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kalte Nacht

Posted: Fri Sep 18, 2009 11:54 pm
by Lhósson
Eine vollkommen in schwarz gehüllte Gestalt betritt die Stadt. Ihre Kleidung flattert wie Fahnen im Wind. Am Brett stoppt sie Kurz. Fahl ist die Hand, die einen Zettel an das Brett heftet. Die Gestalt zieht weiter ihren Weg, weiter nach Süden.

Durch dunkle Nacht ich streife.
Mehr ein Schatten meiner Selbst,
doch bin ich ganz.

Die Nacht sie ist so kalt.
Unbarmherzig wie des Winters Griff
und kein Feuer was mich wärmt.

So klar ist die Nacht.
Meine Glieder die fühl ich nicht
mehr.

Stille herrscht in der Nacht.
Ich höre es, mein Herz.
Wie es immer langsamer schlägt.

Kalt ist ihre Berührung in der Nacht.
Kälter noch als die Nacht selbst.
Mein Herz es stoppt.

Doch verwehrt sie mir ihren Kuss.

Posted: Sat Sep 19, 2009 5:42 pm
by Kranek
Ein Jäger aus dem Norden kommt kurz danach am Brett vorbei und liest das Gedicht. Schmunzelnd zieht er weiter
"Der Kerl sollte sich beim Jarl melden, der erlöst ihn von seinem Leid..."

Posted: Sat Sep 19, 2009 5:57 pm
by Das Auge
Auch ein kleiner Junge, verschleiert kommt am Brett vorbei und liest sich dieses Gedicht durch. Er fässt sich kurz auf sein Kopf unter seiner Kapuze, unter der wohl mehr steckt. In seiner Hand hält er die ganze Zeit einen rostigen Dolch.

"Er erzählt dies, was ich habe. Er ist ich und ich er. Woher kennt er mich, doch ich weiß es, denn er ist ich, da ich ja er bin. Also weiß er mehr über mich! Er muss mir mehr erzählen über mich!"

Der Junge geht weiter, zieht seine Kapuze wieder tief in sein Gesicht, steckt sein Dolch wieder an seinen Gürtel.

Posted: Sat Sep 19, 2009 6:00 pm
by Damien
Ein großer Elf spatziert lautlos am Anschlagsbrett entlang, schaut dem Jäger kurz über die Schulter und wendet sich dann weitergehend ab, während er zustimmend murmelt : "Ja, diese Sätze entbehren zugleich Versmaß als auch jeglichen Reimes - in der Tat, eine völlig kunstlose Schmiererei. Eine wahre Schande."