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Vergebung?

Posted: Wed Apr 12, 2006 12:07 pm
by Enwell van Illdoran

Diese Insel hatte etwas besonderes an sich. Enwell schaffte es fuer mehrere wertvolle Stunden Schlaf, seine Lage zu vergessen. Er wusste was sie rund um Trolls Bane ueber ihn dachten. Und er war froh Djironnymas Angebot angenommen zu haben. Nun war er schon einige Tage dort. Jedoch hatte er in seiner Zeit, weder ihn noch Praetor Damien getroffen. So verbrachte er seine Zeit meist mit dem Stoebern in der Bibliothek, Gebeten zu Sirani und krampfhaften Versuchen sich selbst Elfisch beizubringen.
In ruhigen momenten drangen die Gedanken an Linella und Alexander wieder zu ihm durch, doch jedes mal tat es ihm etwas weniger weh an sie zu denken. Auch sein aeusseres schien langsam wieder aufzuhellen. Er rasierte sich wieder ging oft im Meer baden, wusch seine Klammotten. Leider konnte er den Schatten unter seinen Augen nicht wegwaschen. Den auch wenn der Schmerz sich langsam aufloeste, so wuerde ein Teil von ihm zurueckkommen wenn Enwell Alexander das naechste mal sehn sollte. An seiner Ueberzeugung, dass dieser ihm nie wieder vergeben wuerde, hatte sich nichts geaendert. Ob Alexander auch manchmal an Enwell dachte? 'Bestimmt', sagte er sich. 'Wenn er mit dem etwas schmiedet stellt er sich meinen Kopf auf dem Amboss vor, so dass er die Klinge fester haemmern kann....'
'Und Lin? Denkt sie noch an ihn? Womoeglich hat Alex ihr alles erzaehlt und nun verachtet sie mich womoeglich noch mehr als Alex es tut...'
Und so war er sich nicht sicher ob er den beiden jemals wieder unter die augen treten koennte. Doch frueher oder spaeter musste er das so oder so...


((waere nice, wenn jemand der genannten was schreiben koennte))

Posted: Fri Apr 14, 2006 12:19 pm
by Enwell van Illdoran

Lange dauerte das Gespraech mit Praetor Damien, auf das er so lange gewartet hatte. Er hoerte das Alexander bereits einen Brief an ihn geschrieben hatte. Den genauen Inhalt wusste er nciht, allein das darin die Situation geschildert wurde. Auch wenn er den genauen Inhalt noch so gerne wissen wollte, entschloss er sich nicht danach zu fragen. Der praetor wuerde schon wissen wie viel information fuer Enwell gut war. Enwell schilderte Damien die ganze Geschichte aus seiner Sicht, zeigte sich seiner Schuld bewusst. Dammien schien von der ganzen Geschichte alles andere als begeistert. "Als Adjutor des Ordens, ist es deine Pflicht, alle Konflikte zu beenden, nicht neue zu beginnen." waren seine Worte. Enwell wusste das er einen grossen Fehler begangen hatte.
"Meditiere drei mal pro Tag, dann bedenke deinen Fehler und suche nach der Lehre darin." Enwell kannte die Lehre daraus. Er wusste was sein Fehler war. Seine Gefuehle ueberwiegten seinen Verstand, in seinem inneren Gleichgewicht. Damien trag ihm auf oefter zu meditieren um dieses Gleichtgewicht zu halten. Als der Praetor ihn fragte ob er schon Plaene zur Loesung des Konflikts haette, sagte er das er ueberlegte einen Brief an Alex zu schreiben, auch wenn der letzte nicht besonders geholfen hat. So gab Damien ihm den Rat den Schwerpunkt des Briefes an einer anderen Stelle zu legen als beim letzten. Weiter trug er Enwell auf bei der Meditation ueber eine Loesung fuer die wiederherstellung von Enwells Ehre nachzudenken.
Enwell sas an seinem Schlafplatz in Vanima mit Pergament und der smaragdgruenen Tinte. Er hatte seine Meditation beendigt und hatte die Worte des Briefes schon lange durchdacht als er die Feder aufs Pergament setzte und begann zu schreiben:

Bester Alexander,

noch einmal greife ich nun zu Pergament und Tinte um dir zu schreiben. Ich habe einen grossen Fehler gemacht. Ich habe mich von meinen Gefuehlen blenden lassen und nicht auf meinen Verstand, der mich vor dem Verlust unserer Freundschaft warnte. Somit verlor ich die Kontrolle ueber mein inneres Gleichgewicht. Diese Kontrolle ist die oberste Pflicht eines jeden Mitglieds im Orden des Grauen Lichts, wichtiger als das Verbot des Kaempfens, eines Adjutors. DOch genug der erklaerenden Worte, den der Grund dieses Briefes liegt nicht in der Erklaerung. Er liegt in der Entschuldigung. Ich bin mir meiner schuld bewusst und es verletzt mich sehr nicht mehr die moeglichkeit zu haben, deiner humorvolen Art zu sprechen, zuzuhoeren. Nicht mehr mit dir am Feuer zu sitzen und lange zu reden. Jegliche Art von Freundschaftlichem Kontakt zu dir fehlt mir. Ich weiss das ich dieses Privileg vielleicht fuer immer in den Sand geschossen habe, jedoch ist es ein Anliegen vom groessten Belang fuer mich, dich wissen zu lassen, das mir die ganze Sache von Herzen Leid tut.
Ich verstehe es sehr gut wenn du mir nichts mehr zu sagen hast, jedoch moechte ich auch das du weisst das ich fuer jedes weitere Wort von dir an mich offen bin, ob es mit Wut, Hass oder gar Freundlichkeit spricht.

In der Hoffnung das diese Zeilen von dir, zumindest als Entschuldigung zur Kenntniss genommen werden,

~~Gezeichnet~~
Enwell van Illdoran

Nicht lange und Roxana folgte seinem Ruf. Nach der Fuetterung mit getrockenem Brot, befestigte er den Brief, ordentlich zusammengerollt, an ihrem Fuss und liess sie raus in die schwarze Nacht ueber Vanima fliegen. Mit einem Herzklopfen der Unsicherheit deckte Enwell sich zu. Noch eine Weile kreisten die Gedanken um Alexander in seinem Kopf bis sie sich aufloesten und den Platz fuer die traeume freigaben...