Ein Brief an Alexander

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Enwell van Illdoran
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Ein Brief an Alexander

Post by Enwell van Illdoran »

Enwell hatte die Nacht kein Auge zugedrueckt. Zu sehr beschaeftigten ihn die Ereignisse des vergangenen Tages. Er war unzufrieden, wuetend traurig und hasste sich selbst. Der grund dafuer war das gescheiterte Gespraech mit Alexander. Allles was er wollte, ihm zu verstehen geben dass er sie ebenso liebt und begehrt wie er, endete in einem totalen Disaster. Alles was er erntete war, Hass, feuriger blutiger Hass. So sehr er versuchte auf Alexander einzureden, je wuetender dieser wurde, und je wuetender er dadurch wurde, desto mehr Hass erntete er aus den Worten und den Blicken Alexanders.
Enwell zog sich zurueck. Er konnte weder Linella noch Alexander in die Augen sehn. Alexander nicht, weil er nicht noch mehr Hass von ihm spueren wollte. Linella nicht weil er nicht wollte das sie seine Traenen sieht. Er verbrachte den Tag und die Nacht am See Westlich von Trolls Bane und dachte nach.
Was tust du nur Enwell....
-Ich tue das was mir mein Herz sagt....
Dann hoer auf deinen Verstand
-Mein verstand gibt mir in der Liebe keine guten Ratschlaege...
-Du sagst du liebst sie, aber denkst du sie wird deine Liebe jemals erwiedern? Erinner dich was Alex gesagt hat: Sie war diejenige die ihm davon abriet dich in der Rose aufzunehmen...
-Wer sagt das ich je dahin wollte.. mein herz sagt das ich es auf einen versuch ankommen lassen soll...
......
Er dachte noch lange so hin und wieder her, bis er sich schliesslich entschloss einen Brief zu schreiben. Alex hatte ihm kaum zu gehoert und er hoffte nun das dies ihm seinen Standpunkt besser beschrieb.

"Alexander,
es tut mir leid. Alles tut mir schrecklich leid. Das ich sie liebe tut mir leid. Was ich sagte tut mir leid. Einfach alles. Drum schreibe ich diese Zeilen in der Hoffnung, dass das geschriebene Wort eher deinen Verstand erreicht als das gesprochene und das die Wut auf mich deine Augen nicht geblendet hat, so wie sie deine Ohren betaeubt.
Linella war eine der ersten Personen die ich traf als ich auf Gobiath ankam und ich fuehlte mich gleich zu ihr hingezogen. Nach einer Weile verliebte ich mich sogar in sie. Du kennst die Geschichte. Du sagst, du hast damals nichts zerstoert, weil damals nichts bestand. Und ich hingegen wuerde etwas zerstoeren was schon besteht. Es kommt mir so vor als gaebest du mir die schuld das sie sich nicht an dich erinnert. Denn das was zwischen dir und ihr so stark war, hat euch das Meer an dem ich sie fand genommen, zusammen mit ihrem Gedaechtniss. Es ist alles wie voher. Du liebst sie, ich liebe sie, nur im gegensatz zu dir damals, spiele ich heute mit offenen Karten, denn schliesslich lasse ich meine Gefuehle vor dir offen sehn, nicht? Doch ich will nicht mit dir streiten ich wollte es auch als ich in die Miene kam nicht. Und erst recht nicht mit dir kaempfen. Selbst wenn es mir erlaubt waere, und selbst wenn ich faehig waere dich zu besiegen, wuerde ich es nicht tun.. Was denkst du wie sich Lin fuehlen wuerde wenn wir uns die Koepfe wegen ihr einschlagen. Zwei Personen an die sie sich nicht erinnern kann, kam kennt, bringen sich gegenseitig um und sie versteht niht warum. Du weisst wie zerbrechlich sie ist. Sie wuerde sich selbst die schuld geben und der Schmerz den wir ihr damit zu fuegen wuerde lange, vielleicht nie mehr vergehn. Sie ist wie Glas, zerbrechlich und schoen, doch wenn du denkst sie faellt und zerbricht dann steht sie auf einmal. Doch ich denke nicht das irgendjemand diesen Schock verkraften wuerde, der auch nur etwas Waerme im Herzen hat.
Ich will nur das du verstehst, das ich sie ebenso liebe wie du. Und somit ebenso nach ihrer Waerme und Naehe strebe wie du es tust. Denn ein stueck Verstaendniss, wuerde die Wut auf mich vielleicht senken. Ich weiss das ich durch dies Bestreben den Freund in dir vielleciht fuer immer verliere. Doch ich will wenigstens das dieser Teil mich ein klein wenig versteht, warum ich dies tue. Nicht um dich zu verletzen sonder weil ich nciht anders kann..

Hoffnungsvoll,
~~Gezeichnet~~
Enwell van Illdoran
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Enwell van Illdoran
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Post by Enwell van Illdoran »

Es dauerte nicht lange bis Roxana, seine Schneeweisse Taube kam um sich nach einer erfolglosen Wuermer-Jagd wieder ein wenig Brot von ihrem Herrn abzuholen. Er gab ihr das Brot und ein zusammengerolltes Pergament mit den eben verfassten Worten fuer Alexander. "Bring ihn zu Alexander, schliesslich habe ich dir schon mal eine Nachricht fuer ihn gegeben.. Du weisst wen ich meine?" Die Taube gurrte ein wenig zwickte ihn sanft in Ohr und flog davon...
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