogen, einige sogar mit solcher Geschwindigkeit das sie es bist aus der Höhle herrausschaften, wo sie dampfend auf den Boden aufschlugen.
Die junge Frau hatte sie mit einem Seitenschritt in Sicherheit gebracht, ihr blondes Haar schwang noch mit der Druckwelle der Explosion mit, während neben ihr die Brocken aus dem Eingang flogen, keuchend schüttelte sie den Kopf, was immer in diesen Flaschen drinne war, es war sehr potent.
Noch während der erste Steinregen sich gelegt hatte, bildeten sich tiefe Risse im Gestein, Staub und kleine Steine bröckelten von der Decke herab, als sich fingerdicke Risse auch dort ausbreiteten, die Spitze direkt über der Höhle ächzte, während das leise Klacken von Pellandrias Stiefel auf dem steinigen Weg von der Höhle weg zu hören waren, kleine Steinchen wurden zermalen von ihren Hacken, während hinter ihr mit Getöse die Höhle einstürzte, Schutt, Staub und Streine wurden in die Luft geschleudert und gingen rings um Pellandria nieder, während diese mit einen Lächeln aus dem Aschechaos schritt, feiner Staub legte sich auf ihre Kleidung, Steinchen prasselten in ihre Rücken.
Nun mussten nur noch ihre Verbündeten ihren Teil erledigen...
Kaum ist die Schnur durch den Korken gewandert, zog Pellandria vorsichtig den Korken aus der Flasche und griff nach einen recht groben Pinsel, die Borsten jenes Pinsels tauchte sie in eine kleine Schüssel, welche sich auf ihrem Tisch befand, darin befand sich eine dicke zerstampfte Pflanzenmasse, einige Donfblätter lagen noch neben Gefäß, wohl um die Masse zu erneuern, sobald sie verbraucht ist.
Der Pinsel sank für einige Momente in die klebrige Masse, ehe Pellandria ihn wieder herrauszog, sie bestrich das Ende der Zündschnur mit dem Pinsel und brachte somit den behelfsmäßigen Kleber auf, ein kurzer Ruck mit ihren Arm und der Korken bohrte sich mit Schnur in ein kleines Fässchen, das gefüllt war mit einer schwarzen Pulvermischung, ein kleiner Kohlesack und einige Blätter getrockneter Disteln lagen um das Fässchen vestreut.
Pellandria hob den Korken zu ihren Mund und drehte ihn sacht, dabei auf die eben aufgebrachte Schicht pustend um die ganze Sache trocknen zu lassen.
Diese Prozedur wurde nun mehrmals wiederholt, erst den Kleber anbringen, dann die Schnur in das Fässchen tauchen, dabei entstand langsam aber sicher eine Kugel unter dem Korken, nachdem Pellandria ihre eigene Arbeit abgenickt hat, stopfte sie den Korken wieder auf die Flasche, dabei peinlich genau darauf achtend, das die Kugel nicht die weisse Flüssigkeit innerhalb der Flasche berührt, dann wickelte sie die Zündschnur vorsichtig auf um die Flasche neben den anderen auf den Tisch zu stellen, ihr Blick fiel auf die deutlich schrumpfende Anzahl von weißen Flaschen, die auf der anderen Seite des Tisches Platz fanden,.
Pellandria hob ihre Hand und strich zärtlich über die Flaschenwand, ihre Augen nahmen einen liebenden schon fast sehnsüchtigen Blick an "Ihr seid der Weg..zum meinem Ziel" murmelte sie leise, ihre von Kohle verschmierten Finger hienterliessen einen verschmierten Fingerabdruck auf der Flasche, ehe sie seufzte und sich wieder an die Arbeit machte, mittlerweile ging ihr die ganze Sache gut von der Hand, Zündpulver auf einen langen Wolldraht aufbringen, Schnur befestigen und am Ende eine kleine Kugel aus Zündpulver in der Flasche anbringen.
Die erbarmunslose Uhr der Welt drehte sich weiter, während aus Minuten Stunden wurden, der Regen wich der Dämmerung und einer düsteren wolkenverhangender Nacht, endlich erhob sich die junge Frau, die Akademie lag ruhig und totenstill unter ihr, war heute überhaupt jemand hier oder trieben sich nur wieder alle auf der Insel umher, sie wusste es nicht, sie war sich sicher das ihr kleiner Gast in den Schlafquartieren der Studenten immer noch wartete, während das unheilige pulsieren einer fremden Macht aus dem gesicherten Bereich der Akademie selbst jetz noch seine verfaulten Finger nach den Geistern der Schüler und Lehrer ausstreckte, aber dies war ein notwendiges Übel und eines um das sie sich später kümmern müsste, nun ging es erstmal darum die Flaschen zu verstauen, dazu holte Pellandria eine Kiste unter dem Bett hervor, nicht einmal Fin noch irgendwer anderst wussten von der Existenz jener Holztruhe, grinsend klappte sie die Truhe auf und holt etwas von der Wolle, die die Truhe ausfüllte, herraus, ehe sie damit begann die Sprengsätze in die Kiste zu stellen, sorgsam drauf achten das sie nicht zu nahe standen.
Die Kiste füllte sich mit der Wolle und den Flaschen, bis sie die letzte Flasche in der Hand hielt, immer noch prangerte der schwarze Fingerabdruck an der Flaschenwand, ihr Daumen legte sich auf dieses Mal und verwischte es, ehe sie die Flasche auf den Tisch zurückstelle, nein für jene würde sie noch etwas anderes vorhaben.
Die Truhe wurde wieder vorsichtig unter ihr Bett geschoben und in eine Nische unter den Brettern, die Kiste sank langsam in das Loch und schloss perfekt mit dem Boden ab, niemand würde die Truhe sehen, geschweige denn finden können, natürlich ausser man wusste, wo man zu suchen hat.
Pellandria erhob sich und streckte ihre Arme von sich, sie betrachtete ihren Tisch und ihre Werkzeuge, jene musste sie noch entsorgen, sie würde keine Beweise hinterlassen, niemand würde je wissen was wirklich geschehen ist.
Die Schüssel, der Pinsel und die Reste von Zündschnuren landeten in dem Fass, ehe sie nach dem letzten Sprengsatz griff und diesen zur Tür trug, siedrehte sich noch einmal um und schnippste mit ihren FIngern, eine Windhose zog sich über ihren Tisch und saugte Pulverreste und Pflanzenrückstände auf, um diese dann aus demFenster zu befördern, in jener dunklen Nacht müsste man wohl unter Pellandrias Fenster stehen um dieses Geschehen mitzubekommen.
Alles war erledigt, die Truhe sicher, die Beweise verflogen gerade im Wind und das Fässchen hielt sie starr mit ihrer Hand fest, ihr Weg führte sie durch die stille Akademie und nach Gobiath, sie ging durch den Nordwald, dabei jeden Beobachter aus dem Weg gehend, bis die Kupferberge in ihr Sichtfeld tratten.
Ein eisiger Wind pfiff seine ganz eigene Musik durch die Felsspalten, während die schwarzen Wolken des Nachthimmels nicht einmal die zerklüfteten Bergspitzen freigaben, seufzend machte sich Pellandria auf den Weg in dieses Steingefägniss.
Angewidert rümpfte Pellandria die Nase, der intensive Geruch von ~Tier~, dieser unverkennbare herbe Gestank, traf sie als sie durch die anscheinen natürlich entstandene Höhle ging, sie hatte die Höhle bei ihrem Streifzug durch die Berge entdeckt und sieals perfekten Übungsort erkannt, bis sie näher tratt und sie sah das jene Höhle wohl mal jemanden oder vielmehr etwas als Zuhause diente, Knochen lagen verstreut auf dem Fußboden, einige Felle, die aussahen als wären sie schon als Bett benutzt wurden, als das Tier, was es damals trug, noch lebte.
"Hmm sicherlich ein Orc..oder ein Oger.. der Geruch ist noch da, der Bewohner nicht mehr" murmelte sie, langsam durch die Höhle schreitend, die Höhlenwände im hinteren Teil der Höhle schienen von Werkzeugen behandelt wurden zu sein, jedoch sah es eher so aus als hätte der ehemalige Bewohner die Spitzhacke stumpf gegen die Wand geschlagen, also könnte es auch ein Wutanfall gewesensein, statt einer sorgfältig bedachten Erweiterung dieser schnuckeligen Höhle.
Erneut verliess ein Seufzen ihre Lippen, als sie eine Nische in der Mauer entdeckte, ein primitiver Trophäenraum mit unzähligen Schädeln von verschiedenen Tieren und Kreaturen, neben Wölfen und Hasen sind auch andere Schädel erkennbar, die kleinen Goblinschädel prangern hervor neben einigen Menschenschädeln, welche wohl von Banditen oder unvorsichtige Wanderer stammten, jedoch starrten sie allesamt mit ihren fleischlosen Grinsen auf Pellandria, Bilder kochten für einen Moment hoch und sie schüttelte nur schnell den Kopf um die Bilder zu verjagen.
Leider sind nicht alle vollends von Fleisch befreit, Haut und Haarreste bieten einigen Fliegen einen leckeren Schmaus, während sich eine undefinierbare Masse aus ~Resten~ auf dem Boden ansammelte, der süßliche Gestank von Verwesung ging von dieser Nische aus, wie faules Obst in der Sonne.
Pellandria betrachtete noch eine Weile die Schädel, ehe ein ekelhaftes Reissen die stille Luft erfüllte, sie blickte durch die Schädel und langsam löste sich das restliche Fleisch von den blanken Knochen und mit einem überlkeitserregenden Flatschen traf das Fleisch auf den Resteberg dabei eine Meute Fliegen aufscheuchend, angewidert schüttelte Pellandria ihren Kopf und stellte das Faß in die Nische, jene versiegelnd, nachdem sie das Faß selbst angezündet hat, dicker Rauch bildete sich in dem versiegelten Raum und hüllte die leeren Augen der Toten ein, Ruß setzte sich auf den blanken Knochen ab.
Jedoch hatte Pellandria anderes im Sinn als sich darüber Gedanken zu machen, wie wohl angeschwärzte Knochen aussehen mögen, ihre Finger tasteten vorsichtig über die Wand, immer wieder klopfte sie ihre Knöchel gegen das Gestein, bis ein hohles Geräusch wiederhallte, sie hatte das gefunden was sie wollte, mit einigen murmeln riss die dünne Gesteinsplatte über die Aushöhlung.
Dunkelheit erwartete Pellandria als sie in die Aushöhlung blickte "Wenn du in den Abgrund starrst...starrt er zurück" murmelte sie leise, dabei aufkichernd über diesen dummen Spruch, wahrlich diese winzige Höhle hinter einer dünnen Gesteinsschicht war kein Abgrund, jedoch würde dies nur ein Schritt zu einem anderen reißenden Abgrund sein, einer der nicht durch Klüfte oder Wände bestimmt ist.
Langsam und vorsichtig platzierte sie den Sprengsatz in die Aushöhlung und nahm die Zündschnur, diese hinter sich herziehend, da sie selbst nicht wusste wie groß der Keller der Burg war, hatte sie mehr als genug Zündschnur an jede Flasche angebracht und hätte wohl fünf Mal in der Höhle umhergehen können, ehe ihr die Schnur ausging, da sie jedoch nur vorhatte die ganze Sache zu testen, ging sie direkt zum Augsang.
Rauch drang schon aus den feinen Ritzen der verschlossene Ritze, langsam füllte der Brandgeruch und kämpfte gegen den Verwesungsgeruch in der Höhle an, aber niemand würde den Rauch sehen, denn die Zündschnur brannte bereits, vebreitete zischend kleine Rauchwölkchen in der dunklen Höhle.
Pellandria betachtete das Spektakel von dem Höhleneingang das kleine Flämmchen, welches über die Schnur wanderte, spiegelte sich in ihre Augen nieder, ein breites Grinsen setze sich auf ihre Lippen, während sie die Flamme in der dunkeln Aushöhlung verschwand, sie beobachtete das Licht noch in der Luft tanzen, ehe es in dem Korken versank, dann folgte nur das grelle Aufblitzen der Kugel, was Pellandria die Augen zukneifen liess.
Die Funken de Kugel fielen in die weiße Flüssigkeit, innerhalb von Sekundenbruchteilen entzündete sich das Gemisch und eine brüllende Stichflamme schoss aus der Öffnung, wenige Momente später folgt Brocken, dicker als Männerfäuste, die aus dem Gestein selbst gesprengt wurden und in das Höhleninnere flogen, einige sogar mit solcher Geschwindigkeit das sie es bist aus der Höhle herrausschaften, wo sie dampfend auf den Boden aufschlugen.
Die junge Frau hatte sie mit einem Seitenschritt in Sicherheit gebracht, ihr blondes Haar schwang noch mit der Druckwelle der Explosion mit, während neben ihr die Brocken aus dem Eingang flogen, keuchend schüttelte sie den Kopf, was immer in diesen Flaschen drinne war, es war sehr potent.
Noch während der erste Steinregen sich gelegt hatte, bildeten sich tiefe Risse im Gestein, Staub und kleine Steine bröckelten von der Decke herab, als sich fingerdicke Risse auch dort ausbreiteten, die Spitze direkt über der Höhle ächzte, während das leise Klacken von Pellandrias Stiefel auf dem steinigen Weg von der Höhle weg zu hören waren, kleine Steinchen wurden zermalen von ihren Hacken, während hinter ihr mit Getöse die Höhle einstürzte, Schutt, Staub und Streine wurden in die Luft geschleudert und gingen rings um Pellandria nieder, während diese mit einen Lächeln aus dem Aschechaos schritt, feiner Staub legte sich auf ihre Kleidung, Steinchen prasselten in ihre Rücken.
Nun mussten nur noch ihre Verbündeten ihren Teil erledigen...