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Wolfsjagd
Posted: Wed Jul 16, 2008 8:38 pm
by Triton
Grauschwarze Wolken verdunkeln den Himmel.
Der Regen fällt schwer auf das Dach der Kutsche,
wärend der Reise von Varshikar zurück nach Trollsbane.
Vom Kutschbock hört Luthille selbst über den prasselnden
Regen hinweg die verzweifelten Rufe des Kutschers.
Dieser treibt die vier, vor kurzer Zeit noch prächtigen Falen,
zu noch grösserem Tempo an, obwohl doch schon Blut und
Schaum aus ihren Nüstern quillt und sich mit dem Regen des
Sturmes vermischt. Sie hatte sich diese Reise von ihrem
letzten ersparten geleistet, es wahr wohl ein Fehler.
Die Kutsche fährt in so rascher Fahrt über den holprigen Waldweg,
dass Deichsel entmutigend ächtzt und die Räder verdächtig knirschen.
Die Insassin hat dringendere Sorgen, denn schon von weitem
hört man das geheul der Bestien, die Wölfe des Waldes.
"Kutscher da sind sie schon wieder,
diese schrecklichen Tiere! Ich dachte ihr hättet sie abgeschüttelt",
schrillt die Dame zum Kutschenführer.
"Nur ruhig! Ich bin sicher wir verlassen
den Wald bald.
Mit ihm werden wir auch die Wölfe hinter uns lassen!",
schreit der kräftige Mann.
"Ich hoffe ihr behaltet Recht!"...
"Ich behalte immer Recht"
Das Heulen der Wölfe durchdringt die Nacht.
Es ist nicht mehr weit bis zum Ende des Waldes.
Schon kommt die letzte Biegung in Sicht.
Dieses eine mal aber sollte sich der Kutscher täuschen.
Die Kutsche nimmt gerade die letzte Kurve, als plötzlich
das linke vorderad an einem Stein zerbirst und die
Kutsche aus der Verankerung der Deichsel reisst.
Holz splittert als sie sich drei mal überschlägt und
schliesslich mit lautem krachen an einem
Baumstumpf zum stoppen kommt. Nach kurzer
Zeit kommt Luthille mit schmerzenden Rücken
wieder zu Bewustsein.
"Kutscher! ..Kutscher helft mir heraus"
Eine gedrungene Gestallt erscheint
dort wo früher die Türe der Kutsche war.
"Ich bin so froh euch zu sehen, los macht schon helft mir heraus."
Doch als er sich bücken will um sie am Arm zu Packen,
wird er von der Seite niedergerissen. Dies jedoch begriff
er anscheinend nicht und wohl auch nicht das der
Wolf keinen Moment abwartete bis er ihm die Kehle
herausriss.
Posted: Wed Jul 16, 2008 10:10 pm
by Triton
Luthille lebt noch, sie scheint sich zu bewegen.
Ihre Knochen schmerzen, doch sie kann sich etwas Aufrichten.
Ihr Blick fällt nach Aussen, dorthin wo mehrere Wölfe ihre
bejagte Beute reissen. Anscheinend wird sie von ihnen
nicht bemerkt und so verhällt sie sich ruhig,
in der Hoffnung einen Ausweg zu finden.
Posted: Thu Jul 17, 2008 10:59 am
by annika
Langsam nehmen die verschwommenen Umrisse um sie herum Konturen an. Bäume, sogar sehr viele davon. Auch die sie umgebenden Geräusche beginnen langsam, sich zu entwirren. Regen und Wind, die sich in den Baumkronen fangen.
Mit langsamen Schritten geht sie vor. Alles erscheint seltsam schwer, träge.
Als sie die Hand hebt, bemerkt sie, dass ihre Hände in Stahlhandschuhen stecken.. warum ist sie gerüstet?
Das Heulen von Wölfen unterbricht ihre Gedanken. Sie sollte wohl lieber verschwinden, warum auch immer sie hier war, spielt nun wohl keine Rolle mehr.
Mit jedem Schritt werden ihre Bewegungen sicherer.
Ein lautes Krachen und Bersten lässt sie wieder verharren. Das konnte unmöglich der Regen sein. Auch die Wölfe klingen aggressiver, hungriger? Vielleicht aus einer alten Gewohnheit heraus wendet sie ihre Schritte und geht in die Richtung, aus der die Geräusche kommen.
Während sie sich nähert, holt sie ein Schild vom Rücken und zieht ein Schwert.
Noch bevor sie sich darüber wundern kann, erreicht sie den Ort des Grauens. Entsetzt bleibt sie stehen und schaut auf das entsetzliche Mahl der Wölfe.
Posted: Thu Jul 17, 2008 11:37 am
by Pranck
Langsam durchstreift er die für ihn neuen Wege.
Erstaunt läuft er weiter, immer in Richtung Osten.
Es herscht stille auf diesem schönen, dennoch einsamen Weg
...bis er zu der Kutsche kommt.
Von weitem sieht er die Wölfe und erhebt seinen Kriegshammer.
Ob welche zu Schaden kamen ?
Posted: Thu Jul 17, 2008 2:13 pm
by Triton
Einer der Wölfe etwas zierlicher gebaut mit tropfenden
Blut um das Maul, vermutlich ein Weibchen,
hebt den Kopf und saugt die Luft des Waldes ein.
Durchdringlich heulend macht sie auf sich und ihr
Jagdglück aufmerksam.
Die beiden anderen welche sich noch immer über den
Körper des Kutschers hermachen und Stück für Stück
mit reisendem Kopf heraustrennen scheint das nicht zu stören,
sie sind zu sehr beschäfftigt sich die Bäuche zu füllen.
Witterung...
Die Wölfin reagiert sofort, doch man könnte
meinen das sie durch den stätig wechselnden Wind noch
nicht die Richtung der Bedrohung wahrgenommen hat.
Aufgeregt bewegt sie ihre Ohren um dem Wind zu folgen.
Ruhig steht sie da und beowachtet von einer Anhöhe herab die Umgebug.
Wieder ein markerschütterndes Heulen durchdringt den Wald.
Posted: Thu Jul 17, 2008 3:09 pm
by annika
Langsam löst sich die Starre des Grauen, die sie erfaßt hatte. Noch bevor sie darüber nachdenken kann, was sie tut, hebt sie den Schild und bringt das Schwert in eine gute Position.
Das durchdringende Wolfsheulen läßt sie wieder vorschauen. Einer der Wölfe ist aufmerksam geworden. Doch scheint er nicht direkt sie wahrzunehmen. Bevor sie sich fragen kann, was sie da eigentlich tut, übernehmen ihre Instinkte und geschulten Reflexe ihr Handeln.
Demjenigen, der dort unter den Wölfen liegt, wird nicht mehr zu helfen sein, doch eine Kutsche befördert Pasagiere, und von ihnen ist dort nichts zu sehen. Wenn, dann sind sie im Inneren der Kutsche und verloren, wenn die Wölfe von ihrem ersten Opfer ablassen.
Langsam, darauf bedacht nach Möglichkeit dem Wind entgegen zu gehen, nähert sie sich dem Unglücksort.
Posted: Thu Jul 17, 2008 3:58 pm
by Rhianna Morgan
Alan legte sich in Varshikar auf sein Bett. Er hoffte wirklich dass seine Geliebte eine gute Reise haben möge. Wochen- sogar monatelang hatte sie ihn gepflegt, und nun da es ihm endlich besser ging musste sie fort. Sein Kopf begriff das wohl, aber sein Herz konnte es nicht fassen. Endlich vereint. Und sogleich wieder getrennt. Es half wohl nichts, er würde ihr bald folgen müssen wenn sie nicht wiederkehrte.
Es ohne sie länger als drei Wochen auszuhalten erschien ihm unmenschlich und grausam, denn eine jede Minute in der sie nicht bei ihm war machte ihn unglücklicher.
Gute Reise, Geliebte... und baldiges Wiedersehen.
Posted: Thu Jul 17, 2008 8:55 pm
by Pranck
Es scheint nur eine Möglichkeit zu geben...die aggressive...
Oder vieleicht doch anders ?
Er bückt sich schnell zu Boden und hebt einen etwas größeren Stein auf.
In der Hoffnung zu treffen wirft er ihn hart in Richtung des Weibchens...
Posted: Fri Jul 18, 2008 10:05 am
by annika
Als etwas auf den Wolf zufliegt, hält sie inne. Sie ist nun so weit herangekommen, dass sie durchaus in Reichweite für einen Versuch in dieser Art ist.
So bleibt sie stehen und geht langsam in die Knie. Ihre Hand ergeift einen größeren Stein. Sie schleudert ihn gegen den Wolf, der schon durch den ersten Wurf abgelenkt erscheint.
Kurz schaut sie vor und erkennt eine weitere Gestalt, die wohl auch dem Weg zur verunglückten Kutsche ist.
Inständig hofft sie, die Wölfe mögen sich, gesättigt wie sie wohl sein dürften, durch die Steine so weit ablenken lassen, dass die Kutsche wieder frei wird.
Posted: Sun Jul 20, 2008 9:27 am
by Triton
Sie horcht, Etwas trifft auf dem Boden direckt neben ihr auf.
Mit einem Blick stellt sie fest, dass es sich um Steine handelt,
von denen sie einer an der Flanke trifft.
Aus Erfahrung weiss sie das Steine nicht fliegen können,
nun hat sie ihren Anhaltspunkt und hebt ihren Kopf
um die Wurfrichtung zu sondieren.
Sie sieht und spurtet auf den Hammerträger los...
Der Leitwolf sieht auf und auch das Jungtier ist in Alarmbereitschaft,
beide sind nun wachsam und wenden sich dem
näherkommenden zweibeinigen Weibchen zu.
Knurrend und wild geifernd stehen sie über
ihre Beute gelehnt da, anscheinend um sie zu schützen.
Die blutigen Zähne, durch die sie ein Geräusch des Todes drücken,
glänzen auf Entfernung in dem diesigem leicht nebeligen Gelände.
Das Jungtier ist noch etwas unbeholfen,
macht aber instinktiv das nach was der Leitwolf tut.
Ohren anlegen, knurren, fletschen, wittern.
Luthille liegt noch immer eingeklemmt in der Kutsche,
ein Blick nach draussen verrät ihr das die Wölfe aufgeschreckt wurden.
Liegend atmet sie sehr flach um nicht entdeckt zu werden,
wärend sich ihr Blick auf das unter der gegenüberliegen Sitzbank
eingeklemmten Bein richtet.
Posted: Sun Jul 20, 2008 11:10 pm
by annika
Einer der Wölfe hat sich die Person als Ziel ausgesucht, die aus der ihr entgegengesetzten Richtung näher kommt. Gut...
Blieben noch zwei.. wobei das eine Tier recht erfahren wirkt. Das andere scheint viel unerfahrener, also die kleine Gefahr.
Ihre Gedanken jagen, ihr Herz hämmert schmerzlich gegen ihre Rippen.
Zwei Wölfe zugleich würden eine Kraft entwickeln, der sie wohl nichts entgegensetzten könnte. Zwar würde die Rüstung sie schützen, doch auch hindern durch ihr Gewicht.
Unbewußt tastet sie zu ihrer Seite, dort befindet sich ein zweites Schwert. Ohne groß nachzudenken, hebt sie den Schwertarm und wirft das Schwert, das sie in der Hand hält, gegen den Leitwolf.
"Bitte triff".. denkt sie verzweifelt, während sie geschickt das zweite Schwert zieht und ihr Schild hebt, um den kommenden Angriff abzuwarten.
Posted: Sun Jul 20, 2008 11:24 pm
by Pranck
Langsam hebt er seinen Hammer in Angriffsbereitschaft und murmelt dabei leise etwas, das schwer nach "Großartig..." klingt.
Die Wölfin scheint immer näher zu kommen, doch er tut es gleich, nur nicht in der selben Geschwindigkeit.
Kaum ist die Wölfin nah genug, schlägt er mit harter Wucht zur Seite aus.
Ob es traf ?
Oder, war sie schneller ?
Posted: Mon Jul 21, 2008 1:34 pm
by Triton
Das Schwert fliegt mit einem sausenden Geräusch und
schneidet die Luft, bevor es ankommt und frontal im
Boden stecken bleibt. Das Jungtier winselt auf und
knickt mit dem linken Vorderlauf etwas zusammen.
Bei näherer Betrachtung tritt Blut aus einer Schnittwunde.
Der Leitwolf, dem das nicht entgangen ist legt die
Ohren noch tiefer, kurz nach einem Markerschütternden
Knurren setzt er zum Spurt an und wirft sich mit den
Vorderpfoten voran auf die sich mit dem Schild
schützende Frau. Er versucht sie nieder zu reissen
und mehrfach nacheinander schnappt er ungeziehlt
in Richtung ihres Halses.
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Der Hammer trifft die Wölfin an der Flanke,
worauf sie rollend zu Boden geht,
doch sie richtet sich wieder auf,
ihre nun Wuterfüllten Augen starren
ihn für einen Moment an, bevor sie ein paar
Schritte zurückweicht um sich zu sammeln.
Posted: Mon Jul 21, 2008 3:15 pm
by Rhianna Morgan
Die Unruhe verhinderte dass Alan einschlief. Katarine und Roveig waren nicht da, und auch sonst hatte er hier kaum Gesprächspartner...
Nervös richtete er sich wieder auf, und griff mit einer steifen Bewegung nach seinem Hemd, das er neben dem Bett auf einen Stuhl gelegt hatte. Zu eng wurde es ihm in dem kleinen Raum, und viel zu warm. Gleich einem Wachtraum durchzitterten in Bilder was seiner Geliebten alles auf dem Weg passieren konnte.
Fasse dich Alan, sie fährt in einer Kutsche. Sie kann schon jetzt an der Brücke sein. Wölfe greifen keine Kutschen an, Trolle sind zu langsam um es zu versuchen und Fliegenschwärme... Selbst die bösartigen Moskitos aus den Sümpfen prallen aussen an der Kutsche ab. Es geht ihr gut, mit Sicherheit...
Er warf sich das weite Hemd lose über, vorne klaffte es noch offen, als er auf den Balkon hinaustrat. Er konnte den schwach erleuchteten Platz unter sich erkennen, die Fontäne des Brunnens schimmerte silbrig und zusammen mit einer Erinnerung an seine Geliebte kam ihm sofort ein Lied in den Sinn...
Und entwich ihm wieder, kaum dass er sich versuchte darauf zu konzentrieren. Umständlich stopfte er das Hemd unten in die Hose und trat näher an die Brüstung. Von hier aus konnte man nach Süden sehen, wenn es hell war. Hinaus in die Weiten der Wüste. Er hatte ihrer Kutsche lange nachgesehen als sie fort fuhr. Ob sie wohl auch so oft an ihn dachte wie er an sie?
Nun, wenn sie kurz vor Bane war hatte sie sicherlich besseres zu tun, Pläne zu machen. Ein kurzer Blick seinerseits flog durch die offene Zimmertür wo noch ein Holzsplitter und eine geplatzte Darmseite als Überbleibsel seiner Laute herumlagen. Vergangen war sie, und mit ihrem Zerbrechen schien sich eine Tür geschlossen zu haben. Er brauchte ein neues Instrument. Eine Laute, vielleicht auch eine Flöte. Er musste wohl oder übel dafür arbeiten... Denn ein Instrument würde ihm niemand schenken. Leider.
Es war schon bald Zeit dass er Luthille folgte. Er redete sich ein dass es wegen einem Instrumentenbauer war... aber in Wahrheit vermisste er sie so sehr dass es weh tat. Ihr Lachen, ihre Lieder. Ihre gute Laune und ihre Zuversicht, ihr einfühlsames Wesen. Er würde ihr schon bald folgen.
Bald, Geliebte, bald. Ich komme. Warte auf mich. Ich komme. Bald.
Gleich einer Beschwörung murmelte er diese Worte der Hoffnung vor sich hin, klammerte sich an ihnen fest während er die Nacht durchwachte und auf den ersten Strahl der Sonne wartete.
Posted: Mon Jul 21, 2008 3:43 pm
by annika
Als der Körper des Leitwolfes gegen ihren Schild prallt, ist sie darauf gefaßt. Dennoch überrascht sie die Wucht des Aufpralls etwas.
Sie knickt mit einem Bein ein, ihr Körper biegt sich hinter dem Schild zurück, so dass es beinahe aussieht, als kniee sie in leicht grotesker Weise vor dem wütenden Wolf.
Ihn immer noch mit dem Schild abwehrend, versucht sie sich etwas zur Seite zu drehen. Dann holt sie zu einem Schlag mit dem Schwert aus, der den Wolf in die Seite treffen soll. Macht ihn seine Wut für die Gefahr blind oder weicht er schnell genug aus?
Posted: Fri Jul 25, 2008 2:24 pm
by Triton
Geziehlt trifft sie ihn er verliehrt jaulend
an halt und geht zu Boden..
Das Jungtier nun sichtlich aufgeregt,
dreht sich nun mehrmalig und flüchtet ins Unterholz.
Posted: Sat Jul 26, 2008 7:48 pm
by Triton
Luthille lebt..
((RP Closed))
((Danke an die Beteiligten))