»Nein...nein...nein...«
Gryphius rannte und rannte, als wolle er der Schande davonlaufen, die er auf sich geladen hatte. Die Tränen rannen im offen über die Wangen, seine nackten Füße wandelten über das trockene Unterholz, brachten die Zweige zum Krachen, und bluteten - doch nichtsdestotrotz rannte er schluchzend weiter. Als er schließlich entkräftet in der Mitte des Waldes zum Stehen kam, warf er sich in eine dornige Hecke, um seine Haut zu zerkratzen, und sich selbst zu züchtigen.
Er hatte es wieder getan: Seine Messerzunge hatte wieder zum tödlichen Streich ausgeholt, und das Herz einer armen, unschuldigen Seele in tausend blutige Fetzen zerhackt, und dies sogar mit sadistischer Wonne in jenem Moment. Mairead Corulas, ein junges Mädchen aus Varshikar, hatte ihm ihre Herkunft offenbart, doch statt milder Worte begegnete er ihr offen mit Zwietracht, Hohn und Verachtung. Eine Tat ohne Sinn, ohne Verstand, ohne Nutzen - es war eine Sprache der Bosheit, die in diesem Moment aus ihm klang, jedes einzelne Wort das Ziel verfolgend, ein Höchstmaß an Schmerz zu verursachen. Und fürwahr, das Ziel war wieder einmal erreicht worden - das junge Mädchen, gerade 16 oder 17 Jahre alt, das ein solch großes Herz hatte, dass es ein Findelkind aufzog, war zu Grunde gerichtet, ihr Herz zerbrochen.
Nich lange jedoch dauerte es, da sich der Schleier von Gryphius' Verstand wieder emporhob, und ihm den vernichtenden Blick auf seine neuerliche Schandtat offenbarte. Den ganzen restlichen Tag hatte er es mit sich herumgetragen, später auch noch eine Abkanzelung für seine Affäre mit Chiara ertragen - doch als er sich später mit Aleytys zur Nachtruhe gelegt hatte, fuhr er aus seinem Schlaf hoch. »Du wirst unser Acker sein, und unsere Früchte tragen, wann immer es uns beliebt!« gellte es in seinem Kopf nach - eine eisige, geschlechtslose Stimme, die ihm in den zehn Jahren seit dem Verschwinden seiner Heimat nimmer aus der Erinnerung gewichen war, und Panik schüttelte ihn - er sprang auf, und rannte auf und davon, über Stock, Stein, Wiesen und Wälder.
Nun wand er sich in der dornigen Hecke, Augen zusammengepresst, und er schrie seinen Schmerz in die Düsternis des Waldes hinaus: »Wer seid ihr? Warum lasst ihr mich nicht in Ruhe! Ihr hattet mir doch schon einmal alles genommen, was wollt ihr denn noch?« Doch keine Antwort kam zu ihm. Gryphius war allein, allein mit dem Schmerz: Dem Schmerz seiner zerschnittenen Haut, die gegenüber dem Schmerz seiner Seele jedoch unerheblich schien. Er befreite sich von den Dornen, und sank verzagt auf die Knie, darüber nachsinnend, welche Qualen nun Mairead in diesem Moment litt. »Welch Narretei wuchert da nur in mir? Ich...'will' das doch gar nicht...«
Still saß er darnieder, und betete um Vergebung - und um die Freiheit von dieser alten Bürde. Die letzte Schlacht war noch längst nicht geschlagen - sein schlimmster Feind lauerte nicht in den grauen Ebenen Hellbriars...sondern in den entlegendsten, finstersten Ecken seiner Seele, immer bereit, von ihm Besitz zu ergreifen. Langsam erhob er sich, und lenkte seine Schritte wieder in Richtung Varshikar, immer von der Angst begleitet, dort auf sein nächstes Opfer zu treffen.....
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»No...no...no...«
Gryphius ran and ran, as if he wanted to escape the shame he had brought on himself. Tears ran down his cheeks openly, his bare feet stepped on the dried underwood, cracked the twigs, and started bleeding - but nonetheless he went on running, sobbing. As he arrived in the middle of the wood exhausted, he threw himself into a thorny hedge, in order to scratch his skin to chastise himself.
Again, he had done it: His Knifetongue had performed one more lethal strike, and hacked the heart of a poor, innocent soul into a thousand bloody shreds, even with sadistic pleasure in that moment. Mairead Corulas, a young girl from Varshikar, had revealed her descendance to him, but instead of comforting words, he openly faced her with discord, scorn and despise. A deed without sense, reasoning or any use - it was a tongue of evil, which he spoke in that moment, every single word aiming to inflict the highest possible pain. And indeed, that aim had been accomplished again - that young girl, merely 16 or 17 years of age, who also had such a pure heart that she brought up a foundling, was smashed down to the ground, her heart broken.
But it didn't take very long until Gryphius' mind was unclouded again, and granted the devastating view to his new deed of shame. The whole rest of the day he had carried it with him, later on also recieved a harsh lecture about his affair with Chiara - but when he had gone to sleep with Aleytys later on, he rose from his sleep. »You shall be our acre, carrying our fruits, whenever we like!« it yelled inside his head - an icy, sexless voice, that never had passed from his memory in the ten years since his home had disappeared, and panic took him - he sprang up, rushing up and away, over rock, stone, meadows and woods.
Now he wound himself in the thorny hedge, his eyelids pressed together, and he cried out his pain into the dark of the woods: »Who you are? Why don't you leave me alone? Once you took all from me already, what else do you want then?« But no answer came to him. Gryphius was all alone, alone with his pain: The pain of his cut skin, that diminished alongside the pain in his soul, though. He freed himself from the thorns, and desperately sank on his knees, thinking about the anguish that Mairead suffered at that moment. »What devilry breeds inside me? I...don't 'want' this...«
Silently he sat down there, praying for pardon - and the release from this old burden. The final battle was far away from being fought - his worst enemy was not lurking in the grey planes of Hellbriar...but in the most distant, sinister corners of his soul, always ready to take possession of him. Slowly he rose, heading into the direction back to Varshikar, always accompanied by the fear of meeting his next victim there.
The bitter fruits of a dark seed.
Moderator: Gamemasters
((English translation underneath))
Nachdem er ein weiteres Mal Chiaras verzweifeltes Schreiben gelesen hatte, knabberte Gryphius gedankenverloren auf seinem Lippenring herum, unfähig seine wirren Gedanken zu kontrollieren: Er sann über die Qualen, die Chiara in diesem Moment höchstwahrscheinlich erleiden musste, nach...und dann wieder über den Schmerz, welchen sie 'ihm' zugefügt hatte, obgleich ihm ein nebelhafter Gedanke davon kündete, dass ihr Leid wohl bei weitem das seine übertraf. Jedwede geschriebene Zeile war im wahrsten Sinne des Wortes durchtränkt von Tränen und Schmerzen, die mit jeder geschriebenen Zeile wuchsen, wie eine schreckenerregende Monstrosität, die sich an der eigenen Verzweiflung gütlich tat.
Viele Versuche hatte er schon unternommen, seine Antwort niederzuschreiben, doch jedes einzelne Mal war er gestrauchelt nachdem er nach einem sauberen Pergament gegriffen hatte. 'Irgendetwas' hielt seine Finger davon ab, die dringend nötigen Zeilen zu schreiben - Zeilen die von Vergebung kündeten, von Liebe, von glücklicheren Zeiten. Obgleich er wohl gewahr war, welcher Worte es bedurfte, zog seine Hand sich immer wieder zurück, wann immer der Federkiel kurz davor war, sich auf das Pergament zu senken. Was war es? War es eine Art Angst? Angst vor den Dingen, welche sie ihm als nächstes erzählen würde? Oder war es gar eine Form von Rache? Rache für die harschen Worte, welche sie ihm direkt ins Gesicht gespien hatte, und ihr närrisches Betragen, wann immer Gryphius lediglich zu anderen Frauen 'sprach'?
»Wenn sie so leicht in Panik gerät, überrascht es mich doch sehr, dass all dies nicht schon früher aus ihr ausgebrochen ist. Aber 'wie'...'wie' konnte dieser bedeutungslose Satz, welchen ich an Eviliel richtete, nur all das zugrunde richten, was wir gemeinsam erschaffen? "Trage du dafür Sorge, dass ich mich nicht langweile." - das war alles was ich sagte, und keine Hintergedanken verfolgte ich dabei. Meine...Vorliebe, der Frauen Schönheit zu preisen mag eines meiner zahlreichen Laster sein. Doch bin ich seit der Zeit, da Chiara und ich ein Paar waren, nicht einen Schritt weiter gegangen, noch berge ich das Verlangen dies in Zeiten, die noch kommen mögen, zu tun.« Eine lange Zeit saß er auf einer Baumwurzel danieder, und starrte Löcher in die Luft. Je länger seine Gedanken um den unglücklichen Abend kreisten, welcher Chiara und ihn auseinandergerissen hatte, desto mehr ermattete er, bis sich endlich seine Augenlider senkten, und er in einen Schlaf entglitt, ohne auch nur eine einzige Zeile geschrieben zu haben.
Oder war es am Ende doch kein Traum? Obwohl seine Umgebung in Schwärze versunken war, schien es doch den Anschein zu haben, dass er im Vollbesitz seiner Wahrnehmung sei. Er 'fühlte' eine scheußliche, verräterische Kälte an sich heraufkriechen, bis sie ihn am Ende wie eine Decke umhüllte, ohne jedoch gleichwohl ihre Wärme zu spenden, sondern das genaue Gegenteil. Und da war 'es': »Nun...scheinst du endlich zu verstehen, wie sich das anfühlt, nicht wahr? Wie fühlt es sich an, wenn deine Worte in der Leere verhallen...und deine Empfindungen nichts als kalte Ablehnung antreffen? Wie gefällt es dir? Es schmerzt, nicht wahr? Es schmerzt so sehr...«
Es war eine kalte, geschlechtslose Stimme, die ihre Worte aus der Dunkelheit an ihn richtete - die eine Stimme, die in seinem Geiste nun schon seit einer schier endlos erscheinenden Zeit gebrütet hatte...und seit jeher hatte sie Versuche unternommen seinen Verstand zu versklaven, und nicht nur einmal war ihr dabei Erfolg beschieden. Und nun endlich...erhob sie sich...in ihrer ganzen Grausamkeit: »Lasse sie mit dieser Unverschämtheit nicht davonkommen! Suche Vergeltung! Du hast gelesen, was sie geschrieben - ihre Seele liegt klar zutage, und erwartet den letzten Stich. Bringe ihr zurück den Schmerz, den sie dir zugefügt!«
Die Hoffnung, endlich frei und dieses alten Fluches ledig zu sein, ward zerschmettert durch ein einzelnes Flüstern. Nun war es offenbar, nicht länger gab es Unsicherheit - 'sie', sie waren immer noch bei ihm, jeden einzelnen seiner Schritte belauernd, auf eine sich darbietende Gelegenheit lauernd, sich in seinen Geist einzuschleichen, zumeist wenn es möglich war, den größtmöglichen Schmerz zu verursachen. In einem leisen, beinahe schon resignierten Tonfall antwortete Gryphius: »Mit...mit dieser Angelegenheit habt ihr nichts zu schaffen. Zurück mit euch in das Nichts, aus dem ihr hervorgekommen seid...und lasst mich mit diesem in der Art und Weise umgehen, die mir die angemessene deucht.«
Ein grauenerregendes Gelächter kehrte zu ihm als Antwort zurück, und jagte Gryphius einen kalten Schauder über den Rücken. »Ha ha ha - immer noch versuchst du, ein kleiner Kämpfer zu sein? Wie eine Fliege, die sich einem Sturm entgegenwirft, wirkst du in deinen lachhaften Versuchen, unserer Überlegenheit zu trotzen. Entsinnst du dich der letzten beiden Male, da wir bereits Herrschaft über deinen Geist erlangt haben?«
Gryphius' Stimme senkte sich fast zu einem Flüstern: »Ich...hätte wissen sollen, von Anfang an, dass dies nur 'euer' Werk hätte sein können. Warum lasst ihr...mich nicht endlich in Frieden leben? Bereits einmal habt ihr schon alles von mir genommen...und immer noch scheint ihr euch daran zu ergötzen, mein Leid und das derer, denen das Unglück mich zu lieben widerfährt, zu beobachten. Was habe ich euch getan...was haben die Virectaner euch getan...was hat Fe...?«
Er brach seinen Satz ab, und ein weiteres grausames Gelächter brach aus der Dunkelheit hervor, scheinbar vergnügt ob der ängstlichen Sätze. »Ha ha ha. Was ist mit dir, Barde? Messerzunge? Sprich ihren Namen aus, oder entsinnst du dich ihrer nicht länger? Der einen, die du einst als die Liebe deines Lebens betrachtetest? Ha ha, dich mit all diesen schönen Frauen zu umgeben hat deine Erinnerung wohl verblassen lassen. Doch zumindest dein Geschmack steht außer Frage - besonders jene, mit der du zuletzt warst, war in der Tat gut gewählt. Warum willst du nicht zu ihr zurückkehren? Versuche es, es ist so einfach: Ein kleine geschriebene Zeile, und sie wird da sein!«
Eine lange Zeit der Still trat ein, welche Gryphius einige Zeit ließ, seine Gedanken neu zu ordnen und seine Worte zu überdenken. Endlich erhob sich seine Stimme, nun ein Stück selbstbewusster: »Und dann, was wird dann sein? Ich sage euch, was dann sein wird: Ihr werdet warten, bis ihre Deckung sich zurückzieht, mir meinen Geist erneut stehlen, und sie verdammen...zu ihrem Tode. Ihr seid wohl gewahr, wie schwach sie jetzt ist; ein falsch gewähltes Wort würde ihren völligen Untergang bedeuten. Und bei Adron, Sirani und der Weisheit Eldans: Tod soll mich ereilen, sollte ich das zu geschehen erlauben!«
Nach dem Vergehen einer Weiteren Zeit der Stille kam ein tiefes Grollen als Antwort, dann eine weitere kurze Stille, bis die Stimme sich wieder erhob, im einem herrischen Ton: »Du 'wirst' es zu geschehen erlauben! Du 'wirst' unseren Willen ausführen, einfach weil du nicht die innere Stärke birgst, um ihm zu widerstehen! Du hattest sie nicht, als du einst jene zerbrachst, die du Aleytys nennst, noch hattest du sie, als du jene zerbrachst, die du Mairead nennst. Und nicht anders soll es sein mit jener, die du Chiara nennst! Sie wird zu dir kommen, und sie wird schwach sein. Und wenn erst ihre Seele entblößt sich darbietet, wirst du deinen Mund öffnen...und ihre Seele in tausend kleine Stücke zerhacken! Deine Worte sind tödlich, Gryphius Messerzunge - tief reichen sie in das Herz aller Dinge, durchdringen Stahl, Haut, Fleisch, Knochen und...Seele. Deine Zunge ist imstande größeren Schmerz zu verursachen als kalter Stahl, welcher sich langsam unter die Haut schiebt. Ein Flüstern von dir mag wehtun - ein voller Satz von dir mag 'töten'! Und nichts gibt es, was du dagegen tun könntest. Erinnere dich: Unser Acker bist du, und wirst unsere Früchte tragen, wann immer es uns beliebt!«
Die letzten Worte gellten noch in seinem Kopfe, als Gryphius von seinem Albtraum aufgesprungen war, in Schweiß gebadet. Doch nein...nicht ein Albtraum war dies gewesen. Letztendlich hatte er die Gewissheit darüber gewonnen, was er schon lange vermutet hatte: Die Namenlosen hatten ihn immer noch in ihrem Griff. Obgleich ihn das erschreckte, ging doch auch ein kleiner Hauch der Erleichterung aus ihm hervor: Nun wusste er, welch Narrheit ihn verleitete, einst diese bösen Dinge zu Aleytys und Mairead zu sagen.
Doch es änderte doch nichts an der Tatsache, dass sie wieder danach trachteten, sich seiner Stimme zu bedienen, diesmal gegen Chiara gerichtet. »Das geschehen zu lassen kann ich nicht erlauben. Nicht wieder!« dachte er bei sich, während er das Abbild des Mondes im Meer betrachtete. Eine kalte Nacht war es, und Gryphius fühlte sich leer und unwohl. Was sollte er tun, um sich daran zu hindern, es wieder zu tun? Würde er ihr schreiben, sie nimmer wieder sehen zu wollen, hätte dies die selben Folgen als würde er ihr gegenübertreten, und den Willen der Namenlosen vollbringen.
In Gedanken verloren schürte er ein Feuer, und las danach im flackernden Lichte ihren Brief. Endlich fasste er seinen Entschluss und griff nach einen Stück Pergament, versenkte seinen Federkiel in der Tinte, und begann eine kurze Antwort zu schreiben.
»Niemals wieder...niemals.«
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Having read through Chiara's desparate writing one more time, Gryphius thoughtfully nibbled on his lip ring, unable to seize control over his weird thoughts: His thoughts about the torment Chiara most likely had to endure right at that moment...and then again about the pain she had brought on 'him', although a misty thought told him that her suffering was by far worse than his': Any line written on that crumbled piece of parchment was literally soaken with tears and pain, which grew along with every single line witten, like a terrifying montrosity, feasting on one's despair.
Many attempts he had undertaken to write down his response, but every single time he had faltered after grasping for a clean parchment. 'Something' kept his fingers from writing down the dearly needed lines - lines telling from forgiveness, from love, from happier times. Although he was well aware of the kind of words that were needed, his hand kept on pulling back, whenever his quill was close to touch the parchment. What was it? Was it some kind of fear? Fear about the things she would tell him next? Or was ist even some kind of revenge? Revenge for the harsh words she spewed right into his face, and her foolish reactions whenever Gryphius merely 'spoke' to other women?
»Being panicked so easily, it highly surprises me that all this wouldn't erupt from her earlier. But 'how'...'how' could that meaningless phrase i uttered to Eviliel possibly undo all we had built together? "You make sure i don't get bored." - that was all i said, there were no second thoughts behind this. My...predilection for praising women's fairness might be one of my many vices. But since the time i'm an item with Chiara i haven't gone any further, and neither i bear the desire to do so in the times that have yet to come.« For a long time he kept on sitting on a tree's root, staring holes through the air. The longer his thoughts kept circling around the unfortunate evening that tore him and Chiara apart, the more fatigued he grew, until finally his eylids dropped, and he passed into a sleep, still not having written a single line.
Or was it not sleep after all? Although his surroundings had faded into blackness, it still seemed like he was in full posession of his consciousness. He 'felt' a foul, treacherous coldness, slowly crawling up on him, until it finally wrapped him up like a blanket, though not keeping him warm, but the exact contrary. And there 'it' was: »Now...you finally seem to understand how it feels, don't you? How it feels when your words die away into emptiness...and your feelings meet nothing but cold rejection? How do you like it? It hurts, doesen't it? It hurts so bad...«
It was a cold, sexless voice that adressed its words to him from the dark - the one voice that had been nesting in his mind for a seemingly endless time now...and ever since it had undertaken attempts to enslave his mind, succeeding not only once. And now finally...arising itself in its complete gruesomeness: »Don't you allow her to get away with this insolence! Seek retribution! You've read what she has written - her soul lays bare, ready to recieve the final stab. Deliver back the pain she has brought on you!«
The hope to be free at last and be ridden of that old curse was smashed by a single whisper. Now it was revealed, no longer there was uncertainty - 'they', they were still with him, watching every single step he performed, lurking for an opportunity to sneak into his mind, mostly whenever it was possible to cause highest possible pain. In a low, almost resigned tone, Gryphuis answered: »None...none of your business is this matter. Fall back into the nothingness you've emerged from...and let me deal with this in the manner that deems me appropiate.«
A horrendous laughter returned to him as a response, causing a cold shiver to cross over Gryphius' back. »Ha ha ha - still attempting to be a little fighter? Like a fly, throwing itself against a storm, you appear in your pathetic trials to withstand our mightiness. Remember the last two times we already seized dominion of your mind?«
Gryphius' voice lowered almost to a whisper: »I...should've known, from the beginning on, that it could only be 'your' work. Why don't you...finally let me to live my life in peace? Already once you've taken all from me...and still you seem to take delight in spectating my suffering and those who are unfortunate enough to love me. What have i done to you...what have the Virectans done to you...what has Fe...?«
He broke off his speech, and one more time a horrendous laughter erupted from the dark, seemingly pleasured by the fearful utters. »What is it, bard? Messerzunge ((="Knifetongue"))? Spell her name, or have you already forgotten about her? The one you once regarded as the love of your lifetime? Ha ha, surrounding yourself with all those fair ladies must have caused your memory to diminish. But at least your taste is beyond questioning - especially the one you've been with last time was indeed a fine choice. Why wouldn't you return to her? Run for it, it's easy: One single line written, and she'll be there!«
A long period of silence set in, leaving Gryphius some time to rearrange his thoughts and to think about his words. Finally his voice arose, now a bit more self-condident: »And then, what will be then? I tell you what will be: You will wait for her cover to be withdrawn, steal my mind from me again, and condemn her...to her death. You're well aware how weak she is now, one single word wrongly chosen would mean her utter downfall. And by Adron, Sirani and the wisdom of Eldan: Death shall take me, if i should allow that to happen!«
After the passing of another period of silence, a deep growl arrived in response, then another brief silence, until the voice arose again, sounding most imperious: »You 'will' allow it to happen! You 'will' perform our will, simply because you don't bear the inner strength to withstand it! You didn't have it once when you broke the one you call Aleytys, neither you did when you broke the one you call Mairead. And no different it shall be with the one you call Chiara! She'll come to you, and she'll be weak. And once her soul lays bare, you'll open your mouth...and hack her soul down into a thousand bleeding pieces! Your words are lethal, Gryphius Messerzunge - deeply they reach into the heart of all things, penetrating steel, skin, flesh, bones and...soul. Your tongue is capable to cause greater pain than cold steel, slowly being shoven underneath the skin. A whisper of yours might hurt - a full sentence might 'kill'! And nothing there is you can do about that. Remember: Our acre you are, carrying our fruits whenever we like!«
The last words kept on yelling in his head even after Gryphius had sprung up from his nightmare, soaken in sweat. But no...not a nightmare it was. Finally he had gotten the certainty about what he had been suspecting for a long time: The nameless ones still had him in their clench. Though being frightened, also a breeze of relief came across him: Now he knew, what madness had driven him to say those evil things to Aleytys and Mairead once.
But still it didn't alter the fact that they sought to make use of his voice again, aming for Chiara this time. »I can't allow it to happen. Not again!« he thought to himself, whilst staring at the moon's image in the sea. It was a cold night, and Gryphius felt empty and uncomfortable. What should he do to hinder himself from doing it again? If he wrote her not ever willing to see her again, it would bear the same consequences as if he would face her, and perform the will of the nameless ones.
Lost in his thoughts he set a fire, reading through her letter in the flickering light afterwards. At last, he set his mind and grasped for a piece of parchment, dunked his quill into the ink, and began to write his brief response.
»Never again...never.«
Nachdem er ein weiteres Mal Chiaras verzweifeltes Schreiben gelesen hatte, knabberte Gryphius gedankenverloren auf seinem Lippenring herum, unfähig seine wirren Gedanken zu kontrollieren: Er sann über die Qualen, die Chiara in diesem Moment höchstwahrscheinlich erleiden musste, nach...und dann wieder über den Schmerz, welchen sie 'ihm' zugefügt hatte, obgleich ihm ein nebelhafter Gedanke davon kündete, dass ihr Leid wohl bei weitem das seine übertraf. Jedwede geschriebene Zeile war im wahrsten Sinne des Wortes durchtränkt von Tränen und Schmerzen, die mit jeder geschriebenen Zeile wuchsen, wie eine schreckenerregende Monstrosität, die sich an der eigenen Verzweiflung gütlich tat.
Viele Versuche hatte er schon unternommen, seine Antwort niederzuschreiben, doch jedes einzelne Mal war er gestrauchelt nachdem er nach einem sauberen Pergament gegriffen hatte. 'Irgendetwas' hielt seine Finger davon ab, die dringend nötigen Zeilen zu schreiben - Zeilen die von Vergebung kündeten, von Liebe, von glücklicheren Zeiten. Obgleich er wohl gewahr war, welcher Worte es bedurfte, zog seine Hand sich immer wieder zurück, wann immer der Federkiel kurz davor war, sich auf das Pergament zu senken. Was war es? War es eine Art Angst? Angst vor den Dingen, welche sie ihm als nächstes erzählen würde? Oder war es gar eine Form von Rache? Rache für die harschen Worte, welche sie ihm direkt ins Gesicht gespien hatte, und ihr närrisches Betragen, wann immer Gryphius lediglich zu anderen Frauen 'sprach'?
»Wenn sie so leicht in Panik gerät, überrascht es mich doch sehr, dass all dies nicht schon früher aus ihr ausgebrochen ist. Aber 'wie'...'wie' konnte dieser bedeutungslose Satz, welchen ich an Eviliel richtete, nur all das zugrunde richten, was wir gemeinsam erschaffen? "Trage du dafür Sorge, dass ich mich nicht langweile." - das war alles was ich sagte, und keine Hintergedanken verfolgte ich dabei. Meine...Vorliebe, der Frauen Schönheit zu preisen mag eines meiner zahlreichen Laster sein. Doch bin ich seit der Zeit, da Chiara und ich ein Paar waren, nicht einen Schritt weiter gegangen, noch berge ich das Verlangen dies in Zeiten, die noch kommen mögen, zu tun.« Eine lange Zeit saß er auf einer Baumwurzel danieder, und starrte Löcher in die Luft. Je länger seine Gedanken um den unglücklichen Abend kreisten, welcher Chiara und ihn auseinandergerissen hatte, desto mehr ermattete er, bis sich endlich seine Augenlider senkten, und er in einen Schlaf entglitt, ohne auch nur eine einzige Zeile geschrieben zu haben.
Oder war es am Ende doch kein Traum? Obwohl seine Umgebung in Schwärze versunken war, schien es doch den Anschein zu haben, dass er im Vollbesitz seiner Wahrnehmung sei. Er 'fühlte' eine scheußliche, verräterische Kälte an sich heraufkriechen, bis sie ihn am Ende wie eine Decke umhüllte, ohne jedoch gleichwohl ihre Wärme zu spenden, sondern das genaue Gegenteil. Und da war 'es': »Nun...scheinst du endlich zu verstehen, wie sich das anfühlt, nicht wahr? Wie fühlt es sich an, wenn deine Worte in der Leere verhallen...und deine Empfindungen nichts als kalte Ablehnung antreffen? Wie gefällt es dir? Es schmerzt, nicht wahr? Es schmerzt so sehr...«
Es war eine kalte, geschlechtslose Stimme, die ihre Worte aus der Dunkelheit an ihn richtete - die eine Stimme, die in seinem Geiste nun schon seit einer schier endlos erscheinenden Zeit gebrütet hatte...und seit jeher hatte sie Versuche unternommen seinen Verstand zu versklaven, und nicht nur einmal war ihr dabei Erfolg beschieden. Und nun endlich...erhob sie sich...in ihrer ganzen Grausamkeit: »Lasse sie mit dieser Unverschämtheit nicht davonkommen! Suche Vergeltung! Du hast gelesen, was sie geschrieben - ihre Seele liegt klar zutage, und erwartet den letzten Stich. Bringe ihr zurück den Schmerz, den sie dir zugefügt!«
Die Hoffnung, endlich frei und dieses alten Fluches ledig zu sein, ward zerschmettert durch ein einzelnes Flüstern. Nun war es offenbar, nicht länger gab es Unsicherheit - 'sie', sie waren immer noch bei ihm, jeden einzelnen seiner Schritte belauernd, auf eine sich darbietende Gelegenheit lauernd, sich in seinen Geist einzuschleichen, zumeist wenn es möglich war, den größtmöglichen Schmerz zu verursachen. In einem leisen, beinahe schon resignierten Tonfall antwortete Gryphius: »Mit...mit dieser Angelegenheit habt ihr nichts zu schaffen. Zurück mit euch in das Nichts, aus dem ihr hervorgekommen seid...und lasst mich mit diesem in der Art und Weise umgehen, die mir die angemessene deucht.«
Ein grauenerregendes Gelächter kehrte zu ihm als Antwort zurück, und jagte Gryphius einen kalten Schauder über den Rücken. »Ha ha ha - immer noch versuchst du, ein kleiner Kämpfer zu sein? Wie eine Fliege, die sich einem Sturm entgegenwirft, wirkst du in deinen lachhaften Versuchen, unserer Überlegenheit zu trotzen. Entsinnst du dich der letzten beiden Male, da wir bereits Herrschaft über deinen Geist erlangt haben?«
Gryphius' Stimme senkte sich fast zu einem Flüstern: »Ich...hätte wissen sollen, von Anfang an, dass dies nur 'euer' Werk hätte sein können. Warum lasst ihr...mich nicht endlich in Frieden leben? Bereits einmal habt ihr schon alles von mir genommen...und immer noch scheint ihr euch daran zu ergötzen, mein Leid und das derer, denen das Unglück mich zu lieben widerfährt, zu beobachten. Was habe ich euch getan...was haben die Virectaner euch getan...was hat Fe...?«
Er brach seinen Satz ab, und ein weiteres grausames Gelächter brach aus der Dunkelheit hervor, scheinbar vergnügt ob der ängstlichen Sätze. »Ha ha ha. Was ist mit dir, Barde? Messerzunge? Sprich ihren Namen aus, oder entsinnst du dich ihrer nicht länger? Der einen, die du einst als die Liebe deines Lebens betrachtetest? Ha ha, dich mit all diesen schönen Frauen zu umgeben hat deine Erinnerung wohl verblassen lassen. Doch zumindest dein Geschmack steht außer Frage - besonders jene, mit der du zuletzt warst, war in der Tat gut gewählt. Warum willst du nicht zu ihr zurückkehren? Versuche es, es ist so einfach: Ein kleine geschriebene Zeile, und sie wird da sein!«
Eine lange Zeit der Still trat ein, welche Gryphius einige Zeit ließ, seine Gedanken neu zu ordnen und seine Worte zu überdenken. Endlich erhob sich seine Stimme, nun ein Stück selbstbewusster: »Und dann, was wird dann sein? Ich sage euch, was dann sein wird: Ihr werdet warten, bis ihre Deckung sich zurückzieht, mir meinen Geist erneut stehlen, und sie verdammen...zu ihrem Tode. Ihr seid wohl gewahr, wie schwach sie jetzt ist; ein falsch gewähltes Wort würde ihren völligen Untergang bedeuten. Und bei Adron, Sirani und der Weisheit Eldans: Tod soll mich ereilen, sollte ich das zu geschehen erlauben!«
Nach dem Vergehen einer Weiteren Zeit der Stille kam ein tiefes Grollen als Antwort, dann eine weitere kurze Stille, bis die Stimme sich wieder erhob, im einem herrischen Ton: »Du 'wirst' es zu geschehen erlauben! Du 'wirst' unseren Willen ausführen, einfach weil du nicht die innere Stärke birgst, um ihm zu widerstehen! Du hattest sie nicht, als du einst jene zerbrachst, die du Aleytys nennst, noch hattest du sie, als du jene zerbrachst, die du Mairead nennst. Und nicht anders soll es sein mit jener, die du Chiara nennst! Sie wird zu dir kommen, und sie wird schwach sein. Und wenn erst ihre Seele entblößt sich darbietet, wirst du deinen Mund öffnen...und ihre Seele in tausend kleine Stücke zerhacken! Deine Worte sind tödlich, Gryphius Messerzunge - tief reichen sie in das Herz aller Dinge, durchdringen Stahl, Haut, Fleisch, Knochen und...Seele. Deine Zunge ist imstande größeren Schmerz zu verursachen als kalter Stahl, welcher sich langsam unter die Haut schiebt. Ein Flüstern von dir mag wehtun - ein voller Satz von dir mag 'töten'! Und nichts gibt es, was du dagegen tun könntest. Erinnere dich: Unser Acker bist du, und wirst unsere Früchte tragen, wann immer es uns beliebt!«
Die letzten Worte gellten noch in seinem Kopfe, als Gryphius von seinem Albtraum aufgesprungen war, in Schweiß gebadet. Doch nein...nicht ein Albtraum war dies gewesen. Letztendlich hatte er die Gewissheit darüber gewonnen, was er schon lange vermutet hatte: Die Namenlosen hatten ihn immer noch in ihrem Griff. Obgleich ihn das erschreckte, ging doch auch ein kleiner Hauch der Erleichterung aus ihm hervor: Nun wusste er, welch Narrheit ihn verleitete, einst diese bösen Dinge zu Aleytys und Mairead zu sagen.
Doch es änderte doch nichts an der Tatsache, dass sie wieder danach trachteten, sich seiner Stimme zu bedienen, diesmal gegen Chiara gerichtet. »Das geschehen zu lassen kann ich nicht erlauben. Nicht wieder!« dachte er bei sich, während er das Abbild des Mondes im Meer betrachtete. Eine kalte Nacht war es, und Gryphius fühlte sich leer und unwohl. Was sollte er tun, um sich daran zu hindern, es wieder zu tun? Würde er ihr schreiben, sie nimmer wieder sehen zu wollen, hätte dies die selben Folgen als würde er ihr gegenübertreten, und den Willen der Namenlosen vollbringen.
In Gedanken verloren schürte er ein Feuer, und las danach im flackernden Lichte ihren Brief. Endlich fasste er seinen Entschluss und griff nach einen Stück Pergament, versenkte seinen Federkiel in der Tinte, und begann eine kurze Antwort zu schreiben.
»Niemals wieder...niemals.«
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Having read through Chiara's desparate writing one more time, Gryphius thoughtfully nibbled on his lip ring, unable to seize control over his weird thoughts: His thoughts about the torment Chiara most likely had to endure right at that moment...and then again about the pain she had brought on 'him', although a misty thought told him that her suffering was by far worse than his': Any line written on that crumbled piece of parchment was literally soaken with tears and pain, which grew along with every single line witten, like a terrifying montrosity, feasting on one's despair.
Many attempts he had undertaken to write down his response, but every single time he had faltered after grasping for a clean parchment. 'Something' kept his fingers from writing down the dearly needed lines - lines telling from forgiveness, from love, from happier times. Although he was well aware of the kind of words that were needed, his hand kept on pulling back, whenever his quill was close to touch the parchment. What was it? Was it some kind of fear? Fear about the things she would tell him next? Or was ist even some kind of revenge? Revenge for the harsh words she spewed right into his face, and her foolish reactions whenever Gryphius merely 'spoke' to other women?
»Being panicked so easily, it highly surprises me that all this wouldn't erupt from her earlier. But 'how'...'how' could that meaningless phrase i uttered to Eviliel possibly undo all we had built together? "You make sure i don't get bored." - that was all i said, there were no second thoughts behind this. My...predilection for praising women's fairness might be one of my many vices. But since the time i'm an item with Chiara i haven't gone any further, and neither i bear the desire to do so in the times that have yet to come.« For a long time he kept on sitting on a tree's root, staring holes through the air. The longer his thoughts kept circling around the unfortunate evening that tore him and Chiara apart, the more fatigued he grew, until finally his eylids dropped, and he passed into a sleep, still not having written a single line.
Or was it not sleep after all? Although his surroundings had faded into blackness, it still seemed like he was in full posession of his consciousness. He 'felt' a foul, treacherous coldness, slowly crawling up on him, until it finally wrapped him up like a blanket, though not keeping him warm, but the exact contrary. And there 'it' was: »Now...you finally seem to understand how it feels, don't you? How it feels when your words die away into emptiness...and your feelings meet nothing but cold rejection? How do you like it? It hurts, doesen't it? It hurts so bad...«
It was a cold, sexless voice that adressed its words to him from the dark - the one voice that had been nesting in his mind for a seemingly endless time now...and ever since it had undertaken attempts to enslave his mind, succeeding not only once. And now finally...arising itself in its complete gruesomeness: »Don't you allow her to get away with this insolence! Seek retribution! You've read what she has written - her soul lays bare, ready to recieve the final stab. Deliver back the pain she has brought on you!«
The hope to be free at last and be ridden of that old curse was smashed by a single whisper. Now it was revealed, no longer there was uncertainty - 'they', they were still with him, watching every single step he performed, lurking for an opportunity to sneak into his mind, mostly whenever it was possible to cause highest possible pain. In a low, almost resigned tone, Gryphuis answered: »None...none of your business is this matter. Fall back into the nothingness you've emerged from...and let me deal with this in the manner that deems me appropiate.«
A horrendous laughter returned to him as a response, causing a cold shiver to cross over Gryphius' back. »Ha ha ha - still attempting to be a little fighter? Like a fly, throwing itself against a storm, you appear in your pathetic trials to withstand our mightiness. Remember the last two times we already seized dominion of your mind?«
Gryphius' voice lowered almost to a whisper: »I...should've known, from the beginning on, that it could only be 'your' work. Why don't you...finally let me to live my life in peace? Already once you've taken all from me...and still you seem to take delight in spectating my suffering and those who are unfortunate enough to love me. What have i done to you...what have the Virectans done to you...what has Fe...?«
He broke off his speech, and one more time a horrendous laughter erupted from the dark, seemingly pleasured by the fearful utters. »What is it, bard? Messerzunge ((="Knifetongue"))? Spell her name, or have you already forgotten about her? The one you once regarded as the love of your lifetime? Ha ha, surrounding yourself with all those fair ladies must have caused your memory to diminish. But at least your taste is beyond questioning - especially the one you've been with last time was indeed a fine choice. Why wouldn't you return to her? Run for it, it's easy: One single line written, and she'll be there!«
A long period of silence set in, leaving Gryphius some time to rearrange his thoughts and to think about his words. Finally his voice arose, now a bit more self-condident: »And then, what will be then? I tell you what will be: You will wait for her cover to be withdrawn, steal my mind from me again, and condemn her...to her death. You're well aware how weak she is now, one single word wrongly chosen would mean her utter downfall. And by Adron, Sirani and the wisdom of Eldan: Death shall take me, if i should allow that to happen!«
After the passing of another period of silence, a deep growl arrived in response, then another brief silence, until the voice arose again, sounding most imperious: »You 'will' allow it to happen! You 'will' perform our will, simply because you don't bear the inner strength to withstand it! You didn't have it once when you broke the one you call Aleytys, neither you did when you broke the one you call Mairead. And no different it shall be with the one you call Chiara! She'll come to you, and she'll be weak. And once her soul lays bare, you'll open your mouth...and hack her soul down into a thousand bleeding pieces! Your words are lethal, Gryphius Messerzunge - deeply they reach into the heart of all things, penetrating steel, skin, flesh, bones and...soul. Your tongue is capable to cause greater pain than cold steel, slowly being shoven underneath the skin. A whisper of yours might hurt - a full sentence might 'kill'! And nothing there is you can do about that. Remember: Our acre you are, carrying our fruits whenever we like!«
The last words kept on yelling in his head even after Gryphius had sprung up from his nightmare, soaken in sweat. But no...not a nightmare it was. Finally he had gotten the certainty about what he had been suspecting for a long time: The nameless ones still had him in their clench. Though being frightened, also a breeze of relief came across him: Now he knew, what madness had driven him to say those evil things to Aleytys and Mairead once.
But still it didn't alter the fact that they sought to make use of his voice again, aming for Chiara this time. »I can't allow it to happen. Not again!« he thought to himself, whilst staring at the moon's image in the sea. It was a cold night, and Gryphius felt empty and uncomfortable. What should he do to hinder himself from doing it again? If he wrote her not ever willing to see her again, it would bear the same consequences as if he would face her, and perform the will of the nameless ones.
Lost in his thoughts he set a fire, reading through her letter in the flickering light afterwards. At last, he set his mind and grasped for a piece of parchment, dunked his quill into the ink, and began to write his brief response.
»Never again...never.«
((English translation below))
Die Nacht gewährte Gryphius kaum Schlaf, da seine Gedanken immer weiter ziellos in der Düsternis umherwanderten. Etwas war in Begriff zu geschehen, doch ob es zum Guten oder zum Bösen sei, vermochte er nicht zu sehen - nur eine nebelverhangene Vorahnung, welche nur langsam ihren Vorhang zurückzog.
Eine lange Zeit nun hatten 'sie' Stille gewahrt, nachdem er erfolgreich ihre Versuche abgeschmettert hatte, sich seines Geistes gegen Chiara zu bemächtigen. Er entsann sich der Nacht ihrer Wiedervereinigung: Inmitten des "Treeatres" hatten sie gestanden, und zunächst schienen 'ihre' Bestrebungen ihre bitteren Früchte zu tragen - seine Worte waren wie Dolche, alle auf einmal auf Chiaras Herz gerichtet, doch als es zu dem Punkt kam, den tödlichen Streich zu vollbringen, tat er etwas, was 'sie' nimmer für möglich gehalten haben müssen: Er 'widerstand' ihnen. Sie züchtigten ihn, folterten ihn, doch am Ende erlangte Gryphius seine volle Wahrnehmung zurück. Sein Wille an Chiara festzuhalten, hatte 'ihre' überwältigenden Versuche, seinen Geist in Ketten zu legen, überwunden - wie ein junger Baum inmitten eines Sturms.
Doch eine Frage verblieb sogar nach dieser Nacht, welche sich Gryphius seitdem immer wieder stellte: »Was würde ein Sklavenhalter tun, wenn einer seiner Sklaven abtrünnig wird?« Da ihr Interesse in ihm nun schon so lange bestanden hatte, vermochte er nicht zu glauben, dass sie ihn so einfach gehen lassen würden. Sie würden weiterhin seine Schritte beobachten, auf der Lauer liegend nach einer weiteren Gelegenheit, sich seiner Worte für ihre sinistren Zwecke zu bedienen: Den größtmöglichen Schmerz zu verursachen. »Das ist es, worauf sie abzielen. Fasziniert sind sie von uns Menschen - sie wollen uns 'kennen', und sehen wieviel Schmerz zu ertragen wir imstande sind...bis freundschaftliche Bande brechen, und wir dem 'Wahnsinn' anheim fallen!«
Er sann weiterhin über ihre mögliche Natur nach, bis er von diesen grimmen Gedanken erlöst wurde, und er in einen traumreichen Schlaf fiel. Ereignisse der Vergangenheit erwachten in seinem Geist - damals in den Tagen, da das Leben noch ausgelassen und einfach war. Plötzlich erschien ein Bildnis einer Frau vor seinem inneren Auge: Jung war sie, relativ hochgewachsen, strotzend vor innerer und äußerer Stärke. Ihre moosgrünen Augen kündeten von tief verwurzelter Ehrlichkeit, Rechtschaffenheit, und Loyalität, wie auch ihre Stimme, die niemals grimme Worte von sich gab. Fürwahr, etwas Besonderes war sie: Eine loyale Verbündete, der man ohne den geringsten Hintergedanken sein Leben anvertrauen konnte; Nimmer verweigerte sie ihren Freunden ihr Gehör; Ein wacher Verstand, nicht minder geschärft als ihre Klinge, welche sie mit außerordentlicher Kunstfertigkeit schwang. In der Tat war sie eine Person, zu der man nur in tiefer Bewunderung aufblicken konnte... eine, die einem nur teuer sein konnte. Zumindest 'ihm' war sie das.
»Wie könnte ich mich jemals an einem Lied erfreuen, welches von deinem Ableben kündet...Siltaris?« hatte er sie einst gefragt, bevor sie zu einer Schlacht mit ungewissen Chancen aufbrach. Er wäre ihr willig gefolgt, mit seinen bloßen Händen kämpfend, wäre es nötig gewesen. Immer hatte er gewusst, dass Silti für die, die ihr am Herzen lagen, 'sterben' würde...und nicht anders verhielt es sich mit seinen Gefühlen ihr gegenüber. Er liebte sie... nicht jedoch in romantischer oder anzüglicher Weise - er liebte sie einfach für die Werte, für die sie Sinnbild war: Freundschaftliche Bande, Vernunft, Ehrlichkeit. Etwas, das schon in den damaligen Tagen, als er ihre Bekanntschaft machte, selten zu finden war.
Plötzlich änderte sich der Traum: »Ihr... 'beide' seid... Narren!« stieß aus ihrem Munde hervor, und sie rannte hinfort, aufgelöst in Tränen. Gryphius sah sich inmitten der Stadt, zusammen mit einem Zwergen. Ein böses Spiel hatten sie mit ihr gespielt, und der einzige Moment war das, in der Gryphius sie jemals hatte weinen sehen - die Eiche ward durch eine leichte Brise zu Fall gebracht worden. Ihre bemerkenswerte innere und äußere Stärke vermochten so leicht die Tatsache zu vernebeln, dass sie letztendlich auch verwundbar war, wie jedes Wesen, welches Freundschaften solch großen Wert beimisste. Eine lange Zeit hatte es gebraucht, den angerichteten Schaden zu beheben - Gryphius hatte ihr sogar ein Lied gewidmet. Doch am Ende erwies sich ihr Wille zur Vergebung als stärker als die Niedertracht seines und Glóins Verrat an ihr.
Wieder änderte sich der Traum: Nebelschwaden stiegen auf, welche Siltaris' gesamte Erscheinung bedeckten, bis nichts mehr von ihr zu sehen war. 'Fort' war sie... und für eine schrecklich lange Zeit blieb sie auch fort. Gryphius war schon nahe daran gewesen, alle Hoffnung aufzugeben, und sie für tot zu halten... ein Verlust, welcher nicht zu ertragen gewesen wäre. Ein Verlust, welchem nur das Verschwinden der grünen Ebenen Virectas gleichgekommen wäre. Doch plötzlich... lichtete sich der Nebel etwas, und gewährte Ausblick auf eine Gestalt in der Ferne. 'Ihre' Gestalt war es, da sie so einfach an ihren Umrissen zu erkennen war - wahrlich, nur Silti konnte das sein. Ein lauter, erfreuter Lacher drang aus Gryphius' Mund hervor, und er preschte vor und streckte seine Arme aus, ihren Namen rufend. Doch die Gestalt kam niemals näher... sie blieb fern, nimmer mehr als ihre Umrisse zeigend. Er rannte und rannte weiter darauf zu, doch um nichts rückte sie näher.
»Das kann nicht 'sie' sein - wenn 'sie' es ist, warum kommt sie dann nicht näher... oder zeigt wenigstens das geringste Bischen an Reaktion?« Seine Bewegungen kamen zum Stillstand, dann stand er da inmitten des Nebels, und betrachtete die Umrisse vor ihm. Könnte 'sie' es sein? Oder war es nur ein grimmes Spiel, welches sein Verstand mit ihm trieb, indem er sich seines Wunschdenkens bediente? Oder war es gar das Werk eines Illusionisten? »Warum kommt sie nicht zu mir, wo sie doch 'weiß', dass ich da bin?« Der Nebel verdichtete sich wieder, und verschlang die Umrisse nun vollständig. »Silti! Nein! Nein, verlasse mich nicht! Ich... ich... misste dich so 'sehr'. Bitte vergib...dass ich dir so ein...missratener Freund war...«
Plötzlich sprang er von seinem Traume auf, und stieß einen panischen Schrei aus. Nachdem er einige tiefe Atemzüge getan hatte, um sich wieder zu beruhigen, wischte er sich seine schweißnasse Stirn trocken, bevor er sich wieder zurücklehnte, und verzweifelt versuchte, seinen Geist all dieser verwirrenden Fragen zu entledigen. Bevor er wieder in einen leichten, unruhigen Schlaf verfiel, erhob sich eine ferne, geschlechtslose Stimme, die lediglich die Worte sprach: »Sie 'ist' es nicht!«
----------
The night hardly granted any sleep to Gryphuis, for his thoughts kept on lingering around aimlessly in the dark. Something was about to happen, but whether it would be for the good or for the bad, he failed to see - just a misty foreboding, only slowly withdrawing its curtain.
For a long time now 'they' had been remaining silent, after he successfully fought down their attempts to seize his mind against Chiara. He recalled the night of their reunion: In the midst of the "Treeatre" they stood, and first 'their' attempts appeared to carry their bitter fruits - his words were like daggers, all at once aiming for Chiara's heart, but when it came to the point of performing the fatal stab, he did something they never must have considered possible: He 'resisted' them. They chastised him, tormented him, but in the end, Gryphius regained his full consciousness. His will to hold true to Chiara had overcome 'their' overwhelming attempts to chain up his will - like a young tree in the midst of a storm.
But one question remained even after that night, which Gryphius had been asking himself ever since: »What would a slavelord do, if one of his slaves becomes fugitive? Since their interest in him had lasted that long, he failed to believe they would let him go so easily. They would keep on watching his steps, lurking for another opportunity to untilize his words for their sinister purpose: Causing the greatest possible pain. »That's what they're aiming for. Intrigued they are by us men - they want to 'know' us, see how much suffering we are capable to endure...until bonds of friendship break, and we fall into utter 'madness'!«
He kept musing about their possible nature, until he was relieved from those grim thoughts, and he passed into a dreamy sleep. Events from the past awoke within his mind - back in those days when life was carefree and easy. Suddenly a picture of a woman appeared before his inner eye: Young she was, grown relatively high, emitting inner and outer strength. Her moss green eyes expressed deeply rooted honesty, uprightness, loyality, and so did her voice, which never spoke in a foul tongue. Indeed, something special she was: A loyal ally, one could trust his life to, without the slightest second thought; never she refused her ears to listen to her friends; a bright mind, no less sharpened than her blade, which she used to swing with extraordinary skill. Indeed it was a person to look up to in admiration... one to hold dear. At least 'he' did.
»How could i ever enjoy a song, telling from your passing...Siltaris?« he once asked her before she departed into a battle with uncertain odds. He would have accompanied her willingly, fighting with his bare hands, if necessary. Always he had known that Silti would 'die' for those she held dear...and no different his feelings were towards her. He loved her... not in a romantic or physical manner, though - he simply loved her for the values she stood for: Bonds of friendship, reason, honesty. Something that was rarely to be found even in those days, he made her acquintance.
Suddenly the dream altered: »Fools you are... 'both' of you!« erupted from her mouth, and she ran away, bursting into tears. Gryphius saw himself standing in the midst of the town, along with a dwarf. They had played an evil game with her, and that was the only moment, Gryphius ever saw her cry - the oak had been brought down by a slight breeze. Her remarkable inner and outer strength too easily clouded the fact, that after all, she was vulnerable like any other being who valued friendship that greatly. A long time it had taken to undo the inflicted damage - Gryphius even dedicated a song to her. But in the end, her forgiveness proved stronger that the viciousness of his' and Glóin's betrayal on her.
Again the dream altered: Clouds arose, covering Siltaris' entire shape, until nothing was to be seen from her. 'Gone' she was... and for a terribly long time she remained gone. Gryphius had been close to the point of giving up all hope and consider her dead... a loss that would've been unbearable. A loss, only ever matched by the passing of the green planes of Virecta. But suddenly... the mist cleared up a bit, granting view on a shape in the distance. 'Her' shape it was, for it was easily to be recognized by its outlines - indeed, only Silti this could be. A loud, cheerful laughter erupted from Gryphius' mouth, and he reached forth his arms, running for her, calling her name. But the shape never came closer...it remained distant, never granting more than its outlines. He kept on running and running for it, but by nothing it came closer.
»I can't be 'her' - if it was 'her', why she doesen't approach me...or at least shows the slightest bit of responsiveness?« His movements came to a halt, then he stood there within the mist, spectating the outlines before him. Could it be 'her'? Or was it nothing but a foul trick his mind played on him, utilizing his wishful thinking? Or was it even an illusionist's work? »Why doesen't she come to me, if she 'knows' i'm there?« The mist condensed again, now consuming the shape utterly. »Silti! No! No, don't you leave me! I... i... missed you so 'dearly'. Please forgive me...for...being such a miserable friend...«
Suddenly he sprung up from his dream, leaving out a panicked cry. After having taken a few deep breaths to ease down, he wiped dry his sweat-soaken forehead, before leaning back again, desparately attempting to rid his mind from all those puzzling questions. Before slowly passing into a light, unsteady sleep again, a distant, sexless voice arose, only uttering the words: »It is not 'her'!«
Die Nacht gewährte Gryphius kaum Schlaf, da seine Gedanken immer weiter ziellos in der Düsternis umherwanderten. Etwas war in Begriff zu geschehen, doch ob es zum Guten oder zum Bösen sei, vermochte er nicht zu sehen - nur eine nebelverhangene Vorahnung, welche nur langsam ihren Vorhang zurückzog.
Eine lange Zeit nun hatten 'sie' Stille gewahrt, nachdem er erfolgreich ihre Versuche abgeschmettert hatte, sich seines Geistes gegen Chiara zu bemächtigen. Er entsann sich der Nacht ihrer Wiedervereinigung: Inmitten des "Treeatres" hatten sie gestanden, und zunächst schienen 'ihre' Bestrebungen ihre bitteren Früchte zu tragen - seine Worte waren wie Dolche, alle auf einmal auf Chiaras Herz gerichtet, doch als es zu dem Punkt kam, den tödlichen Streich zu vollbringen, tat er etwas, was 'sie' nimmer für möglich gehalten haben müssen: Er 'widerstand' ihnen. Sie züchtigten ihn, folterten ihn, doch am Ende erlangte Gryphius seine volle Wahrnehmung zurück. Sein Wille an Chiara festzuhalten, hatte 'ihre' überwältigenden Versuche, seinen Geist in Ketten zu legen, überwunden - wie ein junger Baum inmitten eines Sturms.
Doch eine Frage verblieb sogar nach dieser Nacht, welche sich Gryphius seitdem immer wieder stellte: »Was würde ein Sklavenhalter tun, wenn einer seiner Sklaven abtrünnig wird?« Da ihr Interesse in ihm nun schon so lange bestanden hatte, vermochte er nicht zu glauben, dass sie ihn so einfach gehen lassen würden. Sie würden weiterhin seine Schritte beobachten, auf der Lauer liegend nach einer weiteren Gelegenheit, sich seiner Worte für ihre sinistren Zwecke zu bedienen: Den größtmöglichen Schmerz zu verursachen. »Das ist es, worauf sie abzielen. Fasziniert sind sie von uns Menschen - sie wollen uns 'kennen', und sehen wieviel Schmerz zu ertragen wir imstande sind...bis freundschaftliche Bande brechen, und wir dem 'Wahnsinn' anheim fallen!«
Er sann weiterhin über ihre mögliche Natur nach, bis er von diesen grimmen Gedanken erlöst wurde, und er in einen traumreichen Schlaf fiel. Ereignisse der Vergangenheit erwachten in seinem Geist - damals in den Tagen, da das Leben noch ausgelassen und einfach war. Plötzlich erschien ein Bildnis einer Frau vor seinem inneren Auge: Jung war sie, relativ hochgewachsen, strotzend vor innerer und äußerer Stärke. Ihre moosgrünen Augen kündeten von tief verwurzelter Ehrlichkeit, Rechtschaffenheit, und Loyalität, wie auch ihre Stimme, die niemals grimme Worte von sich gab. Fürwahr, etwas Besonderes war sie: Eine loyale Verbündete, der man ohne den geringsten Hintergedanken sein Leben anvertrauen konnte; Nimmer verweigerte sie ihren Freunden ihr Gehör; Ein wacher Verstand, nicht minder geschärft als ihre Klinge, welche sie mit außerordentlicher Kunstfertigkeit schwang. In der Tat war sie eine Person, zu der man nur in tiefer Bewunderung aufblicken konnte... eine, die einem nur teuer sein konnte. Zumindest 'ihm' war sie das.
»Wie könnte ich mich jemals an einem Lied erfreuen, welches von deinem Ableben kündet...Siltaris?« hatte er sie einst gefragt, bevor sie zu einer Schlacht mit ungewissen Chancen aufbrach. Er wäre ihr willig gefolgt, mit seinen bloßen Händen kämpfend, wäre es nötig gewesen. Immer hatte er gewusst, dass Silti für die, die ihr am Herzen lagen, 'sterben' würde...und nicht anders verhielt es sich mit seinen Gefühlen ihr gegenüber. Er liebte sie... nicht jedoch in romantischer oder anzüglicher Weise - er liebte sie einfach für die Werte, für die sie Sinnbild war: Freundschaftliche Bande, Vernunft, Ehrlichkeit. Etwas, das schon in den damaligen Tagen, als er ihre Bekanntschaft machte, selten zu finden war.
Plötzlich änderte sich der Traum: »Ihr... 'beide' seid... Narren!« stieß aus ihrem Munde hervor, und sie rannte hinfort, aufgelöst in Tränen. Gryphius sah sich inmitten der Stadt, zusammen mit einem Zwergen. Ein böses Spiel hatten sie mit ihr gespielt, und der einzige Moment war das, in der Gryphius sie jemals hatte weinen sehen - die Eiche ward durch eine leichte Brise zu Fall gebracht worden. Ihre bemerkenswerte innere und äußere Stärke vermochten so leicht die Tatsache zu vernebeln, dass sie letztendlich auch verwundbar war, wie jedes Wesen, welches Freundschaften solch großen Wert beimisste. Eine lange Zeit hatte es gebraucht, den angerichteten Schaden zu beheben - Gryphius hatte ihr sogar ein Lied gewidmet. Doch am Ende erwies sich ihr Wille zur Vergebung als stärker als die Niedertracht seines und Glóins Verrat an ihr.
Wieder änderte sich der Traum: Nebelschwaden stiegen auf, welche Siltaris' gesamte Erscheinung bedeckten, bis nichts mehr von ihr zu sehen war. 'Fort' war sie... und für eine schrecklich lange Zeit blieb sie auch fort. Gryphius war schon nahe daran gewesen, alle Hoffnung aufzugeben, und sie für tot zu halten... ein Verlust, welcher nicht zu ertragen gewesen wäre. Ein Verlust, welchem nur das Verschwinden der grünen Ebenen Virectas gleichgekommen wäre. Doch plötzlich... lichtete sich der Nebel etwas, und gewährte Ausblick auf eine Gestalt in der Ferne. 'Ihre' Gestalt war es, da sie so einfach an ihren Umrissen zu erkennen war - wahrlich, nur Silti konnte das sein. Ein lauter, erfreuter Lacher drang aus Gryphius' Mund hervor, und er preschte vor und streckte seine Arme aus, ihren Namen rufend. Doch die Gestalt kam niemals näher... sie blieb fern, nimmer mehr als ihre Umrisse zeigend. Er rannte und rannte weiter darauf zu, doch um nichts rückte sie näher.
»Das kann nicht 'sie' sein - wenn 'sie' es ist, warum kommt sie dann nicht näher... oder zeigt wenigstens das geringste Bischen an Reaktion?« Seine Bewegungen kamen zum Stillstand, dann stand er da inmitten des Nebels, und betrachtete die Umrisse vor ihm. Könnte 'sie' es sein? Oder war es nur ein grimmes Spiel, welches sein Verstand mit ihm trieb, indem er sich seines Wunschdenkens bediente? Oder war es gar das Werk eines Illusionisten? »Warum kommt sie nicht zu mir, wo sie doch 'weiß', dass ich da bin?« Der Nebel verdichtete sich wieder, und verschlang die Umrisse nun vollständig. »Silti! Nein! Nein, verlasse mich nicht! Ich... ich... misste dich so 'sehr'. Bitte vergib...dass ich dir so ein...missratener Freund war...«
Plötzlich sprang er von seinem Traume auf, und stieß einen panischen Schrei aus. Nachdem er einige tiefe Atemzüge getan hatte, um sich wieder zu beruhigen, wischte er sich seine schweißnasse Stirn trocken, bevor er sich wieder zurücklehnte, und verzweifelt versuchte, seinen Geist all dieser verwirrenden Fragen zu entledigen. Bevor er wieder in einen leichten, unruhigen Schlaf verfiel, erhob sich eine ferne, geschlechtslose Stimme, die lediglich die Worte sprach: »Sie 'ist' es nicht!«
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The night hardly granted any sleep to Gryphuis, for his thoughts kept on lingering around aimlessly in the dark. Something was about to happen, but whether it would be for the good or for the bad, he failed to see - just a misty foreboding, only slowly withdrawing its curtain.
For a long time now 'they' had been remaining silent, after he successfully fought down their attempts to seize his mind against Chiara. He recalled the night of their reunion: In the midst of the "Treeatre" they stood, and first 'their' attempts appeared to carry their bitter fruits - his words were like daggers, all at once aiming for Chiara's heart, but when it came to the point of performing the fatal stab, he did something they never must have considered possible: He 'resisted' them. They chastised him, tormented him, but in the end, Gryphius regained his full consciousness. His will to hold true to Chiara had overcome 'their' overwhelming attempts to chain up his will - like a young tree in the midst of a storm.
But one question remained even after that night, which Gryphius had been asking himself ever since: »What would a slavelord do, if one of his slaves becomes fugitive? Since their interest in him had lasted that long, he failed to believe they would let him go so easily. They would keep on watching his steps, lurking for another opportunity to untilize his words for their sinister purpose: Causing the greatest possible pain. »That's what they're aiming for. Intrigued they are by us men - they want to 'know' us, see how much suffering we are capable to endure...until bonds of friendship break, and we fall into utter 'madness'!«
He kept musing about their possible nature, until he was relieved from those grim thoughts, and he passed into a dreamy sleep. Events from the past awoke within his mind - back in those days when life was carefree and easy. Suddenly a picture of a woman appeared before his inner eye: Young she was, grown relatively high, emitting inner and outer strength. Her moss green eyes expressed deeply rooted honesty, uprightness, loyality, and so did her voice, which never spoke in a foul tongue. Indeed, something special she was: A loyal ally, one could trust his life to, without the slightest second thought; never she refused her ears to listen to her friends; a bright mind, no less sharpened than her blade, which she used to swing with extraordinary skill. Indeed it was a person to look up to in admiration... one to hold dear. At least 'he' did.
»How could i ever enjoy a song, telling from your passing...Siltaris?« he once asked her before she departed into a battle with uncertain odds. He would have accompanied her willingly, fighting with his bare hands, if necessary. Always he had known that Silti would 'die' for those she held dear...and no different his feelings were towards her. He loved her... not in a romantic or physical manner, though - he simply loved her for the values she stood for: Bonds of friendship, reason, honesty. Something that was rarely to be found even in those days, he made her acquintance.
Suddenly the dream altered: »Fools you are... 'both' of you!« erupted from her mouth, and she ran away, bursting into tears. Gryphius saw himself standing in the midst of the town, along with a dwarf. They had played an evil game with her, and that was the only moment, Gryphius ever saw her cry - the oak had been brought down by a slight breeze. Her remarkable inner and outer strength too easily clouded the fact, that after all, she was vulnerable like any other being who valued friendship that greatly. A long time it had taken to undo the inflicted damage - Gryphius even dedicated a song to her. But in the end, her forgiveness proved stronger that the viciousness of his' and Glóin's betrayal on her.
Again the dream altered: Clouds arose, covering Siltaris' entire shape, until nothing was to be seen from her. 'Gone' she was... and for a terribly long time she remained gone. Gryphius had been close to the point of giving up all hope and consider her dead... a loss that would've been unbearable. A loss, only ever matched by the passing of the green planes of Virecta. But suddenly... the mist cleared up a bit, granting view on a shape in the distance. 'Her' shape it was, for it was easily to be recognized by its outlines - indeed, only Silti this could be. A loud, cheerful laughter erupted from Gryphius' mouth, and he reached forth his arms, running for her, calling her name. But the shape never came closer...it remained distant, never granting more than its outlines. He kept on running and running for it, but by nothing it came closer.
»I can't be 'her' - if it was 'her', why she doesen't approach me...or at least shows the slightest bit of responsiveness?« His movements came to a halt, then he stood there within the mist, spectating the outlines before him. Could it be 'her'? Or was it nothing but a foul trick his mind played on him, utilizing his wishful thinking? Or was it even an illusionist's work? »Why doesen't she come to me, if she 'knows' i'm there?« The mist condensed again, now consuming the shape utterly. »Silti! No! No, don't you leave me! I... i... missed you so 'dearly'. Please forgive me...for...being such a miserable friend...«
Suddenly he sprung up from his dream, leaving out a panicked cry. After having taken a few deep breaths to ease down, he wiped dry his sweat-soaken forehead, before leaning back again, desparately attempting to rid his mind from all those puzzling questions. Before slowly passing into a light, unsteady sleep again, a distant, sexless voice arose, only uttering the words: »It is not 'her'!«