<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!DOCTYPE page [ <!ENTITY nbsp "&amp;nbsp;"> ]><div><h1>Siros</h1><h2>Monat der Liebe</h2><p>Der Monat "Siros" ist nach Sirani benannt, der in Salkamar, Gynk und bei den Serinjah bekannten Göttin der Liebe. Alle bekannten Kulturen feiern im Siros Treue- oder Bindungsfeste. Diese, meist ausgelassenen Volksfeste, geben jungen Paaren die Möglichkeit zu einem öffentlichen Eheversprechen. Es gibt kein genaues Datum für dieses Fest, doch meist wird es um den 12. Siros abgehalten. Häufig sprechen sich auch benachbarte Dörfer ab, um die Feste an unterschiedlichen Tagen im jeweiligen Dorf abzuhalten.</p><p>Obwohl alle Völker diese Feierlichkeiten zelebrieren unterscheiden sie sich doch nach Volk und Region:</p><p>Bei den Elfen liegt die Initiative zumeist bei den Männern, welche am Hauseingang ihrer Geliebten in der Zeit des Festes Zweige des Mevrannonbaums anbringen. Dieser Baum lebt in Symbiose mit einer anderen Pflanze mit Namen Levrenni. Levrenni sind blühende Kletterpflanzen, die schon in der frühen Wachstumsphase beginnen an dem Stamm des Baumes emporzuwachsen. Eine Pflanze kann dabei ohne die andere nur für relativ kurze Zeit überleben. Wird das Ansinnen des Mannes von der Frau erhört, so flechtet sie eine Levrenniranke um den dargebotenen Ast des Mevrannon.</p><p>Bei den Halblingen werden in der Regel die Frauen aktiv. Am Tag des Festes schmücken sie den Kopf ihres Geliebten mit einem Blumenkranz. Wenn der Mann den Blumenkranz auf seinem Kopf behält, gilt das Angebot als angenommen.</p><p>Die menschliche Tradition ist hier relativ vage und unbestimmt. Dies mag auch daran liegen, dass die Menschen mit dieser Thematik sehr offen und auch ungezwungen umgehen. In dem Sinne sind diese Traditionen zumeist keine bindenden Eheversprechen sondern eher ein Ausdruck der offenen Zuneigung. Doch gibt es auch hier sehr große lokale Unterschiede und was in dem einen Dorf als angemessen und sittsam erscheint, mag anderswo als tödliche Beleidigung oder Entehrung aufgenommen werden. Am weitesten verbreitet ist aber das Vorgehen, auf der zentralen Feier den oder die Angebetete zum Tanz aufzufordern. Sollte es sich mehr als um ein reines Tanzvergnügen handeln, übergibt die Frau dem Mann ein buntes Band, welches zu diesem Zweck in das Haar der Frau geflochten war. Diese Band gilt traditionell als Zeichen der Zuneigung. Wenn sich der Mann das Band um den rechten Arm bindet, gilt die Zuneigung als erwidert.</p><p>Die Orks haben in der Sicht der anderen Völker eine recht rüde Methode ihre Zuneigung auszudrücken. In ihrer Tradition begibt sich der Freier zusammen mit Freunden heimlich zum Haus der Geliebten und unternimmt eine Art Brautraub. Dieser Raubzug ist in gewisser Weise ritualisiert, so daß es in der Regel dabei nicht zu Verletzungen kommt. Dennoch ist es manchmal auch hier sogar zu Todesfällen gekommen, insbesondere dann, wenn im Vorfeld ablehnende Signale der Frau missachtet wurden. Generell wird die Frau umgehend in das Haus des Mannes geführt. Die Familie der Frau unternimmt eine Befreiungsaktion. Man versammelt sich dazu vor dem Haus des Mannes. Wenn vor der Erstürmung die "Entführte" die Tür des Hauses öffnet und ihre Familienangehörige hereinbittet, gilt das Angebot als angenommen.</p><p>Echsenmenschen bilden dahingehend eine Ausnahme, dass Ehen in fast ausschließlich allen Fällen von den Eltern arrangiert werden und den Kindern kein Mitspracherecht eingeräumt wird. So ist es auch nicht unüblich, dass sich das Paar zum ersten Mal am Fest der Bindung kennen lernt. Im Vorfeld der Feier werden von den Eltern die entsprechenden Arrangements getroffen. Man trifft sich dann im Haus des angehenden Bräutigams und begibt sich zusammen in den Tempel. Dort wird vor dem Priester das Eheversprechen ausgesprochen.</p><p>Bei den Zwergen kommt dem Dorfschmied eine zentrale Bedeutung in der Anbahnung und Schließung von Ehen zu. Schmied zu sein bedeutet nicht nur ein Handwerk auszuüben, sondern ihre Tätigkeit ist in hohem Maße spirituell und religiös. Schmiede sind in der Lage haltbare Verbindung von unterschiedlichen Materialien herzustellen und auch magische Waffen zu erschaffen. Ein Paar, welches ihren Willen auch füreinander zu leben erklärte, verband der Schmied symbolisch mit zwei ineinander geschmiedeten Eisenringen; jeder Ring für sich existent und doch eng umschlungen. So soll es den Charakter und die Dauerhaftigkeit der Verbindung repäsentieren und wurde daher über dem gemeinsamen Bett aufgehängt.</p></div> 