Liebe, Wut, Schmerz, Leid und leere...

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eirik-thorfastsson
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Liebe, Wut, Schmerz, Leid und leere...

Post by eirik-thorfastsson »

Am frühen Morgen wachte Eirik Thorfastsson im vom Morgentau nassen Gras auf. Hinter ihm lag seine komplette Rüstung sein Schwert und seinen Schild. Doch der Platz vor ihm war wieder leer. War alles nur ein Traum gewesen? Hatte er wiedermal etwas zu viel getrunken?
Er legte seine grobe Hand auf den Platz vor sich und lächelte zufrieden. Nein, es war kein Traum gewesen. Der Platz vor ihm war noch warm und alles roch nach ihr. Sie war hier gewesen, er hatte es nicht nur geträumt. Nun war er sich ganz sicher und setzte sich mit einem strahlenden Gesicht auf. Er konnte ihren Kuss und ihre zarten Hände immer noch auf sich fühlen. Wie lange hatte er sich doch danach gesehnt! Seit er sie das erste mal gesehen hatte, wie anmutig sie sich bewegte und wie süss ihre Stimme klang, seit dem hatte er sich fast verzehrt danach sie berühren zu dürfen. Doch sie sagte ihm ganz klar, dass er sich keine Hoffnungen machen dürfe. So etwas dürfe nie geschehen. Und jeder, der die Sehnsuch nach ihr in seinen blauen Augen erkannt riet ihm, sie zu vergessen. Sie würde niemals einen Menschen und dazu auch noch einen Krieger lieben können. Doch das konnte er nicht. Jedesmal wenn er sie sah, wenn sie ganz nahe bei ihm war und sich leise mit ihm unterhielt versank er fast ihn ihren dunklen Augen und wurde ganz benommen von ihrem Geruch. Jedesmal musste er sich zusammenreissen, nicht die Beherrschung zu verlieren und sie vor Sehnsuch und Begierde nicht einfach an sich zu ziehen. Jeden Tag hoffte er, sie endlich sehen zu können. Doch wenn er sie sah fürchtete er sich auch jedesmal. Nein, er musste sich wirklich zusammenreissen! Sonst würde er sie ganz verlieren, was er nicht verkraften würde.
Als er gestern nach einem Gespräch in Briar ziemlich aufgelöst nach Trolls Bane nach Hause kam, dachte er wirklich sie nun ganz verlohren zu haben. Er konnte nicht verstehen, was passiert war. Doch nach dem ziemlich kuriosen Gespräch mit einem Halbling glaubte er, dass sie wohl vieles nicht so ernst gemeint hatte und das sie nicht immer die Wahrheit gesagt hatte. Obwohl er wegen ihr nach Briar gewandert war, brach er sofort wieder auf nach Trolls Bane, ohne sie auch nur gesehen zu haben. Er wollte nur noch weg hier.
Als er endlich wieder in die Stadt kam, verzog er sich sofort in richtung Schweinepferch. Er musste Nachdenken. Er setzte sich auf den, Stein, auf dem er schon so oft gesessen hatte und starrte verwirrt und traurig ins Wasser. Er merkte nicht mal, dass sie plötzlich neben ihm stand und fast zusammenbrach. Sie war völlig aufgelöst und erkannte ihn nicht mal wirklich. Es tat ihm weh, sie so zu sehen. Und er verstand nicht, was mit ihr los war. Es blieb ihm nichts anderes übrig, als sie in seinen starken Armen festzuhalten und sie zu beruhigen. Genau vor dem hatte er doch angst! Er wusste dass er sich nicht sehr lange so unter Kontrolle halten könnte. Doch er musste ihr helfen. Und sie schien seine Umarmung sichtlich zu geniessen und sich immer mehr zu beruhigen. Es machte ihn richtig benommen, ihren warmen Körper so nah an sich zu halten und ihr immer wieder in die Augen zu schauen. Er merkte dass er sich nicht mehr lange unter Kontrolle halten könnte und überlegte sich, ob er einfach gehen sollte. Doch etwas in ihren Augen verriet ihm, dass er besser bleiben sollte. Sehr lange stand er mit ihr dort, drückte sie ganz fest an sich und hielt sie fest. Auch sie schmiegte sich ganz eng an sich. Er bemerkte nichts mehr um sich herum. Nicht mal die Schweine, die immer wieder grunzend um das ungewöhnliche Paar herumschlichen. Irgendwann passiere es einfach. Seine Lippen berührten die ihren und auch sie erwiederte mit strahlenden Augen diesen Kuss. Er wollte sie nicht mehr gehen lassen, wenigstens für diese eine Nacht nicht. Ganz nahe an sie geschmiegt schlief er irgendwann in dieser Nacht zufrieden auf dem Rasen ein...

((OOC wer etwas dazu schreiben möchte einfach los ;-))
Last edited by eirik-thorfastsson on Mon Nov 13, 2006 2:10 am, edited 1 time in total.
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Anfala Atani
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Erwachen

Post by Anfala Atani »

Anfala beginnt langsam aufzuwachen, die Sonne scheint ihr aufs Gesicht und sie öffnet langsam ihre Augen. Ein Schreck durchfährt sie, als sie sich umschaut. Oh nein, wo bin ich hier, was hab ich getan! Sie ist umgeben von grunzenden Schweinen. Neben sich schauend sieht sie ihn, er schläft, friedlich und liegt da, völlig ohne Schutz. Anfala schlägt die Hände vors Gesicht – was ist nur alles geschehen gestern – was? Anfala richtet sich auf, einen liebevollen und doch schmerzlichen Blick auf den sich neben liegenden Mann. Sanft streicht sie über sein Gesicht und gibt ihm einen Kuss. Völlig verwirrt steht Anfala auf – ohne sich umzudrehen und läuft wie blind aus der Stadt.

Stunden später:

Anfala kommt langsam zu sich und schaut sich um – ihre Füße haben sie auf die Sirani-Inseln getragen. Diesen Ort, den sie liebt, hier findet sie Ruhe und Zeit zum Nachdenken. Sie liegt im Sand, der warm und weich ist, um sie rum laufen kleine Hasen, sie fühlte sich eins – eins mit der Natur, kann es etwas Schöneres geben? Sie denkt an die Worte der Frau, mit der sie sich vor ein paar Tagen unterhielt, dieser Ort hatte etwas Schmerzliches für sie, aber auch mit Liebe hatte dieser Schmerz zu tun. Aber nein, für Anfala gibt es hier nur schöne Erinnerungen, mit Freunden war sie oft hierher gekommen. FREUNDE – ein Stich geht ihr durchs Herz. Schmerzlich verzieht Anfala ihr Gesicht, ihre Freundin – ihre engste Vertraute – sie ist fort und sie ist Schuld. Wie konnte das nur geschehen? Immer wieder hämmert es in ihrem Kopf – du hättest es sehen müssen – warum hast du es nicht bemerkt. WARUM? War sie zu sehr mit sich selbst beschäftigt? Diese Frau, die ihr so viel gegeben hatte – die immer für sie da war und auch umgekehrt, sie ergänzten sich auf wunderbare Art und Weise. Aber es war doch Freundschaft – etwas was Anfala für das kostbarste Gut hielt, und dies alles sollte nun vorbei sein, weil diese Frau mehr für sie empfand? Anfala versucht sich zu erinnern, wie hatte es angefangen, ja sie weiß noch – wie ihre kleine Freundin es bedauerte – sie mit so vielen teilen zu müssen, so sagte sie und Anfala lächelte bei diesen Worten und schloss sie in ihre Arme. Und dann der Kuss – gestern – da bekam sie es mit der Angst. Das war nicht der Kuss einer Freundin – da schlug ihr mit mal die blanke Realität ins Gesicht. Anfala war sichtlich verwirrt und lief fort, sie hatte eine Verabredung, der sie unbedingt folgen musste, aber ihre Freundin folgte ihr und sie hatte Mühe – sie auf später zu trösten. Sie wollten – nein sie musste, ein ernsthaftes Gespräch mit ihr führen.

Anfala stöhnt leise und richtet sich auf. Sie schaut auf das Meer und hört auf die leise Musik – mit der der Wind die Insel umspielt.

Sie ist fort – sie hat es nicht verstanden!!! Anfala schaut in den Himmel und stößt einen sonderbaren lauten Ton aus. Sie muss lächeln – da kommt sie – ihre treue Kira. Anfala streckt ihren Arm aus und eine weiße Taube mit sonderbar schimmernden schwarzen Schwanzfedern landet darauf und gurrt zufrieden. Hallo Kira – du musst meiner kleinen Freundin eine Nachricht bringen. Anfala setzt sich wieder in den Sand und zieht ihre Schreibutensilien hervor. Mit zitternden Händen schreibt sie das, was sie so sehr bewegt – sie will sie zurück, will ihre Schwester sein, dies und nur dies kann sie ihr anbieten.

Anfala schaut auf Kira, wie sonderbar sie doch ist – sie trägt das gleiche Schicksal, wie sie selbst, dass machte die schon lange währende Verbundenheit zu was besonderem. Sie ist genauso wenig reinrassig wie sie selbst. Anfala betrachtet ihre Füße und ihre Hände, sie sind nicht so schlank wie die einer Elfin. Ihr Körper veränderte sich immer mehr und nicht nur da – Anfala hat Angst, Angst vor dem, was da noch kommen mag. Sie ist eine Elfin – und nichts anderes will sie glauben. Aber allein ihr Charakter, mit dem sie oft aneckt – ihre rebellische und manchmal unbeherrschte Art, durfte sie so, mit diesen Veränderungen – ihr Ziel eine Druidin zu werden- weiter verfolgen.

Und da war da noch dieser Mann, ein Mann – den sie nicht lieben durfte. Sie kam hierher auf diese Insel mit einem Versprechen, sie wollte die Familie stolz machen. Aber nun, sie hatte dem Verlangen und der Sehnsucht, der sie bei jedem Gedanken an diesen Krieger durchströmte, nachgegeben. Warum –warum musste sie den Fehler, der ihre Familie zerstört hatte wiederholen – warum nur???

Anfala haucht einen Kuss auf ihre Kira und stößt sie leicht in den Himmel – flieg Kira – flieg!

Langsam lehnt sie sich gegen eine Palme und schließt die Augen! Ich will keinem wehtun, ich will nur Frieden – nur Frieden.
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Pia Dandelion
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Post by Pia Dandelion »

Pia wurde durch das Grunzen der Schweine geweckt. "Wo bin ich? Was ist geschehen?", fragte sie sich, als sie sich im Bett des Hospitals zu Troll's Bane aufrichtete. Doch diese Fragen waren in der gleichen Sekunden beantwortet, denn die Erlebnisse hatten sich unauslöschlich bis ins kleinste Detail tief in ihre Seele gebrannt, hatten ihr das Herz herausgerissen. Jetzt fühlte sie sich nur noch schwach und leer.
Ihre größten Befürchtungen waren eingetroffen. Sie hatte das verloren, was sie unter keinen Umständen hatte verlieren wollen. Sie hatte die Person verletzt, die sie am meisten geliebt hatte. Sie hatte alles zerstört, was ihr am meisten bedeutet hatte. Zerstört mit nur einem Kuss, dem ersten Kuss...
Ein einziger Gedanke kreiste ihr unaufhörlich durch den Kopf. Leise murmelte sie ihn vor sich hin: "Was habe ich dir nur angetan, Anfala? Was habe ich getan?"
Sie wollte weinen, den Schmerz herauslassen, doch in dieser absoluten Leere hatte sie keine Kraft mehr dafür.
Ihre Finger ertasteten plötzlich ein kühlen, harten Gegenstand in einer Tasche der Robe. Sie hatte überhaupt nicht gemerkt, wie ihre Hand wie durch Magie dorthin gewandert war. Vorsichtig und erschrocken zog sie den Gegenstand aus der Tausche und hielt ihn sich vor das Gesicht, um ihn mit den noch immer roten Augen erkennen zu können. Es war der Schlüssel zum Hospital und diese Erkenntnis schlug ihr hart ins Gesicht. "Oh nein", stöhnte sie leise, da sie nun wußte, daß sie Anfala noch einmal wiedersehen mußte, wiedersehen, um ihr den Schlüssel zu geben. Und plötzlich war da ein neues Gefühl. Das Gefühl der Angst....
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eirik-thorfastsson
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Post by eirik-thorfastsson »

Eirik Thorfastsson stand hastig auf und zwänge sich wieder in seine Rüstung. Er sah sich kurz um, ob ihn jemand so wehrlos hier gesehen hätte. Aber ausser ein paar grunzenden Schweinen war der Platz leer. Wieso hatte sie mich bloss so wehrlos hier liegen gelassen? Er schnappte sich seinen Schild und sein Schwert und marschierte durch die Stadt. Er musste doch nachschauen, ob alles ruhig ist in der Stadt! Doch insgeheim wusste er das er eigentlich etwas ganz anderes suchte. Wo war sie nur hin? Warum brach sie nur so hastig auf?
Er sah sich in der ganzen Stadt um, doch nirgends war eine Spur von ihr. Das fröhliche Leuchten in seinen strahlend blauen Augen wurde immer etwas matter, desto später der Tag wurde. Hat sie mich nun doch wieder verlassen? Habe ich etwas getan, was ich nicht hätte sollen?
Schliesslich setzte er sich wieder auf den Stein, den er immer zum Nachdenken aufsuchte und betrachtete sein Spiegelbild im dreckigen Wasser. Er schüttelte für sich selber leicht den Kopf und brummte leise zu sich selber "Reiss dich mal endlich wieder etwas zusammen!"
Einige Minuten später sah man ihn in voller Rüstung in Richtung Graue Rose verschwinden...
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Pia Dandelion
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Post by Pia Dandelion »

Pia saß gebeugt über einem Stück Pergament an einem Tisch im Hospital in Troll's Bane und schrieb.
Sie wünschte sich die Leere zurück, die sie noch am Morgen empfunden hatte. Doch jetzt waren die Bilder und der Schmerz zurückgekehrt, da sie einige Zeilen an Anfala schrieb. Und mit dem Schmerz waren wieder die Tränen gekommen, die nun über ihre Wangen rannen.
Pia hatte Mühe sich auf das Schreiben zu konzentrieren. Wie ein Film liefen die Ereignisse vor ihrem geistigen Auge ab und jedes einzelne Bild schmerzte. Pia wollte diese Bilder nicht mehr sehen, doch sie war ihnen hilflos ausgeliefert. Sie versuchte einen Sinn darin zu sehen, zu verstehen, was genau schiefgelaufen war, was sie hätte anders machen können, doch am Ende blieb immer nur der Schmerz.
Eine Träne, die von ihrer Wange auf das halb beschriebene Pergament vor ihr tropfte, riß sie von den Bildern fort. Schnell versuchte sie die Träne wegzuwischen. Doch es war zu spät. Die noch nicht ganz getrocknete Tinte war bereits teilweise verlaufen. "Der Schaden ist angerichtet...", kam es ihr in den Sinn, "... zu spät... kein Zurück mehr."
Und es sollte nicht die letzte Träne auf dem Pergament sein...
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Anfala Atani
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Post by Anfala Atani »

Anfala ist nach Greenbriar zurückgekehrt, das Hospital steht immer noch offen. Pia - wo bist du? Sie läuft durch den kleinen Ort, jeder Winkel hier erinnert sie an die kleine Freundin, soll das nun wirklich alles gewesen sein. Sie setzt sich in ihre Lieblingsecke ans Wasser und entzündet ein Feuer. Sie friert - ihr ist so kalt, sie beugt sich nach vorne und empfindet endlose Leere.
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eirik-thorfastsson
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Post by eirik-thorfastsson »

Es war ein ungerechter Kampf gewesen, den sie trotzdem gewonnen hatten. Diese schrecklichen Kreaturen waren viel zu stark und Eirik viel zu müde. Er war bereits den ganzen Tag auf den Beinen, hatte sich mit Artenk durch die Gruft gekämpft, war zur Stelle als Banditen versuchten die Stadt zu stürmen und half mit, als die Untoten auftauchten. Doch diese schrecklichen Skeletter waren zuviel für ihn. Mutig und vielleicht auch etwas dumm stürzte er sich neben Gerron sofort auf diese böse Kreatur und kassierte dafür einen kräftigen Schlag auf seinen Kopf. Die Welt um ihn herum fing sich an etwas zu drehen und er wollte fliehen. Doch diese Bestie stiess ihm auch noch ihr Schwert in den Rücken. Er musste sich zusammenreissen und den anderen helfen! Trotzdem dass sich alles vor seinen Augen drehte kämpfte er mutig weiter. Als es wieder ziemlich sicher schien in und ausserhalb der Stadt, erinnerte er sich wieder an etwas das er schon fast vergessen hatte: Anfala! Er hatte gesehen dass sie in der Stadt war! Hoffentlich war ihr nichts passiert. Mit letzter Kraft schleppte er sich zurück in die Stadt und schrie laut ihren Namen durch die Strasse. Als er sie endlich fand, war er sehr erleichtert. Seine Kraft jedoch verliess ihn langsam ganz. Doch er wollte nicht dass sie sich sorgen machte. Er versuchte sich nicht anmerken zu lassen, wie geschwächt er wirklich war. Doch lange konnte er diesen Schein nicht aufrecht erhalten und fiel vor ihr auf die Knie und erbrach sich. Alles um ihn herum fing sich immer mehr an zu drehen. Bis er nur noch schwarz sah und in tiefe Ohnmacht fiel. Trotzdem hörte er sehr weit weg eine panische Frauenstimme und plötzlich auch noch eine Männerstimme. Leicht fühlte er wie an ihm herumgerüttelt wurde und sogar schläge fühlte er. Doch er war zu erschöpft um wieder aufzuwachen. Er wollte endlich einfach schlafen. Doch plötzlich fühlte er eine sanfte warme berührung auf seinem Gesicht und roch einen Duft den er nur allzugut kannte: Anfala! Er machte die Augen auf, was ihm sichtlich mühe bereitete und sah Anfala und Gerron vor sich, wie sie sich stritten. Was war den nur los? Wo war er überhaupt? Er konnte sich nicht mehr erinnern was überhaupt geschehen war. Gerron fing an ihn wieder auf die Beine zu stellen und ihn richtung Hospital zu schleppen.
Doch Eirik nahm das gar nicht wirklich war. Alles um ihn herum drehte und war verzerrt. Er war total verwirrt und konnte gar nicht richtig verstehen, was hier überhaupt passierte. Kurz darauf verschwand Gerron und Anfala kümmerte sich um ihn. Erschöpft schlief er schliesslich ein.
Als er aufwachte war Anfala immer noch an seinem Bett und schaute ihn besorgt an. Er fühlte sich schon viel besser, nichts drehte sich mehr und er konnte alles klar sehen. Nur sein Schädel brummte noch heftig und er fühlte sich sehr schwach. Doch er musste jetzt hier raus! Er war schon viel zu lange hier im krankenhaus. Anfala wollte ihn übereden, hier zu bleiben. Doch er stemmte sich trotzig raus und schwankte aus dem Krankenhaus. Er schleppte sich auf die kleine Insel hinter dem Seahorse, dicht gefolgt von Anfala. Dort liess er sich auf einen der Stühle fallen und atmete heftig durch. Er war doch noch schwächer als er dachte. Doch er durfte sich nichts anmerken lassen. Er wollte nicht, dass sie sich ständig sorgen um ihn machte. Er redete noch etwas mit ihr, doch plötzlich holte ihn eine fürchterliche müdigkeit ein und er schlief mitten im gespräch auf dem Stuhl mit dem Kopf auf der Tischplatte ein...
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Pia Dandelion
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Post by Pia Dandelion »

Pia hatte schon den ganzen Tag auf die Rückkehr von Nara gewartet. Sie saß am offenen Fenster des kleinen Zimmers, daß der menschliche Bauer Ihren Eltern als Quartier überlassen hatte.
Doch statt einer Nachricht waren nur wieder die Bilder gekommen.
Sie war nach dem Kuß so überglücklich gewesen. Sie hatte mit allen getanzt vor Glück, ein Glück das schier zu groß für ihr kleines Herz zu sein schien, so daß es fast zerspringen wollte. Auf den Schwingen der Glückseeligkeit war sie hinauf zu Wolke 7 geflogen. Im Gras liegend hatte Eirik sie so gefunden. "Eirik, dieser große starke Krieger, den Anfala so bewunderte", dachte sie und zuckte bei dem Schmerz zusammen. Sie hatte mit dem Hünen gespielt und gescherzt, wie mit einem kleinen Kind. Erst jetzt viel ihr auf, daß Eirik es wohl nicht verstanden hatte, was da in ihr vorging.
Doch der Sturz von Wolke 7 in die tiefsten Tiefen der Hölle hatte nicht lange auf sich warten lassen. Anfala war von ihrem Gespräch von Yridia zurückgekehrt. Pia hatte so sehnsüchtig auf ihre Rückkehr gewartet, doch Anfala hatte ihr unmißverständlich klargemacht, daß sie für Pia nicht das gleiche empfinde...
Die Bilderkette wurde unterbrochen, als sich in Pia alles verkrampfte und sie nur noch weinen konnte. Ihre Mutter war ins Zimmer gekommen und versuchte sie zu trösten, doch keine noch so liebgemeinten Worte konnten sie jetzt erreichen.
Pia wußte nicht, wie lange sie schon in den Armen ihrer Mutter lag, als das Geräusch von schlagenden Flügeln sie in die Wirklichkeit zurückholte. Sie blickte zum Fenster und sah, daß Nara dort auf dem Fenstersims gelandet war. Schnell eilte sie zu der Elster, um dieser die Nachricht vom Hals zu binden. Doch was war das? Der Vogel hatte in seinem Schnabel nur eine Sandbeere mitgebracht, die er nun eilig verschlang. Der Hals der Elster war leer. "Hat sie die Nachricht vielleicht verloren?", dachte Pia. Doch dieser Strohhalm, an den sich Pia zu klammern versucht, zerbrach sofort unter der tonnenschweren Last der Erkenntnis, die direkt aus dem Bauch heraus entstand, daß Anfala ihr nicht geantwortet hatte.
Leicht benommen griff Pia in eine Tasche ihrer Robe und holte ein paar Getreidekörner hervor, die sie vor der Elster auf den Sims streute. Nara begann sofort die Körner zu verschlingen.
"Hast Du Dich entschieden?", hörte sie ihre Mutter besorgt fragen, "Du weißt es bleibt nicht mehr viel Zeit!" Nur langsam drangen die Worte der Mutter zu Pia vor.
Pia nickte ohne den Blick von dem Hals der Elster zu wenden.
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Anfala Atani
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Post by Anfala Atani »

Anfala erwacht an diesem Tag, die Sonne steht schon hoch oben. Sie schaut sich auf der kleinen Insel um, auf der sie mit Eirik die Nacht verbracht hat. Ein lächeln huscht ihr übers Gesicht. Oh Eirik! Anfala denkt über das Geschehene des gestrigen Tages nach. Sie hatte gewartet in Greenbriar, nachdem sie auf Varnima eine Nachricht erhielt, sich in Greenbriar zur Überbringung einer Nachricht einzufinden. Auf dem Weg nach Briar gingen ihr viele Gedanken durch den Kopf. Von wem würde die Nachricht stammen, von Eirik – oder von Pia? Würde Pia nicht selbst kommen wollen – sie hatte immer noch den Schlüssel vom Hospital. Anfala hatte keine gute Vorahnung, als sie in Briar ankam hatte sie große Angst vor der Nachricht, die ihr ein Fremder überbringen wollte.

Nach Stunden des Wartens, sprach sie ein Elf namens Ananil an und überbrachte ihr eine Nachricht, mit der sie überhaupt nicht gerechnet hatte. Anfala schaute ihn schockiert an und war nicht fähig, etwas zu sagen. Ananil lies sie stehen und ging sofort wieder. Anfala wusste nicht was sie fühlen sollte, was – was sollte sie noch alles ertragen müssen? Zum Glück kam Artenk – ein guter Freund – und sie konnte mit ihm darüber reden. Er erzählte von seinem Tag, den er mit Eirik verbracht hatte und berichtete, dass es ihm gut ging. Anfala hatte immer noch ein schlechtes Gewissen, weil sie Eirik am Morgen so schutzlos liegengelassen hatte, aber die Unterhaltung mit Artenk lenkte sie etwas ab und es ging ihr etwas besser.

Später am Abend hielt Anfala das warten auf Pia nicht mehr aus. Warum meldete sie sich nicht? Sie musste doch ihre Nachricht bekommen haben. Kira war schnell wieder zurückgekehrt und immer zuverlässig. Oder wollte sie sich nicht melden? Sie hatte ihr doch klar gemacht, dass alle hier in Briar sie brauchen. Da war diese Elfin mit dem komplizierten Namen, die fragte ständig nach Pia und Anfala verstand sie nicht. Und die vielen anderen Einwohner hier, was sollte sie ihnen sagen. Anfala schluckte schwer, war das nun alles ihre Schuld?

Anfala lief nach Trolls Bane, in der Hoffnung unterwegs noch ein paar Rotköpfchen zu finden. Vor dem südlichen Stadttor sprach sie ein Mann an, der sie warnte, da es schon wieder Unruhen in der Stadt gab. Anfala schoss sofort wieder die Angst um den geliebten Mann in den Kopf, weil sie wusste, er würde an der Spitze des Getümmels stehen.

Als sie die Stadt betrat herrschte helle Aufregung – der Markplatz war voll und plötzlich entdeckte sie Eirik. Er war da, es ging ihm gut. Aber er forderte sie auf zu warten und war sogleich verschwunden. Später, die Zeit schien endlos – hörte sie ihn rufen. Schnell eilte sie zu ihm. Er stand vor ihr und sie fielen sich überglücklich in die Arme, er schien unverletzt. Aber der erste Schein trügte, plötzlich brach er zusammen und erbrach sich. Als Anfala sich zu Eirik beugte, bemerkte sie, dass er auch noch eine stark blutende Verletzung am Rücken hatte.

Dies alles geht Anfala an diesem Tag, der mit schönstem Sonnenschein beginnt so durch den Kopf. Ja, es war wieder ein ereignisreicher Tag gestern. Würde unser Leben so aussehen? Würde sie jedes Mal wenn sie Eirik traf ihn verwundet vorfindet. War ihnen beiden dieses Schicksal bestimmt? Ein Krieger und eine Möchtegerndruidin.

Anfala reist sich von ihren Gedanken los, Eirik war längst weg, zu seinen Verpflichtungen geeilt. Sie war allein und so entschloss sie sich, noch schnell ein Bad zu nehmen, bevor sie wieder nach Greenbriar eilte.

In Briar angekommen – sah es aus – als ob Pia hier gewesen wäre. Sie fragte jeden, der ihr über den Weg lief, aber jeder verneinte. Verwundert lief Anfala von einem Haus zum anderen. Sie waren alle verschlossen, das Hospital und sogar das Gemeinschaftshaus. Pia – sie muss unbedingt kommen! Anfala lässt sich auf einem Stuhl in der Taverne nieder und schreibt eine erneute Nachricht an Pia, in der Hoffnung – bald eine positive Antwort von ihr zu erhalten.
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Pia Dandelion
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Post by Pia Dandelion »

Es war schon später Nachmittag, als sich Pia unter einen der vielen Kirschbäume auf dem Hof setzte.
Sie hatte das Schreiben fast den halben Tag mit sich herumgeschleppt. Hunderte Male hatte sie es in die Hand genommen. Immer wieder hatte sie es eingesteckt, ohne es zu öffnen. Immer wieder hatte sie etwas Arbeit gesucht und gefunden, um nicht diesen Brief zu lesen.
Von außen war kein Absender zu erkennen, aber Pia wußte genau, von wem dieses Schriftstück kam. Sie sehnte sich danach es zu lesen, doch die Angst vor dem, was darin stehen könnte, war bisher stärker gewesen.
Die Arbeit des Tages war getan, und Pia wußte, daß sie sich nun der Nachricht stellen mußte. Mit zittriger Hand entfernte sie Band, das die Rolle zusammenhielt, und begann zu lesen.
Jegliche Farbe, die die Arbeit des Tages in ihr Gesicht gezaubert hatte, war verschwunden als sie das Lesen beendet hatte. Pia fühlte sich, als hätte jemand ein Schwert direkt durch ihr Herz gerammt. "Wieso kann sie mich nicht einfach in Ruhe lassen?", ging es ihr durch den Kopf. Wütend knüllte sie das Pergament zusammen und warf es vor sich auf den Boden. Doch in der gleichen Sekunde bereute sie es bereits. Vorsichtig nahm sie Knöllchen wieder auf und strich es liebevoll wieder glatt.
Jetzt wußte sie, daß sie keine Wahl mehr hatte, sie mußte nach Greenbriar zurück.
Pia lehnte sich an den Stamm des Kirschbaumes zurück und schloß ihre Augen. "Liebe Oldra!", begann sie leise zu beten, "Du warst immer gut zu mir und hast mir mit allem geholfen, um was ich dich gebeten habe. Ich habe diesmal ein besondere Bitte an dich. Ich möchte dich bitten, mir Kraft zu geben, wenn ich morgen nach Greenbriar gehe. Ich danke dir von ganzem Herzen!"
Pia schlug die Augen auf und erhaschte gerade eben so noch den Blick auf einen weißen Hasen, eher diese in einem Gebüsch verschwand.
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Pia Dandelion
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Post by Pia Dandelion »

Nun hatte sie es mit eigenen Augen gesehen, als sie um die Ecke des Hospitals ging. Auf dem Marktplatz standen Eirik und Anfala eng umschlungen. Anfala hatte sie sofort bemerkt, ging auf sie zu und versuchte etwas zu erklären. Pias Blick wanderte von Eirik zu Anfala und wieder zurück. Pia war geschockt und nur langsam drang die Erkenntnis zu ihr vor. Es war also Eirik, den Anfala liebte.
Tausend Speere durchbohrten ihre Seele und das winzige Stückchen Hoffnung zersprang in Millionen Scherben.
Mit der Kraft der Verweiflung riss sich Pia von Anfala los. Wie in Zeitlupe sah sie, wie sie den Schlüssel des Hospitals aus der Tasche zog und Anfala vor die Füße warf. Eine innere Stimme rief ihr zu: "Lauf oder verliere für immer den Verstand" Und Pia lief...
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eirik-thorfastsson
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Post by eirik-thorfastsson »

Eiriks Wut löste sich während dem Marsch nach Briar wieder etwas. Trotzdem war er immer noch sehr enttäuscht. War es eine falsche Entscheidung gewesen, zu dieser Stadt zu stehen und ihr seine loyalität zu schwören? Sollte er überhaupt jemals zurück kehren in diese Stadt? Er wusste nur dass er diese Nacht nicht dort verbringen würde. Anfala...Hoffentlich bist du in Briar...Ich brauche dich jetzt!
Als er endlich total verschwitzt und ausser athem in Briar ankam, endeckte er schon gleich seine Liebste und sie fiehl ihm um den Hals. Wie gut das jetzt tat! Er drückte sie fest an sich und küsste sie leidenschaftlich. Doch die Freude hielt nicht lange. Pia! Plötzlich stand der Halbling vor ihnen und sah diese Szene. Seine Liebste sprang sofort vor Schreck aus seinen Armen und versuchte mit Pia zu reden.
Eirik hatte das Gefühl, er sei auch hier nicht erwünscht und lief wieder aus der Stadt hinaus. Doch wohin? Wohin sollte er gehen? Nach Trolls Bane wollte er nicht. Nicht jetzt. Er lief aus der Stadt hinaus und setzte sich kurz danach am Waldrand unter eine Tanne. Er vergrub sein Gesicht in seinen Händen und dachte nach. Die Worte des Halblings, der aus heiterem Himmel plötzlich vor ihm stand, riss ihn aus seinen Gedanken und er sprang auf. "Du bist es also? Werde glücklich mit ihr" Bevor er überhaupt richtig Antworten konnte rannte die kleinen Pia auch schon wieder fort. Eirik lief zum Meer rüber und schaute einige Zeit lang ins Wasser. Was sollte er jetzt nur tun? Zurück nach Trolls Bane? Nein, heute sicher nicht mehr! Nein, er musste zurück zu Anfala, ihr ging es jetzt sicher schlecht. Er musste sie trösten und ihr halt geben! Als er seine Liebste endlich fand war er überglücklich! Er hob die zierliche Elfe sofort auf seine starken Arme und küsste sie zufrieden. Bei ihrem Anblick vergass er schon fast wieder seine Probleme. Sie wollte ihm ihren Lieblingsplatz zeigen. Schön war es dort! Und ruhig! Genau das was er jetzt brauchte. Schliesslich erzählte er ihr wieso er so nach Briar gehastet war. Doch sie zeigte keinerlei Verständis für sein Handeln. Er müsse zurück, er würde dort gebraucht. Es machte ihn noch trauriger als er sah wie kalt sie mit ihm umging. Traurig starrte er auf den Boden. Er war enttäuscht wie verständnislos sie war. Als er wieder aufsah, endeckte er Anfala am Wasser stehen. Sie löste die Brosche an ihrem Kleid und liess dieses zu Boden fallen. Ganz nackt stand sie vor ihm und stieg langsam ins Wasser. Bei diesem Anblick vergass der Krieger sogar seinen Ärger. "Komm ins Wasser Eirik" rief sie ihn. Etwas zögerlich trat er ans Wasser und warf sein Schwert, Schild und seinen Helm auf den Boden. Er hob sein grosses Wolfsfell von den Schultern, zog sich mühsam seine Rüstung aus und stieg ihr hinterher ins Wasser. Lange schwammen sie zusammen und küssten sich immer wieder.
Später musste er ihr versprechen, am nächsten Morgen wieder nach Trolls Bane zu gehen und dort seine Pflicht zu tun. Doch heute würde er hier bei ihr schlafen. Er deckte sich und Anfala mit dem weichen Wolfsfell zu und schlief zufrieden in ihrer warmen Umarmung ein...
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Anfala Atani
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Post by Anfala Atani »

Eirik, er hatte sie nicht verstanden, als er gestern wütend nach Greenbriar kam. Er hatte gehofft, sie würde Verständnis für ihn haben und ihm Recht geben. Aber als Anfala die Geschichte hörte musste sie versuchen, nicht zu lachen. Das ganze kam ihr bekannt vor. Auch ihr wurden – ein Tag zuvor – Torten ins Gesicht geschmissen. Ein junger Elf stand da, kicherte und drückte eine Torte in ihr Gesicht. Zuerst stutzte sie und fragte ihn, ob er betrunken oder irre sei, aber er kicherte immer wieder und meinte, sie solle doch ein bisschen Spaß verstehen. Naja, er hatte vielleicht Recht, die Zeiten waren ernst genug. Also lachte sie und hob die Torten auf, die er immer wieder warf.

Als ihr Eirik nun fast die gleich Geschichte erzählte und voller Zorn war, konnte sie das nicht so ganz verstehen. Er erzählte von einem kleinen Kind und das alle lachten, als die Torten flogen. Er fühlte sich verspottet und das kratzte sehr an seiner Ehre. Anfala versuchte ihn zu beruhigen und ihm klarzumachen, dass er wegen so eines Streiches nicht einfach seinen Posten verlassen konnte und der Stadt den Rücken kehren. Aber sie stieß auf Unverständnis und Eirik war sehr enttäuscht über ihre Reaktion.

Als Eirik am Morgen wieder in Richtung Trolls Bane ging, machte sich Anfala am Acker zu schaffen. Sie wollte den ganzen Tag arbeiten, um zu vergessen. Die Begegnung gestern mit Pia sollte wohl ihre letzte gewesen sein. Sie hatte noch versucht Pia zur Vernunft zu bringen, flehte die Freundin an, ihre Freundschaft noch einmal zu überdenken, aber es führte kein Weg dahin. Anfala war außer sich, sie konnte und wollte nicht begreifen, dass sie Pia nie wieder sehen würde. Im Streit gingen sie auseinander und das war gerade der Moment, wo Eirik Greenbriar betrat. Auch er war verwirrt, als er sie und Pia sah und drehte sich gleich wieder um und ging fort. Pia verschwand ebenfalls. Nach ewigen Zeiten kam Eirik zurück und nahm sie in den Arm, froh – ihn wieder bei sich zu haben, umarmte ihn Anfala leidenschaftlich. Genau in diesem Moment kam Pia um die Ecke und sah diese Szene. Wütend warf sie Anfala den Schlüssel des Hospitals vor die Füße und lief weg, weg für immer.

Anfala schaut traurig vor sich hin, Greenbriar ist ohne Pia, für sie nicht mehr das, was es war. Pia gab ihr Mut, bestärkte sie in allem was sie tat, unterstützte sie und hörte zu, wenn Anfala mal wieder jemanden zum Reden brauchte. Keiner würde das ersetzen können – keiner.
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Pia Dandelion
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Post by Pia Dandelion »

Pia stand an der Reling am Heck der "Esmeralda", jenem Schiff, welches ihre Familie und sie zurück nach Kolandia bringen sollte. Sie schaute traurig zurück zu dem Hafen, der nun, da alle Segel gesetzt waren und das Schiff Fahrt aufgenommen hatte, schnell kleiner wurde. Der vom Festland wehende Wind zerrte an ihrem Haar und an ihrer Robe, als wolle er sie von Bord fegen.
"Das ist nun das Ende?", dachte sie. Sie war noch einmal nach Greenbriar gegangen, um Anfala den Schlüssel zum Hospital zurückzugeben, um ihr einige Dinge zu hinterlassen und ihr mitzuteilen, daß sie weggehen wollte. Sie wollte noch den Einwohnern Lebewohl sagen. Aber es war alles anders gekommen. Anfala hatte es ihr schwer gemacht, sich zu verabschieden. Sie hatte Pia mit ihrem Verhalten an den Rand des Wahnsinns gebracht und die Szene mit Eirik hatte ihr dann den Rest gegeben. Pia war sich sicher, hätte Oldra sie nicht begleitet und beschützt, sie hätte ihren Verstand in Greenbriar verloren.
Doch sie wollte es so nicht enden lassen. Sie hatte einen letzten Brief an Anfala verfaßt und es gab jetzt nur noch eine einzige Möglichkeit, ihn zu überbringen.
Vorsichtig nahm Pia ihre Elster aus dem Käfig, in dem sich der Vogel sichtlich unwohl fühlte. Leise flüsterte sie Nara zu: "Flieg zu Anfala! Bring ihr bitte diese letzte Botschaft!"
In dem Moment in dem Pia die Elster freigab, wußte sie, daß dies auch ein Abschied war. Nara würde nicht mehr zur ihr zurückkehren. Pia liefen die Tränen über die Wangen und tropften über Bord, wo sie sich dem Wasser des Meeres vermischten.
Last edited by Pia Dandelion on Tue Nov 07, 2006 11:28 am, edited 1 time in total.
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Anfala Atani
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Post by Anfala Atani »

Als Anfala aus der Tür des Hospitals in Greenbriar tritt hört sie das laute Schreien einer Elster. Sie blickt auf und weiß sofort Bescheid: Nara, was machst du hier, wo ist Pia? Anfala schaut sich um, aber außer der Elster ist keiner zu sehen. Anfala blickt auf Nara und sieht, dass sie um ihren Hals eine Schriftrolle trägt. Anfala ahnt nichts Gutes und nimmt mit zitternden Händen die Rolle vorsichtig von Naras Hals, die sich sogleich in die Lüfte erhebt.

Anfala geht mit langsamen Schritten zu ihrer Lieblingsecke, in der Hand die Schriftrolle von Pia. Als Anfala angekommen ist, setzt sie sich auf den Baumstamm und beginnt zu lesen. Sie kann nicht glauben was dort steht. Pia ist wirklich weg – weit weg von ihr und derzeit an Bord der Esmeralda, mit ihrer ganzen Familie auf dem Weg nach Kolandia. Kolandia – Anfala überlegt – wo liegt Kolandia? Anfala fließen Tränen übers Gesicht, nur schwach kann sie noch erkennen, dass Pia ihr viel Glück mit Eirik wünscht und sie hofft, dass sie sich mit Sima versöhne. Die letzten Zeilen kann sie nicht mehr lesen, ihr fällt das Pergament auf den Boden und sie versinkt in eine Art Dämmerschlaf.
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Anfala Atani
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Post by Anfala Atani »

Anfala erwachte an diesem Morgen und ihr war kalt. Sie hatte die Nacht ohne ihren Liebs-ten verbracht, weil sie keine Kraft mehr hatte, den weiten Weg nach Trolls Bane zu gehen. Nachdem sie am gestrigen Tag die Nachricht von Pia bekam, wollte sie nur noch weg - weg von Greenbriar. Sie nahm ihre Sichel und wanderte durch die Wälder, bis sie in Vars-hikar ankam. Dort stürzte sie sich an die Arbeit und konnte keinen klaren Gedanken fas-sen. In der Hand hielt sie immer noch das Pergament mit der letzen Nachricht ihrer Freun-din. Völlig erschöpft setzte sie sich an den Tisch am Brunnen und versuchte sich auszuru-hen. Sie war nicht mehr sie selbst, warum nur musste dieser Verlust so sehr an ihr zehren? Die Bedeutung dieser Freundschaft, wurde ihr erst jetzt richtig klar, wo sie sie verloren hatte. Als Anfala gedankenversunken hochschreckte blickte sie in das Gesicht von Mag-nus, der sie freundlich anschaute. Sie war verwirrt und konnte die Situation nicht deuten, aber sie war ihm sehr dankbar für diese Geste. Als sie später darüber nachdachte plagten sie große Schuldgefühle, hatte sie ihm Unrecht getan, hatte sie sich in was eingemischt was sie nichts anginge.

Anfala dachte nach, wie es nun weiter gehen sollte. Heute Abend hatte sie einen wichtigen Termin im Druidenhaus. Sie wollte Frieden schließen, sie hatte keine Kraft mehr, sich zu wehren. Ihre Erwartungen an den Cirkel und an deren Mitglieder waren wohl zu hoch ge-steckt, dass sie sich in ihrem Tun und Ansichten verrannte. Dieses Treffen würde ent-scheiden, ob sie den Weg - Druidin zu werden - weiter verfolgen würde. Die Vorwürfe gegen sie waren scharf und ihr Problem, in solchen Situationen leicht die Kontrolle zu ver-lieren, machte es nicht leichter, sich zu verteidigen. Sie hatte das Gefühlt das keiner sie verstand und ihr Bedürfnis nach Austausch, ihr zusätzliche Probleme bereitet hatten. Pia hatte sie immer verstanden - ihr geraten, nicht immer das was Anfala hören wollte, aber es hatte ihr geholfen, nicht aufzugeben.

Anfala hielt das Pergament und den Schlüssel des Hospitals von Greenbriar in der Hand. Wie würde es weiter gehen - sollte sie den Schlüssel abgeben?
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eirik-thorfastsson
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Post by eirik-thorfastsson »

Ein muffeliger Geruch stieg Eirik in die Nase als er erwachte. Um ihn herum war es nicht wirklich hell. Eirik hielt sich seinen heftig dröhnenden Kopf und richtete sich unter Schmerzen wieder auf. Etwas verwirrt schaute er sich um. Er musste in der Gruft hinter der Grauen Rose eingeschlafen sein. Zu gut kannte er doch diese. Eine heftiger Biergestank stieg ihm aus seiner Kleidung in die Nase als er aufstand und von dem Weinfass runter kletterte. Langsam erinnerte er sich wieder, wieso ihm der ganze Körper schmerzte und er voller Prellungen und Schnittwunden war. Missgelaunt hatte er sich am Vorabend in die Taverne gesetzt und sich mit Bier vollaufen gelassen. Trotz des vielen Bieres fühlte er sich dieses Mal nicht wirklich besser. Ausserdem hatte er nicht lust, in diesem Zustand Anfala über den Weg zu laufen. Er konnte sich nur zu gut Vorstellen, welches Schauspiel das gäbe! Er schnappte sich sein Schwert und machte sich auf zur Gruft. Dort würde sie ihn sicher nicht suchen. Er hatte es ihr doch untersagt, diese zu betreten oder auch nur in deren Nähe zu kommen. Dort würde er seine Ruhe haben und seine Gedanken wieder etwas ordnen können!
Wie gut fühlte es sich doch an, als der Zorn in ihm wieder aufflackerte und er mit seinem Schwert wie wild auf die Untoten einschlug. Der Zorn war das, was er kannte und was ihm immer bleiben würde. Und es fühlte sich gut an ihn hier hemmunglos auslassen zu können. Er wusste nicht mal, wie lang er dort wirklich war, aber irgendwann verliessen ihn seine Kräfte. Sein Körper war bereits übersäht mit Prellungen und kleineren Schnittwunden. Er würde es nicht mal mehr raus aus dem Gebäude schaffen. Er kletterte auf das Weinfass, welches in einer Ecke des Raum stand und nickte dort vor Erschöpfung ein. Immer mit einer Hand beim Schwert. Hier würde er seine Ruhe haben und in dieser dunklen Ecke würde ihn auch niemand sehen.
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eirik-thorfastsson
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Post by eirik-thorfastsson »

Es war wie in einem Albtraum, was er heute erlebt hatte. Hatte er nun einen seiner besten Freunde auch noch verloren?
Er war wütend. Dieser Kerl - Lutz - er hatte ihn in diesem Zustand einfach alleine gelassen. Er wollte doch Hilfe holen, doch als er zurück kam war Artenk verschwunden. Er ärgerte sich über sich selber. Er hätte die beiden niemals alleine lassen sollen! Er hätte es doch besser wissen müssen! Nun machte er sich schwere Vorwürfe, doch er konnte ihn einfach nicht mehr finden. Vielleicht hatte der Kerl ihm auch etwas angetan? Was wusste er den schon! Unruhig verrichtete Eirik an diesem Tag seinen Dienst und verzog sich so bald er konnte wieder in die Gruft zum Training...
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Anfala Atani
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Post by Anfala Atani »

Anfala lief ohne Orientierung im Wald umher, sie begriff nicht was geschehen war und was sie fühlen sollte. Aber fühlen wollte sie nicht wirklich etwas, besser so, als alles andere. Weit trugen sie ihre Füße nicht, in der Nähe des Druidenhauses lies sie sich unter einem Baum nieder, schloss die Augen und fiel in einen nicht enden wollenden Schlaf.
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eirik-thorfastsson
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Post by eirik-thorfastsson »

Eirik Thorfastsson lehnte sich auf dem nördlichen Wachturm auf die Zinnen und schaut nachdenklich über die Stadt. Es war ein sehr anstrengender Tag gewesen. Kurz zuvor hatten Wölfe durch den Eingang dieses Turmes die Stadt gestürmt. Glücklicherweise konnten diese sehr rasch wieder gestoppt werden, bevor sie in der Stadt Schaden anrichten konnten. Doch die Wölfe waren nicht das Problem, über welches er gerade nachdachte. Seine kleine Elfe - Anfala - er hatte sie schon einige Zeit nicht mehr gesehen. Wo bist du meine süsse und wieso bist du nicht hier bei mir? Er wünschte sich nichts sehnlicher, als das sie jetzt hier wäre um die Nacht in seinen Armen zu liegen. Er machte sich auch langsam Sorgen. Schon zu lange hatte er sie nicht gesehen. Was sie wohl gerade machte? Und wie es ihr ginge? Am liebsten wäre er aufgebrochen um sie zu suchen. Doch er wusste nur zu gut, dass auch sie Orte kannte, wo er sie niemals suche würde. Es würde keinen Sinn haben. Schon gar nicht jetzt in der Dunkelheit der Nacht. Doch viel länger würde es nicht mehr aushalten ohne sie. Das wusste er bestimmt...
Auch das Gespräch mit Gerron hatte ihn weiter aufgewühlt. Sollten sie dieser Stadt wirklich den Rücken kehren? Eirik war sich äusserst unsicher. Er wusste sich keine Antwort auf diese Frage. So lange er auch schon überlegte. Es fiehl ihm einfach keine Antwort ein. So wartete er nervös auf die Antwort, die den Wachen von Trolls Bane hoffentlich sehr bald mehr Klarheit bringen würde...
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Anfala Atani
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Post by Anfala Atani »

Als Anfala aufwacht, schaut sie sich um und bemerkt, dass sie unter einer Tanne auf dem Waldboden liegt. Sie muss mehr als 24 h geschlafen haben und fühlt sich noch immer etwas matt. Anfala erhebt sich und läuft im Wald umher um sich zu orientieren. Ihre Beine sind immer noch etwas wacklig und ihr Hals schmerzt stark. Als Anfala aus dem Wald tritt bemerkt sie, dass sie ganz in der Nähe des Druidenhauses ist. Anfala läuft mit langsamen Schritten zum Haus und versucht sich zu erinnern, was bei dem gestrigen Treffen geschehen ist. Als sie näher kommt sieht sie, dass eine neue Nachricht am Brett veröffentlicht wurde Neugierig schaut sie auf die von Yridia Anar veröffentlichten Zeilen und kann es kaum fassen, was sie dort liest. Da steht wortwörtlich, dass Anfala den Zirkel der Druiden verlassen hat. Anfala setzt sich fassungslos auf den Boden und überlegt. Sie hatte Yridia gebeten, ihr noch Zeit zu geben, da es ihr im Moment nicht gut ging – das waren ihre Worte, als Yridia ihr vorschlug, die Prüfung zur Druidin zu absolvieren. Und sie erinnert sich, dass Yridia sagte, dass sie dann den Zirkel verlassen müsse. Ja, so war es – sie „müsse“ den Zirkel verlassen, das waren ihre Worte. Anfala schüttelt den Kopf. Sie war zu schwach um sich dagegen aufzulehnen und ging – so war es! Warum nur, warum wurden immer und immer wieder ihre Worte verdreht? Hatten sie nur darauf gewartet, Anfala loszuwerden. Anfala erinnert sich, dass auch Sima jetzt erst die Prüfung abgelegt hatte und schon sehr lange Schülerin bei den Druiden war. Warum wurde Anfala sofort des Zirkels verwiesen, weil sie um Zeit bat, warum?
Anfala steht vor dem Brett und kann es nicht fassen. Sie weiß nicht ob sie weinen oder laut lachen soll – aber ihre Halsschmerzen verbieten ihr jede Art von Lauten.

Anfala lässt sich auf den Boden sinken und überlegt, wie sie auf diese Mitteilung reagieren sollte. So wie früher, wo sie versucht hat, diese unerbittlichen Beschuldigungen und Gemeinheiten gegen sie zu entkräften oder sollte sie einfach froh sein, dieser „Kette“ wie sie es in letzter Zeit immer und immer mehr empfand, entkommen zu sein.

Pia – Pia wüsste was zu tun ist. Aber sie war fort – weit fort und Anfala stand da und wusste sich keinen Rat.

Anfala starrt vor sich in und ihre Gedanken gehen zu Eirik. Eirik, welche Bedeutung hatte er in ihrem Leben, war er für sie nur eine Ablenkung, die sie brauchte, um nicht ganz durchzudrehen. Sie glaubte ihn zu lieben – eine verbotene Liebe, für die sie viel Kraft brauchte, wenn sie für immer mit ihm zusammen bleiben wollte - aber woher nehmen, diese Kraft? Oder war es doch nur diese körperliche Anziehungskraft, die er auf sie hatte? Konnte er ihr mehr geben, konnte er Pia ersetzen, ihr beistehen wenn sie ihn brauchte und das nicht mit einer Waffe sondern mit Rat und Tat? Konnte er sich in ihre Lage und die Situation, in der sie sich befand, versetzen und sie verstehen? Vertraute er ihr überhaupt, oder brachten die Probleme, die sie mit den Druiden hatte, ihn auch nur zum Zweifeln – zum Zweifeln an ihrer Aufrichtigkeit.

So viele Fragen, die ihr durch den Kopf gingen. Anfala blickt ratlos vor sich hin. Oder war er wirklich nur für sie eine Ablenkung die sie brauchte, um nicht ganz durchzudrehen? Wohin sollte sie jetzt gehen? Sie wusste es nicht!!! Wie würde ihr Leben weiter gehen? Würde es ein „weiter“ für sie geben oder starb alles in ihr?
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Anfala Atani
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Post by Anfala Atani »

Anfala fasst den Entschluss, sich diese Gemeinheit nicht gefallen zu lassen. Mit zitternden Händen und voller Wut steht sie vor dem Druidenhaus und schreibt auf, was ihr im Moment so durch den Kopf geht.

Diese gemeine Bekanntgabe weckt ihren Kampfgeist! Sie weiß noch nicht, wie es weiter gehen wird - aber eins weiß sie, sie muss sich wieder aufrappeln!!!
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eirik-thorfastsson
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Post by eirik-thorfastsson »

Früh am morgen, noch bevor die ersten Sonnenstrahlen die Insel mit ihrer wärme berührten wachte Eirik Thorfastsson in Anfalas Armen auf. Er war immer noch in Briar, obwohl er Gerron gesagt hatte, er würde nicht lange wegbleiben. Sanft löste er sich aus der Umarmung der Schlafenden Elfe und deckte sie liebevoll mit dem warmen Wolfsfell zu. Leise suchte er seine Rüstung zusammen, die überall auf dem Platz verstreut lag und versuchte sich ohne ein Geräusch zu erzeugen in diese zu zwängen. Obwohl im dies nicht ganz gelang, wachte die Elfe nicht auf. Sie musste sehr erschöpft sein, so tief wie sie schlief! Auch sein Schwert und seinen Schild hatte er am Vorabend eilig auf den Rasen geschmissen und er hob beides nun aus dem vom Morgentau feuchten Gras. Er musste dringend zurück in die Stadt! Nicht das jemand noch denken würde, er vernachlässige seine Pflichten...
Einen kurzen Moment hielt er noch inne, betrachtete das Gesicht seiner schlafenden Liebsten. Mit ihren etwas verwuschelten, roten Haaren und dem entspannten Gesichtsausdruck schien sie ihm noch schöner als je zu vor. Sanft strich er noch einmal mit seinen groben Händen über ihr zartes Gesicht und küsste ihre Stirn. Noch ein letztes Mal für diese Nacht flüsterte er ihr zärtlich einen Liebesschwur ins Ohr, auch wenn er wusste das sie in ihrem tiefen Schlaf kaum etwas davon mitbekommen würde. Dann drehte er sich etwas wehmütig um und lief in Richtung Trolls Bane...
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Anfala Atani
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Post by Anfala Atani »

Anfala erwachte an diesem Tag und die Sonne schien bereits hoch am Himmel. Ihr Liebster war bereits weg. Anfala schaute in den Himmel und war glücklich. Es war ein schöner Abend mit Eirik, sie hatten über vieles reden können.

Den ganzen Tag lief Anfala umher, um nach Kräutern zu suchen. Am Nachmittag begegnete ihr ein alter Freund und sie freute sich. Sie hatte Lutz lange nicht gesehen, wusste aber bereits, dass er wieder zurück war. Eirik hatte ihr eigenartige Dinge über Lutz erzählt. Sie wusste nicht was sie davon halten sollte und wollte sich ein eigenes Urteil bilden.

Nach stundenlanger Arbeit, sie wollte sich gerade einen Schlafplatz in Greenbriar suchen, weil ihr die Beine weh taten und sie den Weg zu Eirik nicht mehr gehen konnte, da tauchte er plötzlich auf. Sie freute sich und umarmte ihn, aber plötzlich erschrak sie. Seine Augen waren voller Wut und er machte ihr Angst. Er erklärte ihr, dass er Lutz getroffen hätte und er von ihr grüßte, worum Anfala Lutz auch gebeten hatte, später dann – als sie in der Gruft waren – unterhielten sie sich und Lutz beleidigte ihn.

Dies war nun der Grund – warum er wütend vor ihr stand. Anfala verstand das nicht, vor allem nicht, was dies mit ihr zu tun hatte. Sie hatte ihm einen Gruß bestellt – aber war das ein Verbrechen. Sie stritten sich beide und Eirik verlies wütend Greenbriar.

Anfala lief ihm verzweifelt hinterher, aber sie konnte ihn nicht einholen. Als sie Lutz in Trolls Bane traf, stellte sie ihn zur Rede, was wohl geschehen war. Lutz schilderte ihr die Situation und Anfala wurde klar, dass Eirik eifersüchtig war.

Anfala lief los um Eirik zu suchen, sie wollte die Angelegenheit klären. Als sie ihn fand saß er betrunken am Tresen der Taverne. Anfala war fassungslos, der Mann den sie liebte betrank sich und er wusste, dass sie das am Meisten hasste. Enttäuscht ging sie zum Markt und setzte sich ans Lagerfeuer.

Am Lagerfeuer kam Lutz auf sie zu und sie redeten, bis Eirik kam und alles außer Kontrolle geriet. Anfala musste sich von dem ekligen Gestank des Bieres übergeben. Eirik warf ihr vor, das sie ihn nie geliebt hätte, es gab einen erneuten Streit, Anfala war außer sich über die Anschuldigungen. Wütend lief sie weg und konnte nicht fassen, dass sie nun wieder einmal einen lieben Menschen verloren hatte. Sie liebte Eirik das tat sie – von ganzem Herzen – seine Vorwürfe verletzten sie bis ins Mark und er glaubte sich im Recht, sie konnte nichts dagegen tun und fühlte sich auch nicht im Stande dazu. Diese Anschuldigungen waren einfach absurd und der Schmerz den sie dabei fühlte, war unbeschreiblich.

Da war es wieder mal –dieses Gefühl – das Liebe nur Schmerz verursacht und alles nur zerstört – alles!!!!!

Anfala war bestimmt keine Frau ohne Stolz – aber den Stolz, den Eirik mit sich trug, der ging ihm über alles – über alles!!!!
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eirik-thorfastsson
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Post by eirik-thorfastsson »

Zutiefst verletzt und heftig schwankend reiste Eirik mit einem magischen Portal nach Briar. Dieser Tag kam ihm vor wie in einem Albtraum. Was war nur passiert? Anfalas Worte hatten ihn zu tiefst verletzt. Er solle sich benehmen wie ein Mann, waren ihre Worte. Was den nun? Dachte er sich. Durfte er keine Gefühle mehr zeigen?
Er hatte das Gefühl, jedesmal das Falsche zu tun. Wenn er ihr von seinen Gefühlen erzählte war es falsch. Wenn er ihr dies nicht erzählte war es auch falsch. Was sollte er bloss tun? Er liebte sie doch so sehr und wünschte sich nichts mehr, als wäre dies alles nicht passiert.
Nach diesem ersten Streit in Briar hatte er das Gefühl dass er sich jetzt einfach betrinken musste. Er hielt diese Gefühle in sich nicht mehr aus. Er betrank sich in der Taverne und rechnete nicht damit dass die Elfe ihm gefolgt war. Sie konnte es gar nicht verstehen, als Eirik stockbetrunken vor ihr stand. Eirik konnte sich gar nicht mehr wehren, zu viel Alkohol hatte er getrunken. Dabei wünschte er sich nichts mehr, als das er dies nicht getan hätte. Mitten im Streit rannte sie davon. Was hatte er nur getan? Wohin war sie nur gegangen? Er musste sie finden, er musste mit ihr reden... Sie hatte ihm doch versprochen das sie niemals so auseinander gehen würden. Verdammt, er liebte sie doch so sehr. Und er hatte sich bereits den ganzen Tag gefreut, sie abends wieder zu sehen. Doch er hätte sich nie ausmalen können, das so etwas passieren würde. Als Eirik in Briar ankam, ging er sofort zu Anfalas Lieblingsplatz. Er würde warten. Irgendwann würde sie hierher kommen. Er müsste nur Geduld haben. Er legte sich auf dem Platz, wo er vergangene Nacht zusammen mit ihr geschlafen hatte und fiehl schon bald in einen tiefen Schlaf...

Nachts erwachte Eirik nochmals und holte ein Stück Pergament aus seiner Tasche und etwas Tinte. Mittlerweile brummte sein Schädel zwar heftig, doch er war langsam wieder bei Sinnen. Er fing an mit etwas schmieriger Schrift einen Brief zu schreiben. Mit einem kurzen Pfiff holte er eine braune Taube vom Baum über ihn. Er holte ihr einige Brotkrümmel aus der Tasche, die sie gierig frass. Dann hielt er ihn den zusammengerollten Zettel hin, den sie sofort mit dem Schnabel packte: "Du musst Sie suchen und ihr das bringen". Die braune Taube machte sich sofort auf in die Lüfte und verschwand...
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Anfala Atani
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Post by Anfala Atani »

Als Anfala erwachte war sie noch immer in Trolls Bane. Das vergangene erschien ihr wie ein Albtraum. Langsam musste sie nach vorne schauen, sie hatte zu tun und keine Zeit um Trübsal zu blasen. Also machte sie sich auf und suchte nach Kräutern um ihre Vorräte aufzustocken. Sie würde arbeiten - arbeiten um zu vergessen!!!
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eirik-thorfastsson
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Post by eirik-thorfastsson »

Eirik wachte am Morgen mit ziemlich Kopfschmerzen in Briar auf. Er trug nur noch leichte Lederkleidung. Er erinnerte sich daran, seine Rüstung, sein Schwert und seinen Schild am Vorabend ausgezogen und irgendwo hin gelegt zu haben. Er hatte keine Kraft mehr diese zu tragen. Und es war ihm egal. Er brauchte sie nicht mehr. Der schutz seines Lebens schien ihm unwichtig.
Er setzte sich ans Wasser um sich zu waschen und betrachtete sein Spiegelbild. Ein bleiches, müdes Gesicht und matte trübe Augen blickten ihm aus dem Wasser entgegen. Seine Augen hatten jegliches leben verlohren. Das funkeln in den strahlend blauen Augen war vollkommen verschwunden und sein Gesicht war weiss wie Kreide. Müde und kaputt sah er aus. Er erkannte sich selber fast nicht mehr. Von dem einstmals stolzen Krieger war nur noch ein häufchen Elend übrig geblieben.
Den ganzen Tag sass er dort am Wasser, schaute unfähig etwas zu denken ins Wasser. Sie musste doch kommen! Sie hatte es ihm versprochen! Doch sie kam nicht, nicht einmal eine Antwort erhielt er. Was sollte er tun? Zurück nach Trolls Bane konnte er kaum. Er wollte nicht das ihn jemand so sah. Dachte sie überhaupt an ihn? Tat es ihr auch nur halb so weh was passiert war, wie es ihm weh tat? Er war unfähig überhaupt etwas anderes zu tun als hier zu sitzen und zu warten...Sie musste einfach kommen...Irgendwann
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eirik-thorfastsson
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Post by eirik-thorfastsson »

Mit zittrigen Händen nahm Eirik den kleinen Zettel an sich, den die Taube ihm vor die Füsse geworfen hatte. Einige Zeit lang starrte er diesen nur an. Sollte er ihn wirklich lesen? Er setzte sich auf einen der Baumstämme und betrachtete immer wieder diesen Zettel. Schliesslich öffnete er diesen ungeschickt und fing an zu lesen. Es traf ihn wie ein Schlag. Sie würde nicht kommen! So sehr hatte er gehofft, sie würde kommen. Doch schwarz auf weiss stand es hier und machte seine Hoffnungen zu nichte. Was sollte er den nun tuen? Unsinnig wäre es, hier weiter auf seine liebste zu warten. Er sollte sich aufrappeln und sich nach Hause schleppen. Wahrscheinlich hätte noch niemand gemerkt, dass er seinem Dienst fernblieb. Doch konnte er diesen in seinem Zustand überhaupt nach gehen? Wäre er überhaupt fähig ein Schwert zu halten? Er musste es versuchen. Er musste zurück..
Doch vorher schickte er seine Taube mit einem Brief im Schnabel richtung Trolls Bane...
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Anfala Atani
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Post by Anfala Atani »

Anfala hält die Nachricht von Eirik in den Händen und lächelt. Vielleicht hat unsere Liebe doch noch eine Chance! Anfala atmet erleichtert auf und freut sich auf die Rückkehr von Eirik nach Trolls Bane. Wir werden wohl reden müssen. Eifersucht - so wie sie Eirik empfindet - könnte ihre Liebe zerstören.
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Lutz
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Edit by Keikan:
Entfernt.
Erst lesen Lutz, dann posten.
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