Auf der Suche nach der Magie
Posted: Thu May 02, 2013 5:58 pm
“Das schwarze oder das bordeauxrote Kleid, oder doch eher Rock und Bluse?“
Unschlüssig hockt die Elfe vor der Kiste und wühlt in dem Kleiderstapel. Dabei ist ihre Auswahl tatsächlich eher begrenzt. Nur wenige Stücke hat sie im Kleiderfach liegen, so dass man normalerweise noch den Boden sehen kann. Doch zurzeit ist all ihre Habe ausgebreitet.
Nach mehrmaligem Wechsel der Bekleidung und kritischen Blicken im Spiegel räumt sie wieder sorgfältig auf. Die Auswahl der Kette nimmt noch einmal so viel Zeit in Anspruch obwohl ihre hier gerade einmal zwei, noch dazu sehr ähnliche Stücke, zur Auswahl stehen.
Die übrigen Gegenstände steckt sie nach kurzer Inspektion ein ohne groß Alternativen zu prüfen. Einen scharfen Norodaj Dolch mit einer Gravur prüft sie an einem Finger. Es ist kaum Druck von Nöten um die Haut zu ritzen. Ganz zum Schluss verstaut sie noch einen abgegriffenen Zauberstab, den sie liebevoll und verträumt streichelt bevor er im Holster am Gürtel verschwindet.
Bevor sie die Stadt verlässt wirft sie noch einen Blick in die Küche. “Rakaya, ich bin in einer Woche zurück, dann weiß ich ob Djironima recht hat. Nähst du mir bis dahin ein Reisekleid für den Norden?“ Sie blinzelt schelmisch mit den Augen, stibitzt sich eine Handvoll Kekse und verschwindet durch die Tür. Der Orkin, die gerade Teig knetet, bleibt nur noch ein kopfschüttelndes Grinsen.
Der Hafen der Stadt ist nicht weit. Celegail hat keinen Blick übrig für einen Kauffahrer und steuert zielgerichtet den Steg an, wo die Boote vertäut liegen, deren Besitzer offiziell vom Fischfang leben, aber bekannt dafür sind, auch alles andere zu transportieren.
“Ich such ein schnelles gutes Schiff für eine Woche!“
Drei Boote liegen am Steg und drei Männer kommen diensteifrig herbeigeeilt.
Doch als die Elfe die Boote in Augenschein nimmt, reduziert sich die Auswahl dramatisch. Ein Boot ist so breit, dass es sicher viele und schwere Lasten tragen kann. Selbst Celegail kann erkennen, dass es nicht schnell ist. Ein zweites benötigt dringend eine Werft. Das Segel, das der Besitzer gerade flickt würde problemlos auch als Netz für größere Fische durchgehen. Lediglich das kleinste der Boote flößt Celegail genügend Vertrauen ein. Ein schlankes, vielleicht 25 Fuß langes schwarz gestrichenen Boot mit hohen Bordwänden und einer halbgeschlossenen Kajüte, die das gesamte hintere Hälfte des Bootes ausmacht.
“Nun, das reicht nicht.“ Der Blick des Mannes ruht nicht auf den angebotenen Münzen sondern deutlich unterhalb des matten Rubins, den die Elfe als Kette trägt.
“Du behältst deine Münzen und gibst mir etwas, was dir nichts kostet.“ Ein einzelner Zahn erscheint im Munde des Schmugglers, als der anzüglich grinst.
“Du spinnst wohl, du kannst alles haben, was in der Börse ist. Ich bin doch keine Hafenschlampe!“ Celegail ist empört, die umstehenden Fischer lachen.
Der Mann zuckt mit den Schultern. “Dann eben nicht, für die paar Münzen fahr ich keine Woche durch die Gegend.“
Die Elfe wendet sich ab und geht durch den Hafen. Mit einem Blick erfasst sie, dass es wohl keine Alternative zu diesem Boot gibt. Der Kauffahrer wird sich nicht dazu herablassen tagelang ziellos umherzufahren, die restlichen Fischerboote könnten es nach Cadomyr schaffen. Aber mit denen würde sie sich nicht auf das offene Meer trauen. Als sie aufs Meer hinausblickt wandern ihre Gedanken zurück nach Buch. Das fiebrige Baby erscheint vor ihrem inneren Auge und sie kann wieder ihre Hilflosigkeit spüren, als sich der Heilzauber direkt vor ihren Fingerspitzen auflöste. In ihren Ohren dröhnt das Flüstern der Marktfrauen am Tage danach.
‘… gestorben … gestorben … gestorben‘
Die Elfe schüttelt sich, löst die Verschnürung ihres Kleides etwas und setzt ein falsches Lächeln auf. Dann geht sie entschlossen zurück zum Steg. Dort angekommen beugt sie sich leicht vor, so dass der Schmuggler einen Blick in den Ausschnitt ihres Kleides werfen kann. Verführerisch flüstert sie ihm zu. “Ich suche eine Gegend, wo arkane Runen wirken. Wenn du mich dahin bringst, gebe ich dir all meine Magie zu kosten. Bis dahin … Finger weg!“ Sie schlägt die Hand des Mannes bei Seite, der nach ihr greift.
Der Schmuggler nickt und kann den Blick kaum von ihrem Ausschnitt losreißen.
“In einer halben Stunde fahren wir los!“ Zeit für eine Antwort lässt sie ihm nicht.
Unschlüssig hockt die Elfe vor der Kiste und wühlt in dem Kleiderstapel. Dabei ist ihre Auswahl tatsächlich eher begrenzt. Nur wenige Stücke hat sie im Kleiderfach liegen, so dass man normalerweise noch den Boden sehen kann. Doch zurzeit ist all ihre Habe ausgebreitet.
Nach mehrmaligem Wechsel der Bekleidung und kritischen Blicken im Spiegel räumt sie wieder sorgfältig auf. Die Auswahl der Kette nimmt noch einmal so viel Zeit in Anspruch obwohl ihre hier gerade einmal zwei, noch dazu sehr ähnliche Stücke, zur Auswahl stehen.
Die übrigen Gegenstände steckt sie nach kurzer Inspektion ein ohne groß Alternativen zu prüfen. Einen scharfen Norodaj Dolch mit einer Gravur prüft sie an einem Finger. Es ist kaum Druck von Nöten um die Haut zu ritzen. Ganz zum Schluss verstaut sie noch einen abgegriffenen Zauberstab, den sie liebevoll und verträumt streichelt bevor er im Holster am Gürtel verschwindet.
Bevor sie die Stadt verlässt wirft sie noch einen Blick in die Küche. “Rakaya, ich bin in einer Woche zurück, dann weiß ich ob Djironima recht hat. Nähst du mir bis dahin ein Reisekleid für den Norden?“ Sie blinzelt schelmisch mit den Augen, stibitzt sich eine Handvoll Kekse und verschwindet durch die Tür. Der Orkin, die gerade Teig knetet, bleibt nur noch ein kopfschüttelndes Grinsen.
Der Hafen der Stadt ist nicht weit. Celegail hat keinen Blick übrig für einen Kauffahrer und steuert zielgerichtet den Steg an, wo die Boote vertäut liegen, deren Besitzer offiziell vom Fischfang leben, aber bekannt dafür sind, auch alles andere zu transportieren.
“Ich such ein schnelles gutes Schiff für eine Woche!“
Drei Boote liegen am Steg und drei Männer kommen diensteifrig herbeigeeilt.
Doch als die Elfe die Boote in Augenschein nimmt, reduziert sich die Auswahl dramatisch. Ein Boot ist so breit, dass es sicher viele und schwere Lasten tragen kann. Selbst Celegail kann erkennen, dass es nicht schnell ist. Ein zweites benötigt dringend eine Werft. Das Segel, das der Besitzer gerade flickt würde problemlos auch als Netz für größere Fische durchgehen. Lediglich das kleinste der Boote flößt Celegail genügend Vertrauen ein. Ein schlankes, vielleicht 25 Fuß langes schwarz gestrichenen Boot mit hohen Bordwänden und einer halbgeschlossenen Kajüte, die das gesamte hintere Hälfte des Bootes ausmacht.
“Nun, das reicht nicht.“ Der Blick des Mannes ruht nicht auf den angebotenen Münzen sondern deutlich unterhalb des matten Rubins, den die Elfe als Kette trägt.
“Du behältst deine Münzen und gibst mir etwas, was dir nichts kostet.“ Ein einzelner Zahn erscheint im Munde des Schmugglers, als der anzüglich grinst.
“Du spinnst wohl, du kannst alles haben, was in der Börse ist. Ich bin doch keine Hafenschlampe!“ Celegail ist empört, die umstehenden Fischer lachen.
Der Mann zuckt mit den Schultern. “Dann eben nicht, für die paar Münzen fahr ich keine Woche durch die Gegend.“
Die Elfe wendet sich ab und geht durch den Hafen. Mit einem Blick erfasst sie, dass es wohl keine Alternative zu diesem Boot gibt. Der Kauffahrer wird sich nicht dazu herablassen tagelang ziellos umherzufahren, die restlichen Fischerboote könnten es nach Cadomyr schaffen. Aber mit denen würde sie sich nicht auf das offene Meer trauen. Als sie aufs Meer hinausblickt wandern ihre Gedanken zurück nach Buch. Das fiebrige Baby erscheint vor ihrem inneren Auge und sie kann wieder ihre Hilflosigkeit spüren, als sich der Heilzauber direkt vor ihren Fingerspitzen auflöste. In ihren Ohren dröhnt das Flüstern der Marktfrauen am Tage danach.
‘… gestorben … gestorben … gestorben‘
Die Elfe schüttelt sich, löst die Verschnürung ihres Kleides etwas und setzt ein falsches Lächeln auf. Dann geht sie entschlossen zurück zum Steg. Dort angekommen beugt sie sich leicht vor, so dass der Schmuggler einen Blick in den Ausschnitt ihres Kleides werfen kann. Verführerisch flüstert sie ihm zu. “Ich suche eine Gegend, wo arkane Runen wirken. Wenn du mich dahin bringst, gebe ich dir all meine Magie zu kosten. Bis dahin … Finger weg!“ Sie schlägt die Hand des Mannes bei Seite, der nach ihr greift.
Der Schmuggler nickt und kann den Blick kaum von ihrem Ausschnitt losreißen.
“In einer halben Stunde fahren wir los!“ Zeit für eine Antwort lässt sie ihm nicht.