Nerians Kampf (( Fortsetzung... ))
Posted: Sat Oct 21, 2006 3:30 pm
Nerians letzte Kraft führte seine Beine gen Vanima, an die einsamen Strände, die hinter dichten Wäldern lauerten. Der Elos streute seine gefrorenen Tränen, leise Kristalle, die Nerian vertrauter denn je schienen in den Tagen, die er mit dem letzten Funken Leben, der seinem Körper innewohnte zu durchstehen versuchte, obgleich die Schmerzen ihm langsam signalisierten, dass es zu Ende ging.
Eine Woche nun...Stunden, die der Zeit einen weitaus größeren Tribut zahlten, als sie es verdient hätte...Stunden wie Jahrtausende, nur noch ein Kampf um ein für ihn sinnloses Dasein.
Gepeinigt schrie er auf, als er einen unvorsichtigen Schritt tat und eine Melodie der Qual aus seinem Bein hervor seinen ganzen Körper durchschallte. Mit verzerrtem Antlitz richtete er sich zu voller Statur auf, um einen Schrei zu den Göttern entsenden, auf dass selbst die starren Bäume in sich zusammen fuhren.
"Wer seid ihr?! Wofür haltet ihr euch, dass ihr mich zu einer derarten Marionette eurer kranken Spiele verdammt?! Jahre diente ich euch...Ewigkeiten in stets gutem Glauben...und nun...nun lasst ihr mich fallen...nachdem ich mein ganzes Leben euch hingab...schickt mich in einen einsamen Tod. Welch abartige Bestien seid ihr...dass ihr mir etwas derartiges antut?! Kriege habe ich gefochten...um mich als erbärmlicher Wurm zum Sterben zu verkriechen!?" Der Glauben des jungen Priesters war versickert in dem brachen Flußbett, wessen Wasser einst die blühenden Äcker seiner Leidenschaft genährt hatten...das ihm das alles war, das er zum Leben brauchte. "Wo ich euch...wo ich euch doch stets loyal war...", winselte er hinterher, ehe ihn seine Knie der Schwerkraft auslieferten. "Wenn du noch hier bist...Malachin...wenn dich meine Worte nicht längst von meiner Seite getrieben haben...so bitte ich dich...mir noch die Kraft zu schenken...bitte...bitte mein Herr...", der Wehmut war mit diesen Worten wieder gekehrt. Lediglich das Leid war es, das ihn zu Flüchen verleitete.
"Mein Gott...der du stets mein Herr warst...dessen Gebete und Anrufe mir stets mein ein und alles waren...verlass' mich nun nicht...wo die letzten meiner Freunde mich hier in Einsamkeit zurückgelassen haben...bitte...", der letzte Rest seiner Würde wart mit jenen Silben in die Kalte Wildniss eines schlafenden Landes entlassen.
"Oldra...deine Kraft barg ich stets in meinen Händen...und nur für andere habe ich sie eingesetzt...nur zum Wohl aller...nie zu meinem eigenen...bitte...schenke mir die letzte Umarmung...den letzten Trost...in den Stunden der Furcht...ich kann nicht mehr...", Die in Tränen gebetteten Augen starrten hoch ins fahle Firmament, als der junge Priester langsam los ließ...
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Aurora nahm die Samen aus der Truhe, schloß diese im Gehen mit dem Fuß, Sense und Samen in den Händen, den Dreschflegel am Gürtel, und machte sich auf zu den Feldern Vanimas, als sie plötzlich etwas hörte.
Sie lauschte auf, den Atem anhaltend. Sie hörte eine Stimme, eine Stimme voller Qual und Resignation, eine Stimme, die ihr bekannt war, der sie immer gern gelauscht hatte, die ihr immer wieder Hoffnung gegeben hatte.
„Nerian….“ Aurora ließ alles fallen und rannte los, nicht auf Sträucher und Wurzeln achtend, blind dem hilflosen Schrei folgend. Sie rief seinen Namen, wieder und wieder, doch sie hörte nichts mehr. Mit tränengetrübtem Blick lief sie weiter. Nerian, der ihr schon so viele Male Kraft gegeben hatte, schien seit den Tagen des Mas so kraft- und hilflos, wie sie es nie für möglich gehalten hatte. Sie stolperte weiter und erreichte die Felder, sah sich kurz um, gegen die Statue gelehnt nach Luft schnappend. Dann sah sie Nerian, er lag am Strand hinter den Bäumen, reglos.
Aurora spurtete los, wieder Nerians Namen rufend und ließ sich neben ihm auf die Knie fallen. Sie beugte sich über ihn: er atmete, Ushara sei Dank. Tränen liefen ihr über die Wangen, als sie ihn wieder und wieder mit seinem Namen ansprach, verzweifelt und hilflos Stirn und Wangen streichelnd. „Nerian, nein. Bleib hier, du darfst nicht gehen, bitte. Ich weiß, wie verzweifelt du bist, Nerian, aber du darfst nicht aufgeben. Bitte lass nicht los, Nerian.“ Als er nicht reagierte, wandelte sich ihre Hilflosigkeit beinah in Ärger „Ich laß das nicht zu Nerian, ich laß dich nicht einfach gehen.“ Dann bettete sie seinen Oberkörper vorsichtig auf ihrem Schoß, hielt Nerian im Arm und wiegte sachte vor und zurück. „Du bist nicht allein, Nerian. Sag mir nur wie ich dir helfen kann.“ Tränen liefen ihr über das Gesicht, als sie den Blick zum Firmament richtete und verzweifelt flüsterte „Das dürft ihr nicht zulassen. Er war in Eurem Namen immer für andere da, hat seine Kraft Euch und allem Leben gewidmet. Jetzt ist es an Euch …“
((Open RP))
Eine Woche nun...Stunden, die der Zeit einen weitaus größeren Tribut zahlten, als sie es verdient hätte...Stunden wie Jahrtausende, nur noch ein Kampf um ein für ihn sinnloses Dasein.
Gepeinigt schrie er auf, als er einen unvorsichtigen Schritt tat und eine Melodie der Qual aus seinem Bein hervor seinen ganzen Körper durchschallte. Mit verzerrtem Antlitz richtete er sich zu voller Statur auf, um einen Schrei zu den Göttern entsenden, auf dass selbst die starren Bäume in sich zusammen fuhren.
"Wer seid ihr?! Wofür haltet ihr euch, dass ihr mich zu einer derarten Marionette eurer kranken Spiele verdammt?! Jahre diente ich euch...Ewigkeiten in stets gutem Glauben...und nun...nun lasst ihr mich fallen...nachdem ich mein ganzes Leben euch hingab...schickt mich in einen einsamen Tod. Welch abartige Bestien seid ihr...dass ihr mir etwas derartiges antut?! Kriege habe ich gefochten...um mich als erbärmlicher Wurm zum Sterben zu verkriechen!?" Der Glauben des jungen Priesters war versickert in dem brachen Flußbett, wessen Wasser einst die blühenden Äcker seiner Leidenschaft genährt hatten...das ihm das alles war, das er zum Leben brauchte. "Wo ich euch...wo ich euch doch stets loyal war...", winselte er hinterher, ehe ihn seine Knie der Schwerkraft auslieferten. "Wenn du noch hier bist...Malachin...wenn dich meine Worte nicht längst von meiner Seite getrieben haben...so bitte ich dich...mir noch die Kraft zu schenken...bitte...bitte mein Herr...", der Wehmut war mit diesen Worten wieder gekehrt. Lediglich das Leid war es, das ihn zu Flüchen verleitete.
"Mein Gott...der du stets mein Herr warst...dessen Gebete und Anrufe mir stets mein ein und alles waren...verlass' mich nun nicht...wo die letzten meiner Freunde mich hier in Einsamkeit zurückgelassen haben...bitte...", der letzte Rest seiner Würde wart mit jenen Silben in die Kalte Wildniss eines schlafenden Landes entlassen.
"Oldra...deine Kraft barg ich stets in meinen Händen...und nur für andere habe ich sie eingesetzt...nur zum Wohl aller...nie zu meinem eigenen...bitte...schenke mir die letzte Umarmung...den letzten Trost...in den Stunden der Furcht...ich kann nicht mehr...", Die in Tränen gebetteten Augen starrten hoch ins fahle Firmament, als der junge Priester langsam los ließ...
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Aurora nahm die Samen aus der Truhe, schloß diese im Gehen mit dem Fuß, Sense und Samen in den Händen, den Dreschflegel am Gürtel, und machte sich auf zu den Feldern Vanimas, als sie plötzlich etwas hörte.
Sie lauschte auf, den Atem anhaltend. Sie hörte eine Stimme, eine Stimme voller Qual und Resignation, eine Stimme, die ihr bekannt war, der sie immer gern gelauscht hatte, die ihr immer wieder Hoffnung gegeben hatte.
„Nerian….“ Aurora ließ alles fallen und rannte los, nicht auf Sträucher und Wurzeln achtend, blind dem hilflosen Schrei folgend. Sie rief seinen Namen, wieder und wieder, doch sie hörte nichts mehr. Mit tränengetrübtem Blick lief sie weiter. Nerian, der ihr schon so viele Male Kraft gegeben hatte, schien seit den Tagen des Mas so kraft- und hilflos, wie sie es nie für möglich gehalten hatte. Sie stolperte weiter und erreichte die Felder, sah sich kurz um, gegen die Statue gelehnt nach Luft schnappend. Dann sah sie Nerian, er lag am Strand hinter den Bäumen, reglos.
Aurora spurtete los, wieder Nerians Namen rufend und ließ sich neben ihm auf die Knie fallen. Sie beugte sich über ihn: er atmete, Ushara sei Dank. Tränen liefen ihr über die Wangen, als sie ihn wieder und wieder mit seinem Namen ansprach, verzweifelt und hilflos Stirn und Wangen streichelnd. „Nerian, nein. Bleib hier, du darfst nicht gehen, bitte. Ich weiß, wie verzweifelt du bist, Nerian, aber du darfst nicht aufgeben. Bitte lass nicht los, Nerian.“ Als er nicht reagierte, wandelte sich ihre Hilflosigkeit beinah in Ärger „Ich laß das nicht zu Nerian, ich laß dich nicht einfach gehen.“ Dann bettete sie seinen Oberkörper vorsichtig auf ihrem Schoß, hielt Nerian im Arm und wiegte sachte vor und zurück. „Du bist nicht allein, Nerian. Sag mir nur wie ich dir helfen kann.“ Tränen liefen ihr über das Gesicht, als sie den Blick zum Firmament richtete und verzweifelt flüsterte „Das dürft ihr nicht zulassen. Er war in Eurem Namen immer für andere da, hat seine Kraft Euch und allem Leben gewidmet. Jetzt ist es an Euch …“
((Open RP))