flackernde Feuer

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Moderator: Gamemasters

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Lia
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Joined: Sat Jul 31, 2010 10:12 pm

flackernde Feuer

Post by Lia »

((offen für alle))

Aufmerksamen Spaziergängern und Kämpfern mag das flackern eines Feuers auffallen was neuerdings von der Insel nahe dem Südwald zu kommen scheint.
Viel vermag man nicht zu erkennen da bis auf ein leises Knistern, was gute Ohren vernehmen können, keinerlei Geräusche herrüber dringen.
Nur der Schatten einer zierlichen Gestalt welche wohl an dem Feuer sitzt von welchem das Flackern ausgeht, kann man erkennen.
Wer sich wohl auf einer solch kleinen und einsamen Insel herumtreiben mag? Kein Boot liegt irgendwo mit welchem man hinüber gelangen könnte.


An jenem Feuer saß eine junge Elfe. Die Robe fest um den Körper gezogen und starrte in die Flammen. Man könnte fast meinen sie würde Schlafen wenn sie nicht hin und wieder mit einer kleinen Bewegung etwas im Feuer herumstochert damit die Glut noch heiß bleibt und das Feuer nicht so schnell ausgeht.
Ihr Blick mit welchem sie den tanzenden Flammen zusieht wirkt traurig und nachdenklich. Stunden saß sie nun schon dort und es schien nicht als wenn sich das so bald ändern würde. Selbst das leise grummeln ihres Magens ignorierte sie vollkommen.
Plötzlich fing es an zu regnen und sie zog ihre Kaputze über. Als das Feuer durch den kühlen Guss erlosch schien sie langsam aus ihrer halben Starre zu erwachen und suchte etwas Unterstand unter einer Palme. Ihr Blick wanderte in die Ferne, doch nach wie vor war kein Ton von ihr zu hören und noch immer schien sie das leise grummeln ihres Magens zu ignorieren.
Als der Regen nachließ suchte sie etwas trockenes Holz zusammen und entfachte erneut mit einer kleinen Handbewegung ein Feuer an welchem sie sich niederließ um wieder dem Tanz der Flammen zuzuschauen.
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Banduk
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Re: flackernde Feuer

Post by Banduk »

Banduk wartet lange diesen Abend und brütet über seinen Büchern, ohne wirklich etwas zu erkennen.
Es war schon alarmierend, dass nirgends im Haus die ordnende Hand seiner Frau sehen war. Auch die allgegenwärtigen Eiszapfen am leeren Bettchen von Anteru waren geschmolzen.

Als dann, weit nach Mitternacht niemand kam, als eine nörgelnde Tochter, die auch von nichts wusste, hielt ihn nichts mehr zu Hause. Aber selbst eine Runde durch die dunkle Stadt brachte wenig Neues. Lia blieb verschwunden.

Noch vor dem Morgengrauen brach Banduk auf. Der Hafenmeister war nicht wirklich erfreut noch vor seinem Morgengrog einen Besucher empfangen zu müssen. Nur war der Hafen derzeit so leer wie selten. Dass jemand abgereist sein könnte, schien ausgeschlossen. Zumindest vom Hafen der Stadt. Verwundert musste der Mann feststellen, dass sein Besucher nicht mal zum Frühstück bleiben wollte und gleich wieder aufbrach. Er meinte Panik und Erleichterung gleichzeitig in dessen Augen gesehen zu haben.

Die Sonne hatte die Wüste noch nicht aufgeheizt, als man Banduk durch Varshikar stiefeln sah. Sein Ziel waren wohl die Berge.
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Lia
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Re: flackernde Feuer

Post by Lia »

Erneut war ein Feuer zu sehen. Schon die ganze vorhergehende Nacht war es nie lange dunkel gewesen.
Langsam fast schwerfällig waren die Bewegungen als die Elfe sich erhob. Die Nacht war kühler gewesen als gedacht. Eigentlich hätte sie damit rechnen müssen das genau an jener Stelle die kalte Luft vom Meer herrüber wehte.
So hatte sie die Nacht kaum geschlafen. Ihre Robe war nicht sonderlich wärmend und der Boden in der Nacht so kühl das sie immer wieder aufgewacht war um ein neues Feuer zu entfachen, wenn das alte erloschen war.
Dementsprechend schmerzten ihre Glieder, auch wenn sie noch jung war.
Die Elfe putzte sich den Schmutz von der Robe und beschloß eine Runde über die kleine Insel zu gehen.
Langsam wurde durch die Bewegung auch ihr Geist wieder wacher. Ein paar Moskitos kreutzten ihre Weg, aber ließen sich rasch vertreiben.
Plötzlich drang ein Murmeln an ihre Ohren und kurz darauf flog ein Feuerball um sie,welcher gute Nahrung an ihrer Robe fand.
Mit raschen Bewegungen klopfte sie die kleinen Flammen aus ihrer Robe und blickte hinüber zum anderen Ufer, von welchem das Murmeln gekommen war.
Viel Zeit blieb ihr nicht den ihr Gegenüber, welchen sie als einen untoten magier indentifizieren konnte, murmelte erneut und schon flog ihr der nächste Zauber um die Ohren.
Geistesgegenwärtig griff sie rasch zu ihrem Stab und setzte sich zur Wehr.
Zum Schluß konnte sie aber den Magier bezwingen, mußte aber dennoch einige Verletzungen einstecken.
Mit dem letzten bisschen an Kraft heilte sie wenigstens ein paar ihrer Wunden.
Nachdem sie einen letzten prüfenden Blick an das andere Ufer geworfen hatte humpelte sie zurück zu ihrem Feuer.
Dort mußte sie zu allem Übel feststellen das alle ihre Nahrungsvorräte aufgebraucht waren.

Erschöpft ließ sie sich an dem mittlerweile erloschenem Feuer nieder und schien zu überlegen was sie tun sollte.
Eigentlich wollte sie noch nicht heimkehren, aber allzu lange würde sie hier nicht mehr verweilen können.
Ihr Körper schrie regelrecht nach Nahrung und einer wärmenden Umgebung.
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Lia
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Re: flackernde Feuer

Post by Lia »

Einige Stunden später wirkt die Insel wieder leer wie eh und je.
Der Gast welcher eine Weile dort gelebt hat scheint verschwunden
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Banduk
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Re: flackernde Feuer

Post by Banduk »

Still ist es oben im Gebirge, nur der sanfte Wind flüstert in den Baumwipfeln. Auch dem aufmerksamen Getier des Waldes entgeht beinahe, dass sich ein Mann durchs Revier schleicht. Der hat seine Sachen mit Bedacht am Körper befestigt, so dass kein Klappern oder sonstiges Geräusch zu hören ist.
Ein wütender Schrei eines Ogerkriegers weht aus dem Tal herauf. Vielleicht wachte er mit einer Wunde am Arm aus einer Ohnmacht auf und stellte fest, dass er von dem Fremden, der durchs Tal gerannt kam, nicht einmal ausgeraubt wurde.

Der Mann setzt inzwischen jeden Schritt mit Bedacht und späht lieber einmal mehr als zuwenig die Gegend aus. Er befindet sich im Revier der Spinne und deshalb ist Vorsicht angebracht. Ist das dort vorne ein vermoderter Ast, oder schaut aus dem Gras ein Bein der Spinne hervor?
Wenn ihn jemand längere Zeit beobachten würde, könnte man erkennen, dass er systematisch alle möglichen Verstecke absucht und auch die steilen Hänge begutachtet.

Auch wenn jetzt alle Vorsicht der Welt nötig ist, schweifen seine Gedanken ab. Seit er ohne Anteru von der unglücklichen Reise zurückkam ist Liasany nicht mehr wiederzuerkennen. Schon vor Tagen konnte er sie nur mit Mühe aus den Klauen des Spinnengiftes holen. Nicht ohne Hilfe natürlich, denn die einzige Magie über die er verfügt ist seine Liebe zu ihr. Doch dass ist zu wenig gegen achtbeinige Monster.

Als er endlich die Spinne entdeckt bleibt ihm nur noch umzukehren und zu hoffen, dass Lia hier nicht war. Und das ist nicht ausgeschlossen, denn alle Spuren um ihn herum sind wahrscheinlich älter.
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Lia
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Re: flackernde Feuer

Post by Lia »

In der frühen Morgendämmerung trat eine Elfe durch das Osttor von Trolls bane. Da es noch dämmerte waren die Straßen wie leer gefegt. Nur ein paar Händler schienen schon auf den Beinen zu sein. EIn kurzer freundlicher Gruß wurde ausgetauscht, dann setzte die Elfin ihren Weg fort.
Noch immer wirkte sie etwas erschöpft, und obwohl ihr die Nacht im warmen, weichen Bett wirklich gut getan hatte, fühlte sie sich noch nicht wirklich besser.
Als sie ein kleines Haus betrat und sich dann dort umschaute erwartete sie genau das was sie geahnt hatte. Man sah das sie einige Zeit nicht zuhause gewesen war.
Mit flinker Hand brachte sie Ordnung in das Chaos des kleinen Hauses.
Sorgsam räumte sie die Bücher ihres Mannes weg, welche offen auf dem Tisch lagen, als wenn er Hals über Kopf gegangen wäre. Sachte schüttelte sie den Kopf. mittlerweile hatte sie sich daran gewöhnt. Mit liebevoller Hand wurde eine Vase mit frischen Blumen auf dem Tisch platziert und eine warme Mahlzeit fand ebenso ihren Platz.
Mit einem sehnsüchtigen Blick strich die Elfe über das leere Kinderbett und hinterließ eine eisige Spur von Eiszapfen.
Ein letzter prüfender Blick durch das nun wieder ordentliche Haus, dann war die Elfe verschwunden.

Auf dem Dach des Osttores sah man sie wieder stehen wo sie nachdenklich dem Sonnenaufgang zuzuschauen schien. Tatsächlich aber war sie eher abwesend mit ihren Gedanken. Eigentlich wollte sie ja noch gar nicht wieder hier sein.
Kurz schweifte sie mit den Gedanken zurück an den vorigen Tag. Sie hatte die kleine Insel verlassen und war aufgebrochen um etwas Nahrung zu besorgen doch eine Begegnung hatte alles durcheinander gebracht.
War das ein Funkeln in ihren Augen, oder nur die Sonne die sich in ihnen spiegelte?
Natürlich hätte sie wieder gehen können, Doch das hätte sie weder mit ihrem Gewissen noch mit ihrem Herzen vereinbaren können. So blieb sie lieber da, selbst wenn man ihre Hilfe nicht gebrauchen konnte, so wusste sie dennoch die richtige Entscheidung getroffen zu haben.
Denn wenn es um ihr Zuhause, und all jene die ihr am Herzen lagen, ging verstand sie keinen Spaß.

Als die Sonne fast gänzlich aufgegangen war sah man die Elfe Richtung Teleporter verschwinden, und kurze Zeit später in Vanima wieder auftauchen.
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