<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><!DOCTYPE page [ <!ENTITY nbsp "&amp;nbsp;"> ]><div><h1>Mas</h1><h2>Monat des Blutmondes</h2><p>Mas wurde nach Moshran, dem Gott des Blutes und der Knochen benannt. Der Monat Mas ist mit seinen nur 5 Tagen kürzer als alle anderen Monate, und die Tage gelten als unglücksbringend, zumindest in Salkamar, Albar und Gynk.</p><p>Einige Ork-Stämme und Söldnergruppen feiern jedoch die Bluttage (Radosh). Während die "Feierlichkeiten" bei den Söldnern zumeist lediglich wüste Saufgelage und Raufereien beinhalten, haben diese Tage bei vielen Orkstämmen eine hoch spirituelle Bedeutung:</p><p>Einige Stämme begrüßen den Monat mit Freude und Ehrerbietung. Sie geben sich der Ekstase des Kampfes hin und feiern abends wilde und ungestüme Feste. Moshran, der Gott des Blutes und der Knochen, ist der Gott des Krieges und der Zerstörung, der blutigen Rache und der Raserei. Große Höhlen werden mit Fackeln und großen Feuern erwärmt und erhellt, dort finden dann rituellen Kämpfe statt. In vielen Fällen werden dabei Zwistigkeiten und Streitereien, die sich über das Jahr hinweg ergeben, in solchen Kämpfen ausgetragen und entschieden. Viele der Kämpfe sind jedoch rein ritueller Natur und enden unblutig.</p><p>Lediglich in einigen der besonders unzivilisierte Stämmen soll es vorkommen, dass deren Krieger sich in diesen Kämpfen "haufenweise gegenseitig erschlagen". Es heißt, daß bei den wildesten dieser Stämme sogar Personen geopfert werden - wobei die "Opfer" allerdings keine Gefangenen anderer Volkszugehörigkeiten sind, die dem Opferdolch überantwortet werden, sondern Mitglieder des eigenen Stammes, die sich freiwillig dem Opfertod hingeben. Diese Orks glauben, dass ein solcher Tod die größte Ehre sei, die einem Krieger zuteil werden kann und dass ein so Verstorbener mit dem Segen und der Gunst Moshrans in einem starken Körper wiedergeboren wird. (Dieser Brauch sowie der Brauch des "haufenweise gegenseitig Erschlagens" ist in der heutigen Zeit allerdings sehr selten geworden, da der Verlust eines guten Kriegers / Jägers einen Orkstamm üblicherweise sehr hart trifft).</p><p>Generell werden jedoch Tiere den Göttern und den Ahnen geopfert und geschlachtet (und deren Fleisch an den Abenden gegessen). Viele Orks gedenken außerdem in den Tagen des Mas einem ihrer größten Anführer, Drokan Norotar, den sie als Märtyrer in großen Ehren halten. Er hatte vor langer Zeit die friedlichen Stämme der Orks unter sich vereint und gab ihnen zum ersten Mal in der Geschichte eine bedeutende Stimme im Kreise der anderen Völker. Doch die Nachbarn seines Staates misstrauten den Beteuerungen Drokan Norotars, dass er keine niederen Absichten ihnen gegenüber hegen würde. Unter dem Deckmantel in Verhandlungen mit ihm treten zu wollen, lockten sie ihn in eine Falle und ermordeten ihn. Der junge Staat zerbrach daraufhin und die nachfolgenden Jahre brachten viel Leid über die Orks</p><p>Bei den Flammen-Orks gilt Drokan Norotar sogar als eine Art Prophet, der Frieden und Zivilisation unter die wilden Stämme gebracht hat. Obwohl er selbst kein Flammen-Ork gewesen war, hatten einige seiner Schriften großen Einfluß auf die Kultur der Festungsstädte. Es gibt sogar eine Prophezeiung, nach der ein zweiter Drokan Norotar, oder gar dessen wiedergeborene Seele, die Stämme irgendwann erneut vereinen würde.</p><p>In seinem Gedenken schmieren die "wilden" Stämme der Orks Asche in ihr Gesicht und verletzen sich selbst mit Schwertern und Dolchen auf der Kopfhaut und an den Händen, in Gedenken des Umstandes, dass Drokan Norotar von seinen Mördern geköpft wurde und sie ihm anschließend die Hände abschlugen: als Zeichen, dass die Orks nun wieder Führer- und Machtlos seien. Mit ihren blutüberströmten Gesichtern stimmen sie Klagelieder an, welche sie über die ganzen 6 Tage aufrechterhalten.</p><p>Auch manche der anderen Völkern, oder besser gesagt manche Kulturkreise in diesen Völkern, zelebrieren im Mas ein sogenanntes "Opferfest". Dieses besteht aber in den meisten Fällen eher aus der symbolische Geste, ohne größere Worte und Gedanken ein Tier, zumeist ein Huhn oder ein Kaninchen zu opfern, um so allen Schaden von sich abzuwehren und Moshran zu besänftigen, damit ihnen kein Unheil geschieht oder auch damit kein Krieg ausbricht. Gebetet wird hierbei in der Regel nicht, es gleicht vielmehr einer stillen Geste. Nach dem Opfer bleiben die meisten Personen in ihren Wohnungen und hoffen darauf, dass die Mas-Tage bald wieder Vergangenheit sind, damit ein neues Jahr beginnt.</p></div> 