Posted: Sun Jan 25, 2009 12:14 pm
Hoher Schnee bedeckte die Lande der Mark schon seit einigen Tagen. Rhianna hatte aufgegeben sie zu zählen, die Norodaj benutzten ohnehin kaum jemals einen genauen Kalender. Ihr Kalender war die Natur, der Wechsel von Jahreszeit, Tag und Nacht. Hell und dunkel, warm und kalt - es geschah alles nach dem Willen der Götter und so war es auch gut.
Sie trat aus dem Langhaus, weissen Atemdampf vor ihr. Hinter sich konnte sie die erwachenden Marker ob des Schwalles kalter Luft unwillig grummeln hören. Aber der Geruch ihrer schwitzenden Körper, gemischt mit Kochdämpfen und ungewaschenen Kleidern, hing so dicht im Langhaus dass sie davon absah, die Tür zu schliessen. Nur gut dass es mal wieder gelüftet wurde.
Sie ging über den Hof, jeder ihrer Schritte senkte sich durch die Schneedecke und hinterließ einen tiefen Abdruck. Rhianna seufzte als ihr klar wurde: Die Bork war eingeschneit. Schon wieder schneeschippen.
Seit der Winter begonnen hatte hockten sie hier aufeinander und alle wurden jeden Tag zunehmend gereizter. Harte Arbeit an der kalten Luft, danach einen ihrer Eintöpfe zum Aufwärmen, die sie allesamt jetzt schon nicht mehr sehen konnten. Oh ja, Rhianna waren die Spannungen nur zu bewusst. Wenn die Männer und Frauen abends müde ums Feuer saßen, dann wurden die Kinder erst so richtig munter. Und sie konnten einem in der Tat auf die Nerven fallen. Besonders Ylva und Harald, die überall herumkrochen und -wuselten, alles auf den Kopf stellten, durcheinanderwirbelten, sich lauthals stritten und rauften.
"MACH DIE VERDAMMTE TÜR ZU!!!" brüllte einer der Krieger, Rhianna wusste nicht sicher, welcher. Wenn sie zornig wurden klangen sie alle gleich. Aber nicht nur ihnen konnte der Geduldsfaden reissen.
Mit blitzenden Augen stürmte sie ins Langhaus, und klatschte auffordernd in die Hände, drei- oder viermal.
"Raus mit euch, aber ALLESAMT! Raus und schneeschippen! Aber dalli!" Ihr Befehlston übertraf den ihres Mannes in seinen kühnsten Stunden mühelos. Und wäre sie nicht die Frau des Jarls gewesen, hätte sie auch nie so mit einer Horde Barbaren gesprochen.
Sie trat aus dem Langhaus, weissen Atemdampf vor ihr. Hinter sich konnte sie die erwachenden Marker ob des Schwalles kalter Luft unwillig grummeln hören. Aber der Geruch ihrer schwitzenden Körper, gemischt mit Kochdämpfen und ungewaschenen Kleidern, hing so dicht im Langhaus dass sie davon absah, die Tür zu schliessen. Nur gut dass es mal wieder gelüftet wurde.
Sie ging über den Hof, jeder ihrer Schritte senkte sich durch die Schneedecke und hinterließ einen tiefen Abdruck. Rhianna seufzte als ihr klar wurde: Die Bork war eingeschneit. Schon wieder schneeschippen.
Seit der Winter begonnen hatte hockten sie hier aufeinander und alle wurden jeden Tag zunehmend gereizter. Harte Arbeit an der kalten Luft, danach einen ihrer Eintöpfe zum Aufwärmen, die sie allesamt jetzt schon nicht mehr sehen konnten. Oh ja, Rhianna waren die Spannungen nur zu bewusst. Wenn die Männer und Frauen abends müde ums Feuer saßen, dann wurden die Kinder erst so richtig munter. Und sie konnten einem in der Tat auf die Nerven fallen. Besonders Ylva und Harald, die überall herumkrochen und -wuselten, alles auf den Kopf stellten, durcheinanderwirbelten, sich lauthals stritten und rauften.
"MACH DIE VERDAMMTE TÜR ZU!!!" brüllte einer der Krieger, Rhianna wusste nicht sicher, welcher. Wenn sie zornig wurden klangen sie alle gleich. Aber nicht nur ihnen konnte der Geduldsfaden reissen.
Mit blitzenden Augen stürmte sie ins Langhaus, und klatschte auffordernd in die Hände, drei- oder viermal.
"Raus mit euch, aber ALLESAMT! Raus und schneeschippen! Aber dalli!" Ihr Befehlston übertraf den ihres Mannes in seinen kühnsten Stunden mühelos. Und wäre sie nicht die Frau des Jarls gewesen, hätte sie auch nie so mit einer Horde Barbaren gesprochen.