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Posted: Mon Nov 13, 2006 2:09 am
by eirik-thorfastsson
Eigentlich hätte Eirik traurig sein sollen. Doch er fühlte sich befreit. Er hatte genug davon ihr Rechenschafft über sein verhalten abzulegen. Er hatte genug davon ständig das unverständniss für ihn in ihren Augen zu sehen.
Nach dem Gespräch mit ihr war er zuerst sehr aufgewühlt gewesen und machte sich auf den Weg zur Taverne auf. Glücklicherweise traf er unterwegs einen guten Freund, ebenfalls ein Elf. Da diesem nicht unbemerkt blieb, dass sich Eirik nicht gut fühlte, fing er an mit ihm zu reden. Wie gut es Eirik tat sich endlich aussprechen zu können. Von Anfala hatte er sich stehts unverstanden gefühlt. Doch sein Freund konnte sehr gut nachvollzioehen was schief gelaufen war. Nach einem längeren Gespräch fühlte sich Eirik befreit. Sein Kopf war leer. Den Schmerz über den Verlust fühlte er immer noch in seinem Herzen, doch er fühlte sich weitaus weniger schlimm an. ER wusste, die anderen hatten recht. Es hätte keinen Sinn gehabt. Sie hätten sich niemals verstanden. Er hatte es versucht, sie zu verstehen, doch vielleicht war er dabei wirklich gescheitert. ES tat ihm leid, dass sie auf diese Art auseinander gehen mussten, doch er wusste, es war besser. Die dauernden Anschuldigungen von der Person die er am meisten liebte auf dieser Insel waren ihm zu viel geworden. Sie verstand es nicht, wenn er ein Bier trinken ging. Sie verstand es nicht, wenn er trainieren musste. Sie verstand es nicht, dass er nebst seinen verpflichtungen nicht immer Zeit haben konnte. Sie verstand ihn nicht wenn er wütend war. Ja, sie hatte sogar angst vor ihm. Und dies verletzte ihn erneut zu tiefst. Wenn sie ihn jemals geliebt hätte, hätte sie wissen müssen dass er niemals fähig wäre ihr etwas zu tun. Sie vertraute ihm nicht. Nicht im Geringsten. Ihre Worte waren schlimmer als Schwerthiebe mitten in sein Herz. Sie wusste besser, mit ihren Worten einen Kampf zu führen als er es jemals mit seinem Schwert vermögen würde.
Und dann dieser Lutz! Kaum kamm er von dem entgültigen Gespräch mit Anfala zurück, wurde er von diesem Kerl auch noch angefaucht. Zu diesem Zeitpunkt war sein Herz noch voller Schmerz über den verlust. Und es machte ihn noch wütender auf diesen Kerl. Er wusste, vieles was Anfala gesagt hat, musste von ihm kommen. Er hatte Anfalas Herz mit seinen Worten vergiftet. Das war ihm klar. In diesem Moment schwor er sich, er würde es diesem Kerl eines Tages heimzahlen...
Er hätte traurig sein müssen. Doch er fühlte sich nun einfach leer - und irgendwie befreit. Diese Beziehung wahl wohl von Anfang an zum scheitern verurteilt gewesen. Sie hätten es wissen müssen. Zu verschieden waren sie. Trotzdem musste er an diesem Abend an die schönen Zeiten denken - ja, diese gab es auch. Auch wenn es nicht viele waren in der viel zu kurzen Zeit. Er würde versuchen an diese zu denken. Und nicht an das viele leid und den schmerz. Er wollte diese kostbaren Momente in seinem Herzen behalten...
Edit by Keikan:
OOC entfernt.
Ich sags euch immer wieder: PM ist das Wundermittel.
Posted: Thu Nov 23, 2006 3:04 pm
by eirik-thorfastsson
Eirik war gerade auf dem Weg zur Taverne, als die Taube ihm einen Zettel vor seine Füsse warf. Etwas verblüfft hob er diesen auf, doch als er ihn in seinen Händen hielt konnte er sich nur zu gut vorstellen, wer der Schreiber dieses Briefes war. Lange stand er dort und betrachtete nachdenklich das zusammengerollte Pergament. Sollte er diesen Brief wirklich lesen? Er hatte eine entscheidung getroffen, auch wen diese noch so hart war. Er musste standhaft bleiben, auch wenn es ihm das Herz zerbrach. Sein Verstand sagte ihm, dass seine Entscheidung richtig war. Doch sein Herz sagte ihm etwas ganz anderes. Und er wusste auch, dass es nicht viel brauche würde, dass er all seine Überlegungen wieder über den Haufen werden würde. Ein Wort...Eine Berührung...Und er würde seinen Verstand verlieren...
Posted: Thu Nov 23, 2006 6:47 pm
by Anfala Atani
Anfala sitzt traurig am Feuer. Sie hatte Eirik gestern noch ein Pergament geschickt, nachdem sie von ihm – völlig unverhofft eine Nachricht erhielt. Diese Nachricht war unmissverständlich, er hatte abgeschlossen mit ihr und sie musste begreifen, dass dies das Ende war. Das Gespräch gestern mit einer Frau in der Taverne von Briar hatte ihr etwas Ruhe und anschließenden Schlaf gegeben. Anfala hatte alles versucht, diesen Mann wieder für sich zu gewinnen, aber er war nicht bereit zu kämpfen – für diesen Kampf war er nicht bereit, Flucht und Resignation war seine einzigste Antwort und das tat Anfala weh, sehr weh. Zu viele hatten ihm in der Vergangenheit klar gemacht, dass diese Beziehung keinen Sinn hatte und genau das bestärkte Eirik aufzugeben. Anfala fühlte sich außer Stande weiterhin dagegen anzukämpfen, der Einfluss den sie auf Eirik hatte war nicht so groß, wie sie es sich erhofft hatte, er hörte lieber auf andere als auf sein Herz und auf sie. Sie hatte und bekam keine Chance und sie musste ihrem Leben einen neuen Sinn geben – aber was, was war von alldem, was sie am Anfang so hingebungsvoll Tat, noch geblieben?
Posted: Fri Nov 24, 2006 1:02 am
by eirik-thorfastsson
Eirik setzte sich im Wald unter eine Tanne und nahm den Brief wieder in die Hand. Er musste ihn lesen! Etwas zöglich rollte er das kleine Pergament auf und erkannte sofort die Handschrift. Er hatte sich im Absender nicht geirrt - er war von Anfala. Er holte tief Luft und fing an ihn zu lesen. Er lies den Brief einmal, zweimal, ja sogar dreimal. Danach lehnte er sich sichtlich durcheinander an die Tanne und schloss seine Augen seufzend. Was sollte er nur tun? Sein Herz wollte sie doch auch zurück und er hätte dafür alles gegeben. Doch sein Verstand sagte ihm, dass dieser Kampf bereits im Vorfeld verlohren war. Wie lange würde es dauern, bis sie wieder gleichweit wären? Wie viel Schmerz müssten sie beide noch erleiden, nur um zum Schluss zu sehen, dass sie diese Schlacht nicht gewinnen können? Oder irrte sich sein Verstand vielleicht doch und er sollte seinem Herzen folgen? Vor seinen geschlossenen Augen sah er Anfalas Gesicht, wie er es immer gesehen hätte wenn sie in seinen Armen lag und ihn anlächelte. Wäre sie jetzt doch nur hier...Mit einem traurigen lächeln schüttelte er ab sich selber den Kopf. Was würde das wohl ändern? Nichts!
Traurig schaute Eirik in den Sternenhimmel und dachte an sie. Würde sie dies auch tun? Denn Sternenhimmel betrachten und ihn vermissen?
Wieder schüttelte er leicht den Kopf ab seinen eigenen Gedanken. Ich muss wirklich den Verstand verlohren haben...
Wirklich das Ende????
Posted: Sun Dec 31, 2006 6:07 pm
by Anfala Atani
Anfala hatte sich auf die Insel Varnima zurückgezogen. Sie wollte allein sein und über das Vergangene nachdenken. Die letzten Monate mit Eirik waren wunderschön, sie hatte jeden Moment mit ihm genossen und sie stritten auch nicht mehr. Alles verlief in ihrer Beziehung friedlich und Eirik machte auf sie einen zufriedenen Eindruck, was Anfala einerseits erfreute aber auch anderseits Angst machte, weil Eirik von Zukunftsplänen sprach, die sie ihm nicht zerstören wollte. Sie wollte die Zeit mit ihm genießen, so lange sie anhielt.
Alles verlief gut, bis eines Tages dieser Magier-Elf Unruhe in ihr und Eiriks Leben brachte. Er gab den beiden unmissverständlich zu verstehen – das ihre Verbindung eine Schande sei und drohte damit, sollten dieser Beziehung Kinder hervorgehen, sie zu töten. Dies alles erfuhr Anfala erst später von einem guten Freund, den sie sich nach diesen schweren Drohungen, anvertraute. Anfala hatte Angst – große Angst – was genau wusste dieser Magier-Elf, wusste er woher sie kam und wer sie wirklich war? Sie durfte Eirik nichts davon erzählen, nichts von diesen Drohungen, die der Magier ausstoß.
Anfala versuchte das Geschehene zu verdrängen wusste aber, dass sie Eirik eines Tages die Wahrheit sagen musste. Dieser Gedanke lies sie von da an nicht mehr los, weil sie nur zu gut wusste, wie Eirik darauf reagieren würde.
Wochen vergingen und ihre Liebe hätte nicht größer sein können, alles lief so – wie es sich zwei Verliebte nur hätten wünschen können, bis ganz plötzlich, als sie beide mit Freunden in der Taverne in Briar zusammen saßen, an Anfala die Frage gerichtet wurde, ob sie Eiriks Frau sei. Anfala verneinte die Frage und gab dem Fragenden zu verstehen, das sie seine Freundin sei. Eiriks Reaktion auf Anfalas Antwort verletzte ihn tief und er rannte aus der Taverne. Anfala lief erschrocken hinter Eirik hinterher – konnte ihn aber nicht beruhigen, er lief los und lies sie stehen. Anfala stürmte ihrem Liebsten hinterher, wollte die Situation aufklären aber sie fand ihn nicht. Immer weiter gelangte sie in das tiefste Grauen, sie war wie von Sinnen und rief immer wieder nach Eirik. Als Anfala zu sich kam – befand sie sich umgeben von Lava – direkt vor einem grauenvollen Altar und schickte mit letzter Kraft eine Nachricht an Eirik. Anfala zittert vor Angst – zu grauenvoll war die Umgebung – die sie umgab. Eirik eilte mit einem Freund herbei und alles schien wieder in Ordnung zu sein. Aber Anfala zweifelte, wieder war es geschehen – wieder gab es einen Bruch in ihrer Beziehung. In diesem Moment und an diesem Ort – im Beisein eines Zeugen – beschloss Anfala, Eirik die grausame Wahrheit über sich und ihre Zukunft mitzuteilen. Eirik reagierte fassungslos – er lief davon ohne eine Äußerung und bat nur noch seinen Freund, Anfala heil ans Tageslicht zu bringen. Der Freund gab sich große Mühe Anfala zu beruhigen und sie nach Briar zurückzubringen. Als Anfala in Briar ankam versuchte sie zu schlafen, fand aber keine Ruhe. Sie stand auf, wollte zu Eirik, wollte mit ihm reden. Als sie zu später Stunde ihn endlich über der Taverne fand, traf sie fast der Schlag. Er saß am Tisch mit dieser Frau – dieser furchtbaren Elfe – mit der er sie schon einmal betrogen hatte. Sie hatte ihm verziehen – zu groß war ihre Liebe zu Eirik. Aber dieser Anblick – das Versprechen, dass Eirik ihr gab, diese Frau nie wieder zu sehen, der war für Anfala unfassbar. Schnell rannte sie davon und konnte sich nur noch an der Mauer der Taverne übergeben.
Am nächsten Morgen, erwachte sie – alles tat ihr weh und sie war todunglücklich. Ihre Augen waren stark gerötet und brannten furchtbar. Eine Nachricht von Eirik flatterte vor ihre Füße und sie schöpfte erneute Hoffnung, mit ihm noch einmal über alles Reden zu können. Mit zitternden Händen entfaltete sie den Brief und las:
Liebste Anfala
Du weisst das ich zu dir stehe, und du weisst das ich dich über alles liebe.
Nur kann ich damit nicht leben. Alles was ich mir je gewünscht habe soll ich niemals haben dürfen?
Ich weiss nicht was schlimmer ist, meine träume verplatzen zu sehen oder dich zu verlieren um meine träume zu behalten.
Ich hätte mich gestern am liebsten Todgesoffen in der Taverne. Leider hat …………………mich daran gehindert...
IN grösster Liebe
Eirik
Anfala schmerzte es zu tiefst diese Zeilen zu lesen. Sie nahm ihre Schreibutensilien hervor und schrieb Eirik einen langen Brief. Danach verabschiedete sie sich in Briar von ihrem Freund und Vertrauten, und lief völlig verstört nach Varnima.
Noch während sie in Gedanken an alles versunken war, flattert erneut eine Nachricht, von Eirik an sie, herein.
Was sie darin las, war nun wirklich das Ende. Eirik wollte sie nie wieder sehen. Er hatte sich wohl entschieden – alles oder nichts. Und als ob der Schmerz nicht schon groß genug war, teilte er ihr auch noch mit, dass diese Elfenfrau alles für ihn tun würde, ihn vom Fleck weg heiraten und ihm versuchen würde viele Söhne im Schutze der Nordmark zu gebären.
Anfala hielt mit zitternden Händen die Nachricht in ihren Händen. Sie wolle nicht glauben was darin stand. Diese Frau war ihr ein Dorn im Auge – diese Schlange, sie wusste das sie beide zusammen waren und machte sich immer wieder an Eirik ran. Anfala empfand zum ersten Mal in ihrem Leben einen unbändigen Hass, den sie nicht empfinden durfte – aber sie kam nicht dagegen an. Sie würde sich etwas überlegen müssen, denn im Kampf war diese Frau nicht zu schlagen, sie musste einen anderen Weg finden!?!?
Posted: Wed Jan 03, 2007 9:09 pm
by eirik-thorfastsson
Als Eirik mit schnellen Schritten richtung Bane lief, hallten Anfalas Worte immer wieder durch seinen Kopf und stachen ihm wie Schwerthiebe mitten in sein Herz. Alles, was er sich bisher gewünscht hatte, all das sollte er niemals bekommen von der Frau die er dermassen liebte. Sie hatte entschieden, ohne sich seine Worte anzuhören. Sie hatte ihm diese Entscheidung lange vorenthalten und an diesem Abend wie ein vergifteter Dolch mitten in sein Herz getrieben. Er musste weg hier, er musste seinen Kopf wieder etwas abkühlen. Doch in seinem Herzen brannte die Enttäuschung wie Feuer. Immer wieder kamen ihm Dariyas Worte in den Sinn, nach ihr würde er sich zu viel mit Elfen abgeben. Langsam musste er ihr recht geben. Er hätte ihre Worte bereits viel früher beachten sollen. Vielleicht wäre es damals noch nicht dermassen schmerzlich gewesen. Doch nun war es zu spät. Es war passiert. Es war bereits viel zu spät um etwas zu ändern. Er liebte Anfala abgöttisch doch ihre Worte zerstörten alles was er sich jemals gewünscht hatte. Was sollte er bloss tun? Er wusste es nicht. Er brauchte Ruhe um wieder einen klaren Kopf zu bekommen. Ruhe von allen....
Abschied für immer
Posted: Wed Jan 10, 2007 8:16 pm
by Anfala Atani
Anfala liegt im weichen Sand in Vanima und starrt völlig benommen auf das Wasser. Wieder ist es geschehen, wieder ein Abschied der sie quält, nur diesmal – ein Abschied für immer. Alles was sie liebte, musste sie auf schmerzliche Weise verlieren, war es ein Fluch - oder die Strafe, für .... Was war das für ein Leben? Sie hatte noch liebe Freunde, der einzige Halt im Moment, den es für sie noch gab, aber wie sollte es weiter gehen? Diese ständigen Verluste verkraftete sie bald nicht mehr. Sie sollte zurück nach Briar gehen, und noch einen letzten Baum für ihre liebste Freundin, die ihr wie eine Schwester ans Herz gewachsen war pflanzen, aber im Moment hatte sie nicht die Kraft und woher sollte sie diese auch nehmen? Ihre Gedanken schweifen immer wieder zu Eirik, immer wieder hatte sie versucht, ihm einen Brief zu schreiben, aber was sollte sie ihm schreiben, dass sie ihn liebte und schmerzlich vermisste. Sie hatte ihn noch mal gesehen, aber er drückte nur sein Mitleid und Bedauern aus. Aber das war das Letzte was Anfala wollte, sein Mitleid. Blatt für Blatt faltete Anfala kleine Boote und lies eins nach dem anderen auf das Wasser nieder. Mit Tränen in den Augen nimmt sie Abschied – Abschied von allen – die sie so sehr liebt.
Posted: Wed Jan 10, 2007 9:00 pm
by eirik-thorfastsson
Eirik las den gerade eben mühevoll geschriebenen Brief, zerknüllte ihn daraufhin und warf ihn Kopfschüttelnd ins Feuer
Idiot, das macht es auch nicht einfacher...Vielleicht war es besser, wenn sie dachte es wäre leicht für ihn. Sicherlich würde es die Sache für sie einfacher machen, wenn sie nicht wusste wie sehr er sich nach ihr Sehnte. Er musste ihr aus dem Weg gehen, sonst würde er die ganze Situation nicht mehr unter Kontrolle haben. Trotzdem gingen seine Beine den Weg nach Briar immer wieder fast von selber, völlig in Gedanken versunken.
Ich will nur sehen ob es ihr gut geht, nur ihre Stimme hören...Doch meist kehre er um, bevor er das Städchen überhaupt erreichte.
Schliesslich hat sie ihn kürzlich erwischt, als er sich in Briar aufhielt. Dabei hatte er sich vorgenommen, nur zu sehen wie es ihr geht und umzukehren, bevor sie ihn entdeckte. Es zerriss ihm fast das Herz, als sie plötzlich vor ihm stand. Traurig, ein häufchen Elend ihrer selbst.
Am liebsten hatte er sie in seine Arme gezogen und sie getröstet, stattdessen kehrte er ihr den Rücken und lief weg...
Posted: Wed Jan 10, 2007 10:20 pm
by Korm Kormsen
"was bin ich doch fuer ein trottel...."
er hockt an einem kleinen feuer im wald und fuehrt selbstgespraeche.
"ich will doch nur mein feld bebauen, und ein ruhiges leben fuehren. - abr nein, ich bloedmann muss ja herrscher eines klans werden.
jetzt hock ich hier und weiss nicht, was ich machen soll.
wenn ich ihn drauf ansprech, dann krieg ich bestimmt ne axt uebern kopp. und zu recht. was geht mich alten trottel das liebesleben anderer an."
seufz
" aber, wenn ich ihn nich ansprech, werd ich wortbruechig. - ich haett ihr nich versprechen duerfen, dass ich mich drum kuemmer.
aber wie haette ich das ablehnen koennen? er ist ja einer von meinen maennern. - ja, aber liebessachen sind nicht jarlssache. es sei denn, sie haben einfluss auf die gemeinschaft.
tja, und wenn einer von meinen leuten wie ein untoter durch die lande streift, ruhelos, ungluecklich - dann beruehrt das die gemeinschaft. - oder nich?"
legt etwas holz nach.
"warum kommt denn jetzt kein wolf? dann kaem ich wenigstens auf andere gedanken! aber, wenn man die braucht, die viecher, dann iss natuerlich keiner da..."
schaut sich um, aber weit und breit ist nichts zu sehen, was nach einer axt verlangt.
"oh, mann, ich kann nich wortbruechig werden. bei ihr schon garnich. von ihr hab ich meine erste warme mahlzeit auf dieser insel bekommen. ach, war das schoen, nach all den aepfeln.... - na ja, und auch sonst...
sie iss meine freundin. auch wenn sie ne elfe iss."
spuckt ins feuer.
"und wenn ich als jarl abdanke? dann spar ich mir das. - ...öh... nee, das hilft nix. denn ich hab mein wort gegeben.
ausserdem, wer sollte sonst jarl werden? gute krieger, durch die bank. die meisten besser als ich. aber alles noch junge huepfer, denen fehlt noch erfahrung. - tja, dann werd ich wohl gleich morgen frueh anfangen, eirik zu suchen.
und was sag ich ihm? ich sag ihm einfach... ich sag....
ach scheisse, darueber denk ich morgen nach!"
dreht sich um, und fangt bald an zu schnarchen.
Kraftlos
Posted: Sat Feb 10, 2007 12:23 am
by Anfala Atani
Anfala läuft völlig verzweifelt nach Trolls Bane, wieder einmal hatte sie Streit, Streit mit ihrem Liebsten, den sie doch so lange herbeigesehnt hatte. Aber wieder einmal brachte er zum Ausdruck – was ihm wirklich wichtig war. Er wollte eine Frau, die ihm Kinder schenkte und genau das war es, was Anfala ihm nicht bieten konnte. Lange hatte sie auf Eirik gewartet, jeden langen Tag verbrachte sie in Bane, obwohl sie sich hier nicht wohl fühlte und wusste, dass sie doch eigentlich wo anders gebraucht wurde. Aber die Sehnsucht nach Eirik lies sie alles vergessen, alles wofür sie gekämpft hatte. Sie liebten sich beide, das wusste sie, aber Eiriks Traum stand über allem, dafür wollte er sogar sein bisheriges Leben aufgeben, aber das konnte und wollte Anfala nicht verstehen. Warum konnten sie sich nicht einfach nur lieben – warum war alles so schwer????
Das letzte Kapitel
Posted: Sun Feb 18, 2007 4:27 pm
by Anfala Atani
Anfala kehrt langsam aus ihrem Trancezustand zurück und schaut, mit einem Leuchten in den Augen, an der vor ihr stehenden Säule empor. Sie liebte diesen Ort, es war einer der Orte wo sie sich zurückzog und wieder Energie auftankte. Hier konnte sie in Ruhe meditieren und sah hinterher alles viel Klarer. Und genau das war es, was sie jetzt sah – Klarheit. Langsam zog sie, mit dem Rücken an der Säule lehnend, ihr Tagebuch aus der Tasche und blätterte in den Seiten. Ihre Augen überflogen einige Stellen, bis vor ihr die letzte leere Seite lag. Die letzte Seite – sie würde dieses Kapitel in ihrem Leben abschließen, sie hoffte die nötige Kraft dafür aufzubringen. Zuviel Schmerz lag hinter ihr, zuviel Unverständnis und nie Zeit, um wieder Aufzutanken. All das entzog ihr jegliche Kraft und das konnte und wollte sie nicht mehr. Sie musste sich davon lösen, so schwer es ihr auch viel. Aber ihr Ziel, dass sie nicht aus den Augen verlieren wollte und dem sie sich ganz widmen wollte, würde ihr genug Ablenkung geben, um darüber hinwegzukommen.
Anfala schreibt mit zittrigen Händen die letzten Zeilen in ihr Tagebuch, ein schmerzender Stich fährt ihr durchs Herz und mit Tränen in den Augen, schließt sie das Buch und vergräbt es ganz tief im Inneren ihrer Tasche.